Ein Erbauer des Kampenwandkreuzes beigesetzt

Aschau im Chiemgau: So war der Abschied von Paul Kink, dem Senior-Wirt vom Café Pauli

Paul Kink
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  • vonHeinrich Rehberg
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Die Gemeinde Aschau im Chiemgau trägt Trauer: Paul Kink, Senior-Wirt vom Café Pauli und einer der Erbauer des Gedenkkreuzes auf der Kampenwand, musste zu Grabe getragen werden. Der 89-Jährige war am 7. September verstorben.

Update 11. September :

Aschau  – „Pfüat di Gott, Pauli! Unser Ehrenvorstand Paul Kink war mit seinem markanten weißen Vollbart das Gesicht von Aschau, auf zahllosen Bildern für die Region warb er für Aschau und das Priental, jeder kannte Paul Kink, den Pauli, den Café Pauli Wirt, den Schuster Pauli weit über die Gemeindegrenzen von Aschau hinaus“, erinnerte der stellvertretende Vorsitzende des Trachtenvereins „D´ Edelweißer“ Niederaschau Peter Reiter am offenen Grab an den verstorbenen Ehrenvorstand des Vereins. „Zwei Tage fehlten noch, dann hätten wir mit ihm gemeinsam seinen 90. Geburtstag feiern können – es hat nicht mehr sollen sein.“

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Der Friedhof von Aschau ist sonst nur zu Allerheiligen so gut besucht, denn nicht nur seine Familie, seine „Edelweißer“, die Café Pauli-Belegschaft und die Aschauer – an ihrer Spitze Bürgermeister Simon Frank und sein Stellvertreter Michael Andrelang – wollten Abschied von einem hochgeachteten Mann nehmen. Als Dank für die Arbeiten am Kampenwandkreuz kamen die beiden Vorsitzenden der Interessengemeinschaft der Krieger-, Veteranenvereine und Soldatenkameradschaften im Landkreis Rosenheim Pius Graf und Gauvorstand Michael Bernauer vom Gauverband der Krieger- und Soldatenkameradschaften des Chiem- und Rupertigau sowie Michi Huber vom Chiemgau-Alpenverband. Die Musikkapelle Wildenwart, die Fahnenabordnungen der Dorfvereine, die Gaustandarte des Chiemgau-Alpenverbands, die Fahne des Patenvereins Wildenwart und zahlreiche Trachtler des Trachtenvereins „D´ Edelweißer“ Niederaschau gaben ihm das letzte Geleit. 

An schwere Arbeit gewohnt

Pfarrer Paul Janßen zelebrierte den Wortgottesdienst an der Aussegnungshalle und hielt Rückschau auf das lange Leben von Paul Kink. „Er hat seine Heimat nie verlassen, als Ältester von drei Kindern übernahm er das elterliche Anwesen mit allem Drum und Dran. Von Jugend an war er an schwere Arbeit in Feld und Wald gewohnt, mit seinen Mulis arbeitete er am Berg, lange Jahre verbrachte er im Forst und übernahm schließlich das väterliche Transport- und Fuhrunternehmen.“ 1965 heiratete Kink seine Frau Gundi, vier Kinder gingen aus der Ehe hervor, mittlerweile gehören auch zehn Enkelkinder zur Familie.

Zusammen mit seiner Frau führte er neben der kleinen Landwirtschaft und dem Fuhrunternehmen das Café und die Pension in Höhenberg und baute alles stetig weiter zu seiner heutigen Größe aus. 73 Jahre war er aktiv im Trachtenverein D´Edelweißer, zunächst als Zweiter Vorplattler, dann 28 Jahre als Vorstand und weitere 28 Jahre als Ehrenvorstand. Bleiben wird bei Paul Kink neben der Erinnerung an einen verdienstvollen Mitbürger seine Arbeit beim Bau des Kampenwandkreuzes, des höchsten und größten Gipfelkreuzes in den Bayerischen Alpen. 

Kampenwandkreuz stets ein Anliegen

Dieses Kreuz blieb ihm zeitlebens ein großes Anliegen, er versäumte keine Messe zum Gedenken an die Gefallenen des Chiemgaus auf der Kampenwand und baute schließlich sogar eine Miniaturausführung dieses Kreuzes nach. Zu seinen Ehren – als einem der letzten Erbauer – leuchtete das Kampenwandkreuz am Mittwoch, 9. September, weit in den Chiemgau hinaus“. Trachtenvorstand Peter Reiter bedankte sich für 73 Jahre aktive Mitarbeit im Verein, eine so lange Zeit sei nur wenigen vergönnt. „ Für die KSK Aschau nahm der Zweite Vorsitzende Toni Ablinger Abschied.Eine große Trauergemeinde nahm Abschied von Paul Kink, dem Seniorwirt vom Café Pauli, der im Aschauer Friedhof beigesetzt wurde.  Foto rehberg

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Erstmeldung 10. September:

Aschau – Familie, Freunde und Bekannte hatten am (10. September) um 14 Uhr auf dem Friedhof in Aschau im Chiemgau Gelegenheit sich von Paul Kink zu verabschieden. Der sehr bekannte und beliebte Seniorchef des Cafe Pauli war zwei Tage vor seinem 90. Geburtstag verstorben.

Viele Aschauer erweisen Kink die letzte Ehre

Unter großer Anteilnahme der Bevölkerung ist Paul Kink beigesetzt worden. Für viele war der 89-Jährige das Gesicht Aschaus, eine Institution in der Chiemgau-Gemeinde. Neben der Familie kamen auch Mitglieder des Trachtenvereins Edelweiß Niederaschau, Vertreter der Gemeinde sowie der Krieger- und Soldatenkameradschaften und zahlreiche Bürger aus Aschau und der Region, um sich von dem Aschauer Urgestein zu verabschieden.

Den Gottesdienst in der Aussegnungshalle des Aschauer Friedhofs hielt Pfarrer Paul Janßen. Im Anschluss begleitete der lange Trauerzug Paul Kink auf seinem letzten Weg. Am offenen Grab hielt Peter Reiter, zweiter Vorsitzender des Trachtenvereins Edelweiß Niederaschau, die Abschiedsrede zu Ehren des Verstorbenen.

Kink war 73 Jahre Mitglied im Trachtenverein

Paul Kink war 73 Jahre Mitglied des Vereins, davon war er 28 Jahre als Vorstand und weitere 28 Jahre als Ehrenvorstand tätig. Auch der Vorsitzende der Krieger- und Soldatenkameradschaft Aschau, Toni Ablinger, lobte Paul Kink als „guten Herbergsvater“. Unter den Gästen waren auch Aschaus Bürgermeister Simon Frank sowie der Gauvorsitzende des Chiemgau-Alpenverbandes, Michael Huber.

Kink war jahrzehntelang Wirt mit Leib und Seele in der Traditionswirtschaft, die es bereits seit über 60 Jahren gibt. Außerdem war er bei vielen Vereinen als Mitglied aktiv. Sein Herz aber hing insbesondere am Trachtenverein Edelweiß Niederaschau, in dem er fast 30 Jahre lang Vorsitzender war. Sein Markenzeichen war sein imposanter Bart. Gäste schätzten vor allem seine offene und herzliche Art.

Der 89-Jährige war der letzte noch lebende Mann, der selbst beim Bau des Kreuzes mit Fertigstellung 1950 mit dabei war und Hand anlegte. 

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