Arbeiten am Wössener Bach gehen weiter

Störsteine werden eingesetzt, die das Fließverhalten des Baches verändern.
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Störsteine werden eingesetzt, die das Fließverhalten des Baches verändern.

Unterwössen –. Die Baustelle im Unterwössner Norden, an der Mündung des Wössner Baches in die Tiroler Achen, hat sich verändert.

Zuletzt führten die Arbeiten an der Verlegung der Mittelspannungsleitung unter dem Wössner Bach zu einer Vollsperrung der dortigen Wanderwege. Jetzt sind die Wasserbauer des Wasserwirtschaftsamtes Traunstein am Werk. Die Wanderwege sind wieder freigegeben.

MonotoneStrömung

Die Wasserbauer gestalten den Bereich des Wössner Baches zwischen der Mündung in die Tiroler Achen und der Brücke der Bundesstraße B 305 an der Pfarrkirche naturnah um. So verbessert sich der ökologische Zustand des Gewässers.

Bisher verläuft der Bach hier schnurgerade und äußerst strukturarm. Die technischen Uferbefestigungen und die künstliche Beschaffenheit der Bachsohle verhindern eigendynamische Veränderungen des Baches. Das bringt monotone Strömungsverhältnisse mit sich. Fische finden keine Kiesbänke, um zu laichen, und keine Unterstände.

Im Rahmen der Baumaßnahmen bringen die Wasserbauer Störsteine in das Bachbett ein. Zusammen mit Totholz im Wasserbett ändert dies das Fließverhalten von Grund auf. Fische und andere Kleinlebewesen finden so verbesserten Lebensraum.

Die Arbeiten der Flussmeisterstelle Traunstein dauern insgesamt sechs Wochen. Im kommenden Jahr folgen weitere ökologische Maßnahmen. Die Baukosten für die Gesamtmaßnahme im Unterlauf des Wössner Baches betragen 250 000 Euro. Das derzeitige Projekt knüpft an die Arbeiten vom Herbst 2019 an, als die Flussmeisterstelle die Mündung des Wössner Bachs in die Tiroler Achen aufbereitete und ökologisch umgestaltete. Mit dem Rückbau der dortigen Absturzbauwerke entstand eine für Fische und Kleinlebewesen durchlässige Anbindung. lfl

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