Appell: „Sich vermehrt darauf besinnen, was wirklich wichtig ist“

Pfarrer Rüdiger Karmann bedankte sich bei Irmi Huber, die im Pfarrverband über viele Jahre „Exerzitien im Alltag“ durchgeführt hat. Müller

Seeon – Geselliges Miteinander und Informationen standen im Mittelpunkt des Neujahrsempfangs des Pfarrverbandes Seeon-Seebruck-Truchtlaching im Festsaal des Klosters Seeon.

Ausgerichtet wurde er von der Pfarrei Seebruck.

„Wir wollen das Fest heute anders beginnen als Sie es gewohnt sind, denn die Kirche möchte Ihnen Danke sagen dafür, dass Sie stets bereit sind, Zeit zu opfern und zu verschenken“, sagte Pfarrer Rüdiger Karmann im vorausgegangenen Gottesdienst in der Klosterkirche.

Pfarrgemeinderatsvorsitzende Martina Hofstetter erinnerte daran, dass es seit der Gründung des Pfarrverbandes vor 30 Jahren auch einen Neujahrsempfang gebe, der immer abwechselnd von einer der drei Pfarreien ausgerichtet werde und noch nie ausgefallen sei. Der Grundgedanke sei damals gewesen, sich kennenzulernen und ins Gespräch zu kommen. Der Neujahrsempfang habe sich schnell etabliert und erfreue sich bis heute großer Beliebtheit.

„Mit Rüdiger Karmann haben wir einen Pfarrer, den wir uns schon gar nicht mehr wegdenken können“, betonte Bürgermeister Bernd Ruth in seinem Grußwort. Es sei nicht nur ein neues Jahr, sondern auch ein neues Jahrzehnt angebrochen und er glaube, dass „wir vor einer bewegten, aber auch guten Zukunft stehen“, so Ruth. Was die Menschen 2019 bewegt habe, sei zum Beispiel die Klimaproblematik, aber auch die Frage, „wie geht es mit uns weiter, wenn wir alt sind?“ Hier zeige die Gesellschaft nach wie vor „massive Schwächen“, mahnte der Bürgermeister an. In einer immer schnelllebigeren Zeit, gelte es, sich vermehrt darauf zu besinnen, was wirklich wichtig sei, „allen voran die Familie“.

Pfarrer Karmann bedankte sich dafür, dass er im Pfarrverband so offen aufgenommen worden sei und sprach von einer „großen Entwicklungsphase, was unsere Kirche anbelangt“. Er würdigte die Verdienste von Irmi Huber, die viele Jahre „Exerzitien im Alltag“ geleitet und damit aufgehört hatte.

„Ich habe es immer sehr gerne gemacht und blicke mit großer Dankbarkeit zurück“, so Huber.

Für die passenden Klänge und die ausgelassene Stimmung beim Neujahrsempfang sorgte die Alzberg Musi. mmü

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