Anzahl der Tiere soll gleich bleiben

Bernau – Nach langer Debatte um die Umnutzung eines Bergeraums zu einem Mastschweinestall mit 40 Tieren, überdachter Auslauffläche und der Errichtung eines Festmistlagers, verständigten sich die Gemeinderäte auf den Beschluss, den Antrag und die nachgereichte Unterschriftenliste der Nachbarn zur Kenntnis zu nehmen.

Laut Plan geht es bei dem Antrag um eine geringfügig bauliche Erweiterung der bestehenden Halle. Da das Bauvorhaben nach Paragraph 35 Baugesetzbuch im Außenbereich liegt und, weil landwirtschaftlich genutzt, auch als privilegiert eingestuft wird, könne dem Bauvorbescheid die Zustimmung erteilt werden, so Bürgermeisterin Irene Biebl-Daiber (CSU). Geschäftsleiterin Irmgard Daxlberger fügte hinzu, dass die Zahl der Tiere gleich bleibe.

Helmut Wachter (WMG) meldete sich zu Wort. Auf dem Plan sei eine Bepflanzung zur Straße vorgesehen. Aber schon bei einem früher durchgeführten Bauvorhaben sei eine Bepflanzung Auflage gewesen, die aber bis heute nicht erfolgt ist. Er bitte darum, dem nachzugehen. Er selbst als Betroffener, wie auch die Nachbarn seien gegen das Bauvorhaben, aber eine Privilegierung des Bauvorhabens sei wohl nicht aufzuhalten. Er habe eine Unterschriftenliste der Nachbarn gegen die Pläne mitgebracht. Daxlberger wies darauf hin, dass es hier um einen Vorbescheid gehe, der keine nachbarliche Beteiligung vorsehe. Philipp Bernhofer (BL) bat dennoch darum, die Nachbarn mit einzubeziehen. Matthias Vieweger und Gerhard Jell (beide CSU) hakten bezüglich Emissionen nach. Diese gingen von der Wohnbebauung weg, so Bürgermeisterin Irene Biebl-Daiber (CSU), was auch aus dem sogenannten Windatlas des Landesamts für Umwelt ersichtlich werde. Der Antragsteller habe eine solche Folie dem Antrag beigelegt.

Peter Pertl (CSU) begrüßte die Haltungsform. Emissionen eines Festmistlagers seien geringer als bei einem Spaltenboden. Und wer regionale Produkte, kurze Wege und Qualität fordere, der müsse auch eine Auslauf-Stallhaltung gutheißen. Jell erklärte, wenn die Viehstückzahl gleich bleibe, dann veränderten sich auch die Emissionen nicht.

Gerhard Praßberger (FW/ÜWG) sagte, dass die Stückzahl kontrolliert werde. Die Geruchsbelästigung werde sich durch die Umsiedlung nicht erhöhen, eher sei der geplante Mist vor dem neuen Stall problematisch zu sehen. Bürgermeisterin Biebl-Daiber beendete die Debatte. Ihrem Beschlussvorschlag, dem Antrag auf Vorbescheid und der Kenntnisnahme der nachgereichten Unterschriftenliste der Nachbarn, folgte das Gremium mit 19 Stimmen. Allein die Gemeinderäte Georg Bauer (BL) und Helmut Wachter (WMG) enthielten sich wegen persönlicher Beteiligung. elk

Kommentare