Antrag zur erneuten Prüfung der Heizungsanlage abgelehnt

Schleching – Die Gespräche über eine umweltfreundliche Heizung in den kommunalen Gebäuden werden bereits seit 2015 geführt.

Im Januar vergangenen Jahres stellte Wolfgang Wimmer vom Ökomodell Achental drei verschiedene Varianten zur Lösung vor, dabei wurde Folgendes erläutert:

Insbesondere der schlechte Zustand des Heizkessels in der Schule macht Sorgen. Seit etwa 18 Jahren werden die Schule, der Kindergarten, das Rathaus und das Bürgerhaus über eine zen trale Heizung mit Pellets und Heizöl als Redundanz versorgt, die sich im Keller des Schulgebäudes befindet.

An diesem Kessel, Baujahr 2003, stand eine größere Sanierung an und auch beim Brandschutz eine gesonderte Prüfung.

In dieser Sitzung hat sich der Gemeinderat mit großer Mehrheit mit neun zu zwei Stimmen für die erste Variante entschieden: den Anschluss an einen neuen externen Versorger.

Dieser bot die meisten positiven Aspekte wie beispielsweise kein Neu- oder Umbau der alten Heizanlage oder Personaleinsparung für den Hausmeister zur Überwachung der alten Anlage. Die finanzielle Einsparung von rund 20 Prozent und nicht zuletzt die umweltfreundlichere Variante sowie ein freiwerdender Raum im Keller der Schule für Lagerzwecke sind ebenfalls positiv. In der Sitzung im Januar erläuterte Wimmer vom Ökomodell in einer Präsentation nochmal die Vor- und Nachteile der bestehenden Alternativen. Im Anschluss wurde der Abschluss des Wärmeliefervertrages für die kommunalen Liegenschaften an das geplante Heizwerk auf Hackschnitzelbasis der Scheck GbR beschlossen.

In der jüngsten Sitzung haben vier Mitglieder der Unabhängigen Bürger Schleching (UBS) einen Antrag gestellt „auf Auskunft zur fachlichen Beurteilung der bestehenden gemeindlichen Heizungsanlage im Keller des Schulgebäudes sowie der geplanten Nahwärmeversorgung durch eine unabhängige Fachstelle.“ Auf den folgenden Hinweis, dass auch ein neues Gutachten nichts an der Tatsache des bindenden Vertrages ändert, erwiderte Martina Hammerl-Tiefenböck, dass es nicht um den geschlossenen Vertrag gehe, sondern um offene Fragen zur Heizung.

Brandschutzein Thema

Sie wünschte sich noch weitere Information zum Beispiel zur Frage des Brandschutzes in der jetzigen Situation im Keller der Schule. Eine Meinung von einem weiteren Fachmann wäre ihr wichtig.

Claus Rathje berichtete von möglichen Förderungen, die berücksichtigt werden sollen und Christian Zaiser wünschte sich mehr Transparenz.

Michael Bachmann fragte, was die Aufarbeitung für einen Sinn machen soll, wenn ein bindender Vertrag vorliege.

Das sah auch Remigius Bauer so und fragte, ob vielleicht ein Missverständnis vorliege. Er war der Meinung, dass gefasste Beschlüsse nicht infrage gestellt werden sollten und kein weiteres Geld für Gutachten ausgegeben werden sollte.

Auch Andi Hell zeigte sich befremdet, er meinte, dass das ganze Verfahren unter Federführung und Begleitung des Ökomodells seit fünf Jahren beraten wird und die Gemeinde damit einen praxiserfahrenen und kompetenten Partner an der Seite habe. Das bekräftigte auch Bürgermeister Josef Loferer (CSU/UBS), der mit der Entscheidung einen guten Weg zur Nachhaltigkeit sah. Die Mitarbeiter des Ökomodells setzen sich seit Jahrzehnten mit diesem Thema auseinander und ihre Kompetenz sei weit über die Grenzen des Achentals bekannt.

Die Antragsteller ließen sich jedoch nicht überzeugen und so wurde über ihren Antrag abgestimmt, mit dem Ergebnis, dass sich die Mehrheit mit sechs gegen fünf Stimmen gegen den Antrag aussprach. wun

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