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Anruf beim OB genügt

Traunstein - Über ihre Anregungen, Wünsche und Fragen diskutierten die «jüngsten» Bürger der Stadt Traunstein bei einem Empfang im Rathaus mit Oberbürgermeister Manfred Kösterke und einer Reihe von Stadtratsmitgliedern.

Bei einem weiteren Empfang begrüßte der OB Neubürger.

«Mir ist es wichtig, dass Traunstein nicht nur eine Stadt für die älteren Mitbürger ist, sondern für alle Generationen», betonte das Stadtoberhaupt bei dem vor einem halben Jahr ins Leben gerufenen Gepräch mit denjenigen, die 2008 18 Jahre alt geworden sind. Kösterke erläuterte seinen Gästen die Aufgaben, Zusammensetzung und Funktionsweise des Stadtrates und stellte ihnen die wichtigsten Einrichtungen in Traunstein vor. «Wir haben 17 Schulen. Was noch fehlt, ist eine Fachhochschule oder Universität», sagte er und versicherte, dass er sich weiterhin dafür einsetzen werde, eine solche Einrichtung nach Traunstein zu holen. Auch die Teilnehmer des Empfangs bedauerten, dass sie zum Studium ihre Heimatstadt verlassen müssen.

Annemarie Rutkowski sieht das auch als Grund, warum sich viele ihrer Altersgenossen nicht für die Kommunalpolitik interessieren. «Es ist schade, dass in Traunstein bisher kein Jugendbeirat zustande gekommen ist», sagte die 18-Jährige aus dem Stadtteil Kammer.

Kösterke sagte, dass die politisch Verantwortlichen in Traunstein gerade auch auf den Kontakt mit den jungen Bürgern angewiesen seien. Im Gegensatz zur Bundes- oder Landespolitik könnten auf der kommunalen Ebene viele Probleme relativ leicht im Sinne der Bürger gelöst werden. «Sie müssen keine Petitionen schreiben, sondern sie können mich einfach im Rathaus anrufen oder uns auf der Straße ansprechen», so das Angebot des Oberbürgermeisters.

Warum jedes Jahr rund 1200 Bürger aus anderen Orten nach Traunstein umziehen, konnten Oberbürgermeister Kösterke und die Vertreter des Stadtrates beim elften Empfang für Neubürger erfahren, mitorganisiert von Stadtmarketing-Geschäftsführer Jürgen Pieperhoff. Im Gespräch mit den Neubürgern wurde deutlich, dass viele Menschen nach Traunstein ziehen, um hier zu arbeiten. Dazu der OB: «24 Prozent der Arbeitsplätze im Landkreis sind in der Großen Kreisstadt angesiedelt.» Mit rund 14000 Stellen in den Bereichen Handel, Handwerk, Gewerbe, Dienstleistungen und Behörden gebe es in Traunstein mehr Arbeitsplätze als in jeder anderen Stadt oder Gemeinde im Landkreis Traunstein.

Für Lacher sorgten anschließend die Einlagen von Willi Schwenkmeier und Sebastian Schuhbeck, beide im Hauptberuf Lehrer. Als grantelnder Nachbar am Gartenzaun setzte sich Schuhbeck mit dem Thema «Auf gute Nachbarschaft» auseinander. Schwenkmeier hielt den Neubürgern eine amüsante Nachhilfestunde im Traunsteiner Dialekt. «Nichts verbindet bekanntlich die Menschen mehr als eine gemeinsame Sprache, die aber zugleich Quelle der meisten Missverständnisse ist.»

Als kleines Willkommensgeschenk erhielten die Neubürger ein Gutscheinheft, eine Geschenktüte und einen Regenschirm. «Sie sehen, wir lassen Sie nicht im Regen stehen», so Pieperhoff.

Die Traunsteiner Neubürger freuten sich durchweg über den gelungenen Nachmittag. «Wir sind überrascht, dass so etwas überhaupt gemacht wird», sagten etwa Helga und Josef Honal. Das ältere Ehepaar hatte 40 Jahre in Ruhpolding gewohnt und ist jetzt nach Traunstein zu den Kindern und Enkelkindern gezogen. «Traunstein war schon immer meine Lieblingsstadt», so Helga Honal. re

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