Annemarie Bauer feiert 100. Geburtstag

Die Leidenschaft der Jubilarin ist das Basteln von Christbaumschmuck.
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Die Leidenschaft der Jubilarin ist das Basteln von Christbaumschmuck.

Rimsting – Annemarie Bauer feiert ihren 100. Geburtstag.

Sie erfreut sich bester Gesundheit, nur zur Fortbewegung ist sie auf einen Rollstuhl angewiesen.

In diesem Alter ist sie immer noch Abonnentin der Chiemgau-Zeitung. Sie fühlt sich dem Chiemgau, besonders Hittenkirchen, Prien und Rimsting, verbunden. Diese waren die wichtigsten Stationen ihres Lebens.

Geboren wurde sie im September 1920 in Bayrischzell als erstes Kind der Familie Moosdiele. Eine Schwester folgte noch. Bereits zwei Jahre später übersiedelte die Familie nach Prien. Ihr Vater, von Beruf ein königlich-bayerischer Zollbeamter, wurde dorthin versetzt.

Annemarie Bauer wuchs in Prien auf. Sie besuchte das Lyzeum in Rosenheim. Beruflich war sie im Telegrafenamt Prien als „Fräulein vom Amt“ tätig. Zu dieser Zeit war die Handvermittlung noch üblich.

Den Ehebund schloss sie im Jahre 1945, zum Ende des Zweiten Weltkrieges, mit Kaspar Bauer. Dieser stammte aus dem Hittenkirchener Ortsteil Harlach. Von nun an war dieser Ort ihr Lebensmittelpunkt. Der Postbeamte besaß dort ein kleines Anwesen, ein sogenanntes „Sacherl“. Dieses war schon früher zu einer Fremdenpension umgebaut worden.

In dem „Hallinger-Anwesen“, wie es genannt wurde, betrieb Annemarie mit Fleiß und Einsatz seit Anfang der 50er-Jahre ein Fremdenheim.

Sie hatte immer ein volles Haus. Drei Kinder entstammten der Ehe mit Kaspar Bauer: Margot, Günther und Sepp. Im Jahre 2000 musste sie von ihren Mann Abschied nehmen. Sie versorgte aber weiterhin das Anwesen und den Garten bis ins hohe Alter.

Ihre wohlverdiente Ruhe gönnte sie sich erst im Jahre 2011. Sie zog in eine betreute Wohnung im Areal der Ludwigshöhe in Rimsting. Wesentlicher Grund war die Nähe ihrer Tochter Margot Heindl, die in Rimsting im Gartenweg mit ihren Mann ein Einfamilienhaus besitzt. Mit knapp 98 Jahren siedelte sie dann ins Rimstinger Siebenbürgerheim über, wo sie sich bis heute sehr wohl fühlt.

Eine große Freude für sie war ihr 100. Geburtstag, den sie im Kreise ihrer Familie mit ihren drei Kindern, sieben Enkeln und sechs Urenkeln in ihrem früheren Haus in Harlach verbringen durfte. Langweilig wird ihr im Siebenbürgerheim nicht. Sie bastelt, zur Freude ihrer Familie, jedes Jahr schöne Perlensterne für den Christbaum. th

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