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BÜRGER FÜR PRIEN

„Das war von Anfang an eine Inszenierung“

Prien – Bei der Mitgliederversammlung der „Bürger für Prien“ (BfP) – Parteifreie Umweltliste“ spiegelte sich gerade der Umweltschutzgedanke vielen Wortmeldungen wider, als über den geplanten Jugendherbergsbau an der Osternacher Straße (wir berichteten) diskutiert wurde.

Es kam klar zum Ausdruck, dass sich die BfP über eine neue Jugendherberge in Prien mehr als freuen würden, den Standort aber lehnte die Mehrheit bei der Versammlung wie auch die vier BfP-Marktgemeinderäte jüngst in der Abstimmung über die Aufstellung eines Bebauungsplans ab.

Im Pavillon des Strandbads ging Vorsitzender Christoph Bach auf Schwerpunkte im Gemeindegeschehen ein. Beim Thema „Eglwies“ hätten viele das Gefühl, es gehe nichts weiter, was Bach daran festmachte, das es ganz unterschiedliche Interessenslagen der Beteiligten gebe.

Dafür sei man aber im Bereich Verkehr weiter, das am fraktionsübergreifenden runden Tisch diskutiert wird. „Wir haben hier einen Riesenschritt nach vorne gemacht“, weil nur noch über Dinge diskutiert wird, die auch alle mittragen wollen“.

Als Kulturreferent sprach Bach die sanierte Galerie im Alten Rathaus an, die schön, aber auch viel teurer geworden sei als geplant. Er bedauerte, dass man nie über die Kosten für einen Neubau diskutiert habe.

Eva Munkler ging als Sozialreferentin auf die Situation der Flüchtlinge in Prien ein, die jetzt vom Helferkreis in Eigenregie betreut würden. Daher habe sie nun mehr Zeit für die Senioren- und Behindertenarbeit.

Bach präsentierte die Planungen für eine neue Jugendherberge an der Osternacher Straße, die in der öffentlichen Sitzung vorgestellt worden waren, und unterstrich, dass der alte Standort viel besser sei und mit 5500 Quadratmetern bei einer höheren Bebauung auch wirtschaftlich zu nutzen. Die Fläche zwischen dem Bolzplatz und der Osternacher Straße sei ein sensibler Bereich und der „Erdweg“, ein Kiesweg in der Verlängerung der Carl-Braun- bis zur Osternacher Straße, werde von vielen Bürgern genutzt. Zudem befürchten die BfP Bach zufolge, dass eine weitere Bebauung in diesem Bereich nach der Realisierung der Jugendherberge nicht auszuschließen sei.

Dr. Wolfgang Holzer zeigte sich sichtlich verärgert über den Umgangsstil bei der Sitzung, bei der er als Zuhörer anwesend gewesen sei. „Das war von Anfang an eine Inszenierung“. Von einer dreijährigen „Leidenszeit“ zu sprechen, sei eine „unpassende Sentimentalität“ und die Wortmeldungen „habe ich als gesteuert empfunden“. Holzer zeigte sich empört über den Umgang des Bürgermeisters mit BfP-Gemeinderat Tobias Ihm (wir berichteten). Jürgen Seifert hatte Ihm ermahnt, weil der Informationen aus nichtöffentlicher Sitzung öffentlich genannt habe.

„Das ist jetzt nicht Thema“, so Ihms sachlicher Kommentar, doch die „zwingende Notwendigkeit, unbedingt da hin zu bauen, sehe ich nicht“.

Bei der Neuwahl wurde Bach als Vorsitzender bestätigt, Dr. Holzer ist sein Stellvertreter, Schatzmeisterin bleibt Marion Hengstebeck. daa

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