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„Unsere Schule ist gut aufgestellt“

An der Franziska-Hager-Schule Prien: „Große Akzeptanz fürs Testen“

Für einen Laien ist der ausgearbeitete Stundenplan der Franziska-Hager-Mittelschule ein kompliziertes Werk; für Rektor Marcus Hübl (rechts) und Konrektor Wolfgang Hutzler ein roter Faden durch die Schulwoche.
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Für einen Laien ist der ausgearbeitete Stundenplan der Franziska-Hager-Mittelschule ein kompliziertes Werk; für Rektor Marcus Hübl (rechts) und Konrektor Wolfgang Hutzler ein roter Faden durch die Schulwoche.
  • Ulrich Nathen-Berger
    VonUlrich Nathen-Berger
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Prien –Marcus Hübl, Schulleiter der Franziska-Hager-Mittelschule Prien sieht wie sein Konrektor Wolfgang Hutzler der ministeriellen Vorgabe nach Präsenzunterricht im ganzen Schuljahr gelassen entgegen, wie sie im Interview mit den OVB Heimatzeitungen versichern. Ihr Tenor: „Unsere Schule ist gut aufgestellt.“

Wie bewerten Sie als Schulleiter diese Forderung mit Ihrer Corona-Erfahrung aus den vergangenen 15 Monaten?

Marcus Hübl: Ich glaube, dass wir mit den Vorgaben geimpft oder genesen und dem Testkonzept tatsächlich den Präsenzunterricht durchkriegen. Nach den Erfahrungen aus dem letzten Schuljahr werden die Schüler die Testungen erneut zu 99 Prozent akzeptieren. Es ist eine Maßnahme, die die Sicherheit in der Schule erhöht.

Wie sieht das die Lehrerschaft?

Wolfgang Hutzler: Genau so. Es gibt eine große Akzeptanz im Kollegium in punkto Testen, alle sind froh, dass die Schüler das so mitmachen und somit Präsenzunterricht möglich wird.

Welche Reaktionen haben Sie diesbezüglich von den Eltern bekommen?

Hübl: Es gibt eine kleine Handvoll, die haben ihre Kinder beurlauben lassen. Diese Kinder versuchen wir, so gut wie möglich im Distanzunterricht zu beschulen. Allerdings sind wir mit der Anzahl der Lehrer kapazitätsmäßig an der Grenze. Eine Klasse zu betreuen und gleichzeitig Schüler im Distanzunterricht – diesen Spagat kriegen wir definitiv so nicht hin. Den Eltern, die sich den Testungen ihrer Kinder verweigern, muss bewusst sein, dass es - wenn ihre Kinder nicht in die Schule kommen und somit keine Leistungsnachweise schreiben können – keine Benotung für sie gibt, keine Zeugnisse und eventuell keinen Abschluss. Diese Verantwortung können wir ihnen nicht abnehmen. Aber ich hoffe, dass wir einige von ihnen überzeugen können, anders zu entscheiden.

Hutzler: Es gibt Eltern, die beim Impfen einen Gruppenzwang befürchten, nach dem Motto, „wenn drei Viertel der Kinder geimpft werden, muss mein Kind das auch machen lassen“. Das ist ausgeschlossen, erklärt auch das Gesundheitsamt.

Welche Sorgen bereiten ihnen mit Blick auf Corona-Infektionen die Urlaubsrückkehrer?

Hübl: Das ist tatsächlich eine spannende Situation: Ich kann definitiv nicht abschätzen, was passieren wird. Mit dem Konzept, drei Mal pro Woche auf Corona zu testen hoffen wir, dass wir an unserer Schule schnell diejenigen herausfiltern können, die infiziert sind. Auch zur Sicherheit der anderen.

Hutzler: Der Vorteil für uns ist, dass die Fünftklässler das Prozedere schon aus der vierten Klasse kennen. Wichtig ist, dass diese Testungen von den Kolleginnen und Kollegen behutsam gemacht werden, die uns dann aber auch die Sicherheit geben.

Welche Erfahrung haben Sie an der Schule mit Lernrückständen gemacht?

Hutzler: Ich hatte im vergangenen Schuljahr eine Abschlussklasse, die als erste nach der Distanzunterrichts-Zeit ins Schulhaus zurückgekommen ist. Es stellte sich heraus, dass die meisten Schülerinnen und Schüler während dieser Zeit relativ fleißig waren. Wir haben ihnen deshalb schwerpunktmäßig den Stoff angeboten, der für die Abschlussprüfungen wichtig ist. Die Ergebnisse der Prüfungen waren im Vergleich zu früheren Jahren keinesfalls schlechter. Im Gegenteil, wir hatten vergleichsmäßig mehr Schüler, die den Quali geschafft haben. Wir haben dokumentiert, welche Jahrgangsstufen die Unterrichtsinhalte nicht geschafft haben. Bei der Durchschau wurde mir deutlich, dass nicht viel auf der Strecke geblieben ist. Denn vorab waren Entscheidungen getroffen worden, ob zum Beispiel die Schmetterlinge nochmals thematisiert werden müssen oder besser die Schwerpunkte auf Mathematik, Englisch oder Deutsch gelegt werden.

Hübl: Entscheidend ist doch, dort anzuknüpfen, wo die Schüler aktuell stehen, und nicht automatisch im Lehrplan einfach weiterzumachen. Das heißt, den Lernstand abzuklopfen und gegebenenfalls den Vorjahres-Stoff der Jahrgangsstufe nochmals zum Thema machen. An der Mittelschule haben wir die Freiheiten, durch die Schwerpunktsetzungen die Lücken zu schließen.

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