Entscheidung gefallen

Am Rathaus in Bernau soll bald Trinkwasser sprudeln: Gemeinderat beschließt Brunnen

Der Vorplatz des Bernauer Rathauses wirkt noch recht steril, wenn nicht gerade Donnerstag und Wochenmarkt ist. Ein Trinkbrunnen soll das ändern.
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Der Vorplatz des Bernauer Rathauses wirkt noch recht steril, wenn nicht gerade Donnerstag und Wochenmarkt ist. Ein Trinkbrunnen soll das ändern.
  • vonElisabeth Kirchner
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Mit zwei Gegenstimmen haben die Gemeinderäte in ihrer jüngsten Sitzung für einen Trinkwasserbrunnen beim Rathaus gestimmt. Wenn die Angebote vorliegen und die Kosten feststehen, soll auch der genau Standort festgelegt werden.

Bernau – Im vergangenen Oktober hatte das damalige Gremium, das zum überwiegenden Teil noch mit anderen Kommunalpolitikerin besetzt war, einen Brunnen vor dem Rathaus-Tor noch mit 14 zu drei Stimmen abgelehnt. Im damaligen Antrag der Grünen hatte es unter anderem geheißen, dass der Rathausplatz „attraktiver und anheimelnder“ gestaltet werden müsse.

Gemeinsamer Antrag von einem CSU- und Grünen-Gemeinderat

Gründe für die damalige Ablehnung waren unter anderem der aufwendige Unterhalt, die regelmäßige Kontrolle der Wasserqualität und die Reinigung.

Beinahe exakt ein Jahr später stellten Josef Wörndl (CSU) und Severin Ohlert (Grüne) einen gemeinschaftlichen Antrag zur Errichtung eines Trinkwasserbrunnens auf dem Rathausplatz. Begründet wurde der neuerliche Anlauf vor allem damit, dass Bernau ein Tourismusstandort sein und ein Brunnen „für unsere Bürgerinnen und Bürger eine Trinkgelegenheit unseres wertvollen Bernauer Wassers“ darstelle.

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Trinkwasserbrunnen vor dem Bernauer Rathaus abgelehnt

Laut Gesundheitsamt Rosenheim reiche es vollauf, dass der Trinkbrunnen in regelmäßigen Abständen durch die Putzkolonne im Rathaus geputzt werde. Es gebe auch eine Förderung für die Errichtung öffentlicher Trinkbrunnen durch das Bundesumweltministerium. Ein Trinkbrunnen mit Fußpedalsteuerung koste zwischen 1000 und 1500 Euro. Ohlert präsentierte dafür gleich ein Foto eines potenziellen Trinkbrunnens.

Aufstellung, Anschluss und Arbeitszeit müssten allerdings noch dazugerechnet werden, so der Gemeinderat der Grünen. Mitantragsteller Josef Wörndl ergänzte, dass auch eine Beprobung machbar sei.

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Kein Brunnen vor dem Rathaus-Tore

Sah der ehemalige Vorschlag noch einen Trinkbrunnen mitten auf dem Rathausplatz vor, so soll der Brunnen nach den Vorstellungen der beiden Antragsteller direkt am Rathaus aufgestellt werden. Links vom Eingang sei er gut sichtbar, rechts vom Sitzungssaal seien einige Anschlüsse schon vorhanden. Beide Standorte bedeuteten wenig Aufwand, so Wörndl.

Michaela Leidel (BL) begrüßte den Vorschlag, auch Katrin Hofherr (SPD) befand den Trinkbrunnen eine „gute Idee. Der steht uns gut zu Gesicht“. Sascha Klein (WMG) stieß ins gleiche Horn, meinte aber, dass ein Fußpedal nicht behindertengerecht sei. Alternativ gebe es auch Handhebel, erklärte Ohlert.

Strom- und Kanalanschluss schon vorhanden

Geschäftsleiterin Irmgard Daxlberger erinnerte an die Abstimmung vor einem Jahr. Damals sei der Brunnen unter anderem wegen der Beprobung abgelehnt worden. Dem hielten Wörndl und Ohlert entgegen, dass Strom- und Kanalanschluss bei einem Standort am Rathaus schon vorhanden seien, so dass es keine Extra-Beprobung brauche. Eine Erschließung sei, „kein Problem“.

Bürgermeisterin Irene Biebl-Daiber (CSU) fasste zusammen, dass das Gremium prinzipiell den Vorschlag eines Trinkbrunnens am Rathaus gut heiße. Die Verwaltung werde entsprechende Angebote für einen Brunnen einholen, der entweder am Rathaus oder rechts neben dem Sitzungssaal angelegt werden soll.

Gegen die Stimmen von Stefan Saur (WMG) und Georg Bauer (BL) schlossen sich die übrigen Gemeinderäte diesem Vorschlag an.

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