Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.


Drei bestehende Standorte und ein Neuzuwachs

Im Alter gut versorgt? Landkreis Traunstein plant neue Altersheime

Das Seniorenzentrum in Palling ist im Oktober eröffnet worden. Weitere Kreisaltersheime sind in Planung.
+
Dem im Oktober eröffneten Seniorenzentrum in Palling sollen weitere Standorte folgen.
  • Katrin Langenwalter
    VonKatrin Langenwalter
    schließen

„Es wird immer mehr Menschen geben, die auf Pflege angewiesen sind“– Landrat Siegfried Walch spricht beim Kreistag am Freitag (2.Dezember) die Überalterung unserer Gesellschaft an: immer weniger Menschen können die Pflege ihrer Angehörigen allein stemmen. Werden die Plätze in den Altersheimen reichen?

Traunstein – Eine schwenkbare Badewanne mit Wohlfühlgarantie - Markus Mayr, der Geschäftsführer der Kreisaltersheime kam ins Schwärmen als er im Kreistag vom neu errichteten Seniorenzentrum in Palling berichtete. Er sei schon ein bisschen stolz, dass der Bau so gut gelungen ist. 90 Senioren finden hier seit Oktober einen Betreuungsplatz. Das löst aber nicht das generelle Problem der anwachsenden Zahl von Pflegebedürftigen im Landkreis.

Schwenkbare Badewanne im neu erbauten Seniorenzentrum Palling

Kurzzeitpflege mehr gefragt

Es kann so schnell gehen: Ausgerutscht, Bein gebrochen und bis zur Reha dauert es noch Wochen. Wer kümmert sich dann solange um Oma? Das Thema Kurzzeitpflege sei bisher ein Problem im Landkreis konstatiert Markus Mayer von der Kreisaltersheime GmbH. Nun wird reagiert: In Trostberg soll das bestehende Krankenhaus mit einem Neubau für Kurzzeitpflege ergänzt werden. Die Baugenehmigung erfolge im Dezember, so Mayr. Der Beginn der Bauarbeiten ist für kommenden Sommer geplant.

Hier soll das angrenzende Neubaugebäude des Altersheims Trostberg künftig Patienten zur Kurzzeitpflege aufnehmen können.

Ausbau bestehender Standorte

Die Kreisaltersheime GmbH betreibt derzeit drei Standorte: Grabenstätt, Palling und Trostberg. Als einziger Landkreis in Oberbayern, so der Landrat, würde man mit einer dafür gegründeten Gesellschaft selbst Altersheime betreiben. Man nehme das Thema sehr ernst. Und so wurde neben der Erweiterung des Trostberger Pflegezentrums auch ein Ausbau in Grabenstätt vorgestellt.

Die Kreisaltersheim GmbH konnte hier ein angrenzendes Grundstück erwerben: „Wir beabsichtigen das Bestandsgebäude um einen weiteren Flügel zu erweitern und den Anteil der Einzelzimmer zu erhöhen“. Mayr gab zu bedenken, dass immer mehr Menschen lieber in Einzelzimmern untergebracht werden wollen: Die Aussage „ selbst Ehepaare wollen nicht immer in ein Zimmer“, sorge dann für Schmunzeln im Sitzungssaal des Kreistages.

Einzelzimmer im neu gebauten Seniorenzentrum in Palling.

Zu wenig Plätze im Achental

Vor allem im Achental ist die Lage derzeit noch angespannter: Die Betreiber des bestehenden Altersheims in Unterwössen hätten Markus Mayr über die baldige Schließung informiert. Damit stiege der Bedarf für die umliegenden Gemeinden noch weiter an. Bis 2031 fehlten bereits jetzt laut Berechnung zirka 55 stationäre Pflegeplätze. Um so mehr freue man sich über die Aussicht, selbst ein Pflegeheim in Unterwössen errichten zu können. Ein erster Entwurf auf dem angedachten Grundstück nähe des Kaltenbaches sieht auch eine Tagespflege vor. Insgesamt könnten dann 94 vollstationäre Plätze angeboten werden.

Mögliche Verteilung der Gebäude des geplanten Seniorenzentrums in Unterwössen

Fachkräftemangel auch in der Region ein Problem

Im Kreistag kam von mehreren Seiten die Frage auf, wie die neuen Einrichtungen mit entsprechendem Personal bestückt werden könnten. Der Fachkräftemangel sei, so Mayr, natürlich ein Thema: „ Der Beruf der Pflegefachkraft hat ein Niveau erreicht, das sehr viele Herausforderungen mit sich bringt. Wir versuchen, die Zahl der Auszubildenden zu erhöhen.“ Es sei aber leider so, dass die Qualität der Bewerber nachlasse. Man hoffe, wie derzeit jede Branche, dafür Lösungen zu finden.

Kommentare