Alter Stall in Marquartstein soll weichen: Firma will Betrieb und Wohnungen bauen

Einen Antrag auf Vorbescheid behandelte der Gemeinderat Marquartstein in seiner jüngsten Sitzung. Diesen stellte die Firma Hans-Peter Posch Wasser & Wärme in Süssen.

von Manfred Peter

Marquartstein – Das Unternehmen plant den Abbruch eines landwirtschaftlichen Wirtschaftsteils sowie die Errichtung eines Gewerbebetriebes und von drei Wohneinheiten sowie eines zusätzlichen Nebengebäudes für Pferdehaltung.

Der alte Stall ist in schlechtem Zustand

Wie Michael Groß von der Bauverwaltung ausführte, soll die alte Stallung wegen der schlechten Bausubstanz abgebrochen werden. Hier entstehen dann im Erdgeschoss die Betriebsräume und im Ober- und Dachgeschoss die Wohnungen. Die neuen Gebäude für die Stallungen sind auf der anderen Straßenseite geplant.

Gewerbe- und Wohngebäude fügt sich in die Umgebung ein

Bürgermeister Andreas Scheck (BfM) meinte, dass es grundsätzlich im Interesse der Gemeinde sei, solche landwirtschaftlichen Anwesen zu erhalten. Aus seiner Sicht sollte das Vorhaben unterstützt werden. Das Gewerbe- und Wohngebäude fügt sich laut Entwicklungssatzung in die Umgebungsbebauung ein. Dies sei auch bei einer Aufstockung des Bauernhauses um 90 Zentimeter gegeben, meinte Scheck. Das Wirtschaftsgebäude mit den neuen Stallungen müssten getrennt gesehen werden. Sie würden im Außenbereich liegen und seien privilegiert.

Gemeinderat befürwortet den Antrag einstimmig

Laut dem Bürgermeister handelt es sich zudem um einen ortsansässigen Betrieb, der sich positiv entwickelt habe. Gemeinderat Klaus Hell (BfM) sah es als begrüßenswert an, wenn die landwirtschaftliche Nutzung erhalten werde. Für Franz Aigner (BfM) ist es ein zukunftsorientiertes Vorhaben mit einem Fortbestand der Landwirtschaft, einhergehend mit der Flächenpflege und der Schaffung von Wohnraum. Gemeinderätin Maria Bauer (CSU) sieht in der Planung alle Anforderungen wie die optische Gestaltung oder die touristischen Belange gelöst. Der Meinung waren wohl alle anderen Gemeinderatsmitglieder ebenfalls, da sie den Antrag einstimmig befürworteten.

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