Alpenverein Traunstein ehrt Mitglieder für jahrzehntelangen Einsatz

Ehrenmitglied Wolf-Dietrich Amberger übernahm vor 40 Jahren die Planung der Umbauten der Hütte. Peter
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Ehrenmitglied Wolf-Dietrich Amberger übernahm vor 40 Jahren die Planung der Umbauten der Hütte. Peter

Wolf-Dietrich Amberger, Anton Angerer und Sigmund Schneeweis betreuen Bau, Renovierung und Technik der Hütten im Kreis Traunstein.

Traunstein – Bei der 151. Jahresversammlung der Sektion Traunstein des Deutschen Alpenvereins bedankte sich der Vorsitzende Alfhart Amberger zunächst. Damit ein so großer Verein erfolgreich arbeiten könne, seien viele Leute wie die Mitarbeiter der Stadt und der verschiedenen Behörden, die Mitarbeitern in der Sektion bis hin zur Bundeswehr und nicht zuletzt die Bergwacht erforderlich. Amberger verwies stolz auf den Mitgliederzuwachs, der im vergangenen Jahr bei 320 und 2020 bisher bei 289 liegt. Der Verein hat gesamt über 7600 Mitglieder.

Fast drei Jahrzehnte Hüttenreferent

Anton Angerer, Sigmund Schneeweis und Wolf-Dietrich Amberger zu Ehrenmitgliedern der DAV Sektion Traunstein benannt. Die Würdigung von Angerer und Schneeweis übernahm Amberger. Angerer war bereits 1967 bei der Renovierung der Alten Traunsteiner Hütte dabei sowie bei den Umbaumaßnahmen der Neuen Traunsteiner Hütte von 1978 bis 1982. Bis 1985 fungierte er als örtlicher Bauleiter beim Umbau der Winklmooshütte und fast drei Jahrzehnte als Hüttenreferent. Schneeweis hatte die Traunsteiner Hütte in technischer Hinsicht mehr als 40 Jahre umfassend betreut und stand bei Notfällen wie Geräteausfällen in kürzester Zeit zur Hilfe bereit. Die Ehrung von Wolf-Dietrich Amberger übernahm der Zweite Vorsitzende Hans Gfaller. Der Geehrte half ab 1978 bei der Renovierung der damals rund 40 Jahre alten Neuen Traunsteiner Hütte. Er erfasste den Baubestand, arbeitete die Pläne aus, machte die Eingaben und erwirkte die Baugenehmigungen. Außerdem motivierte er Baufirmen dort oben zu arbeiten.

Neue Kletteranlage

Nach knapp drei Jahrzehnten wurde Fritz Petermüller als Referent für die Öffentlichkeitsarbeit mit einer Ehrengabe verabschiedet. Zweite Bürgermeisterin Burgi Mörtl-Körner, die seit weit über 30 Jahren Mitglied im Deutschen Alpenverein ist, sprach darüber, dass die Berge durch Corona eine enorme Bedeutung erhalten hätten und jetzt durch die Situation oft überlaufen wären. Es tue der Seele gut, wenn Menschen in die Berge gehen würden. Wie es die Bergwelt vertragen werde, werde sich in den nächsten Jahren zeigen.

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Amberger führte in seinem Bericht aus, dass die Arbeiten auf den Hütten in den letzten Jahren schwerpunktmäßig auf dem Brandschutz und der Schaffung erforderlicher Fluchtwege lägen. Die Planung für die neue Kletteranlage wurden fortgeführt, nachdem die Arbeiten an den Hütten abgeschlossen waren.

Weitere ehrenamtliche Mitarbeiter wären gesucht, so Amberger. Dazu stellte er die neue Jugendleiterin Hanna Perl und den Jugendleiter in Spe Sebastian Maier vor. Letzterer kann wegen den Corona-Beschränkungen den Abschlusskurs erst im November besuchen.

Schatzmeister Bernhard Kraus berichtete über die solide finanzielle Basis der Sektion. Trotzdem sei eine Beitragserhöhung erforderlich. Die Mehrbelastungen belaufen sich je nach Mitgliedschaft auf jährlich von zwei bis 15 Euro. Über den Stand der Renovierung der Alten Traunsteiner Hütte auf der Reiteralpe gab Franz Mittermaier Auskunft. Nachdem die Hütte in ein Projekt über Photovoltaikanlagen von Professor Frank Buttinger und Dozent Peter Viehhauser der Technischen Hochschule Rosenheim gekommen sei, könne nun die Stromversorgung durch eine Solaranlage, mit Arbeitsleistung der Jugendmannschaft, in einem verträglichen Rahmen umgesetzt und abgeschlossen werden.

Planungen für die Kletterhalle

Die Planungen für die Erweiterung der Kletteranlage um einen weiteren Turm mit 26 neuen Linien und einer Kletterfläche von 430 Quadratmetern mit Umkleideräumen ist nach Tom Fröhlich nun in der Phase der Förderanträge.

Der stellvertretende Ausbildungsleiter Franz Mittermaier und Martin Überegger, Einsatzleiter der Bergwacht Traunstein, verwiesen auf den hohen Stellenwert der Kletteranlage für die effektive Ausbildung der Bergwacht. mp

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Ehrenmitglied Anton Angerer war 1967 bei Renovierungsarbeiten der Hütte und 30 Jahre Hüttenreferent.

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