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„Alpen Clean Up Days“ im Chiemgau

Große Aktion: Müll raus aus den Alpen und vom Chiemseestrand

Papierfetzen, Flaschen, Plastik - wer offenen Auges durch die Natur geht, findet jede Menge Dinge, die nicht dorthin gehören.
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Papierfetzen, Flaschen, Plastik - wer offenen Auges durch die Natur geht, findet jede Menge Dinge, die nicht dorthin gehören.
  • Tanja Weichold
    VonTanja Weichold
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Einheimische wie Touristen lieben die Chiemgauer Bergwelt und den Chiemsee. Leider sammelt sich immer wieder Unrat in freier Natur an. Dem wollen die Macher der „Chiemgauer Alpen Clean Up Days“ etwas entgegen setzen – verbunden mit einem Naturerlebnis.

Grassau/Übersee/Chiemgau – Freiwillige Helfer wollen ein Wochenende lang so viel Müll wie möglich in der Natur einsammeln. Der 32-jährige Grassauer Dominik Hartmann richtet die Müllsammelaktion in Partnerschaft mit der Allgäuer Initiative „Patron Plasticfree Peaks“ aus. Die Veranstaltung findet am Samstag, 21., und Sonntag, 22. August, statt und ist für alle Interessierten offen.

Eigentlich wollte Hartmann schon im vergangenen Jahr in Übersee erstmalig ein Chiemgau Outdoor-Festival veranstalten. Damals machte der Corona-Lockdown einen kompletten Strich durch die Rechnung, auch heuer sind die Auflagen in Bayern noch sehr hoch, berichtet er im Gespräch mit der Chiemgau-Zeitung. „Die erste Veranstaltung wollen wir so umsetzen, dass sie für Gäste und Aussteller in unserem Sinne stattfinden kann.“

Statt Festival im Dienst der Umwelt

Als Alternative stellt er das geplante Festival-Wochenende nun in den Dienst der guten Sache. Die Macher von Patron Plasticfree Peaks kennt er von seiner Studienzeit aus Innsbruck, nun holt er die Veranstaltung in den Chiemgau. „Ich bin hier aufgewachsen, bin viel unterwegs gewesen und komme immer wieder gerne in meine Heimat zurück“, erzählt der Grassauer.

Vor drei Jahren berichteten die OVB-Heimatzeitungen zum Beispiel über seine 21.000 Kilometer lange Fahrt mit dem Camper von Deutschland nach und durch Kirgistan. Er und seine Reisepartnerin verzichteten auf Komfort, lernten Länder, ihre Menschen und vor allem beeindruckende Landschaften kennen.

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Mit der Müllsammelaktion im Chiemgau bezwecke er, dass Menschen in Corona-konformen Kleingruppen gemeinsam unterwegs sind und bei der Gelegenheit Müll am Berg oder am Chiemseeufer einsammeln.

20 Menschen wollen mit aufgeräumt

„Die Problematik mit Müll besteht nicht nur in anderen Ländern, sondern auch bei uns“, sagt er. Allerdings betont er, dass er nicht von einem schmutzigen Chiemgau sprechen wolle. Das Bewusstsein für eine intakte und saubere Natur habe sich seit den 60er Jahren wesentlich verbessert. Wer offenen Auges durch die Landschaft geht weiß, dass trotzdem mancher Müll liegenbleibt. Und genau von diesem Unrat will Hartmann die Chiemgauer Landschaft mit seiner Aktion befreien.

Dominik Hartmann.

Die Anmeldungen erfolgen online. 20 Personen haben sich laut Hartmann für die Chiemgau Clean Up Days bereits angemeldet. Wer Inspiration für seine Tour sucht, kann sich zum Beispiel über den Link auf der Seite des Chiemgau Tourismus Vereins informieren.

Teilnehmer werden mit Zange und Mülltüte auf den Weg geschickt

Auf der Patron-Internetseite gibt es auch Informationen zu häufig gestellten Fragen, darunter, welchen Müll die Teilnehmer sammeln sollen. Hier folgt der Hinweis, dass prinzipiell alles, was anorganisch und herrenlos ist sowie offensichtlich nicht in die Natur gehört, mitgenommen werden solle. Ist so viel Müll da, dass man ihn kaum mehr tragen kann, sollen an Ort und Stelle Fotos gemacht, die GPS-Daten des Ablageortes erfasst und alles der zuständigen Gemeinde gemeldet werden.

Samstag und Sonntag stehen ab 8 Uhr drei Stellen zur Verfügung, an denen die Teilnehmer Zange, Mülltüte und als Dankeschön ein kleines Paket erhalten. Die Hauptausgabestelle ist auf dem Festivalgelände am Almfischer 3 in Übersee, dort ist Hartmann mit seinen Helfern persönlich anwesend. Eine weitere Ausgabestelle ist an beiden Tagen noch beim Gasthaus Parker am Wössner See und außerdem eine am Samstagvormittag bei der Achtal-Tourist-Info in Unterwössen.

Gemütlicher Ausklang am Lagerfeuer

„Der gesammelte Müll kann an beiden Tagen in Übersee wieder abgegeben oder daheim entsorgt werden“, informiert Hartmann. Für die Teilnehmer ist nicht nur ein gutes Gewissen der Dank für die Teilnahme, denn sie können auch etwas gewinnen. Wer möchte, kann sich in Übersee am Samstagabend mit selbst mitgebrachtem Grillfleisch noch mit ans Lagerfeuer setzen, wo es laut Hartmann einen gemütlichen Ausklang geben wird, jedoch keine Party, wie er betont, obwohl für Getränke und Musik gesorgt sein wird.

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