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FREIEN WÄHLER GRABENSTÄTT

Ämtertausch an der Spitze

Ämter-Rochadean der Spitze der Freien Wähler Grabenstätt: Der bisherige Zweite Vorsitzende Andreas Danzer (rechts) wurde zum Vorsitzenden gewählt. Sein Stellvertreter ist in den kommenden drei Jahren der bisherige Ortsvorsitzende Stefan Hartmann (links). mmü
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Ämter-Rochadean der Spitze der Freien Wähler Grabenstätt: Der bisherige Zweite Vorsitzende Andreas Danzer (rechts) wurde zum Vorsitzenden gewählt. Sein Stellvertreter ist in den kommenden drei Jahren der bisherige Ortsvorsitzende Stefan Hartmann (links). mmü

Andreas Danzer ist der neue Vorsitzende der Freien Wähler Grabenstätt. Der bisherige Zweite Vorsitzende wurde einstimmig an die Spitze des Ortsverbandes gewählt. Sein Vorgänger Stefan Hartmann hatte aus beruflichen Gründen nicht mehr für eine zweite Amtszeit kandidiert, bleibt der Vorstandschaft aber als Zweiter Vorsitzender erhalten.

Grabenstätt– „Es waren drei schöne, relativ ruhige Jahre, ich bedanke mich für das Vertrauen und bitte um Verständnis für meine Entscheidung“, betonte Hartmann in der Jahreshauptversammlung im „Grabenstätter Hof“ und versprach, sich weiterhin zu engagieren. Sein Nachfolger Danzer, der auch FW/UW-Kreisvorsitzender, Dritter stellvertretender Landrat, Kreisrat und Gemeinderat ist, hofft, mit einer starken Liste in die Kommunalwahlen 2020 zu gehen. „Die Bürger müssen eine breite Auswahl haben, damit sie die Leute, die sie für befähigt halten, auch in den Gemeinderat hineinwählen können“, so Danzer.

In ihren Ämtern bestätigt wurden Schriftführer Ottmar Brandl und Kassier Andreas Lukas. Lukas kündigte vor seiner Wahl an, dass er für eine unabhängige Wählervereinigung für den Bezirkstag kandidieren wolle. Zu Beisitzern bestimmte man Ingrid Holzner, Christian Maurer und Webmaster Claus Arnold. Ehrenvorsitzender und Wahlleiter Anton Mayrhofer zeigte sich überzeugt, dass es gut weitergehen werde.

Die drei Gemeinderatsmitglieder hätten an einer Vielzahl von Gemeinderats- und Ausschusssitzungen mit einer noch viel größeren Zahl an Beschlüssen teilgenommen, lobte Hartmann in seinem Rechenschaftsbericht. Andreas Lukas und Andreas Danzer hätten in den Bürgerinformationsveranstaltungen regelmäßig davon berichtet. Wichtige Themen seien nach wie vor die Trinkwasserversorgung in Marwang und das dazugehörige laufende Verfahren zur Schutzgebietsausweisung, der Mobilfunkmast in der Nickelbergstraße, zu dem ebenfalls ein Verfahren laufe, das Einheimischenprojekt an der Erlstätter Straße, das gemeindliche Hochwasserschutzkonzept und die Erweiterungsbaumaßnahmen in der gemeindlichen Kindertageseinrichtung in Erlstätt und im Pfarrkindergarten in Grabenstätt.

Hartmann dankte den ehrenamtlichen Helfern, die die Integration der Flüchtlinge und Asylsuchenden unterstützen. In Grabenstätt sollen heuer bereits wieder private Unterkünfte aufgelöst werden. Die Entscheidung, die Bürgerinformationsveranstaltungen im Schnitt nur noch alle zwei, drei Monate auszurichten, habe sich bewährt, so Hartmann. Heuer finden sie am 22. Februar, 26. April, 26. Juli und 29. November, jeweils ab 19.30 Uhr im „Grabenstätter Hof“ statt. Ein Glanzlicht sei der letztjährige Besuch der Biogas-Anlage von Bauernobmann Johannes Wimmer gewesen. Der FW-Ortsverband, so informierte er, hatte zu Jahresbeginn 72 Mitglieder. Von einem erfreulichen Plus berichtete Kassier Andreas Lukas. Danzer warb für das geplante Volksbegehren der Freien Wähler in Bayern zur Abschaffung der Straßenausbaubeitragssatzung, für das derzeit im Landkreis Unterschriftenlisten umgehen.

Was das Einheimischenmodell anbelange, müsse man sich mit dem neuen EU-Recht auseinandersetzen, wonach jeder die Möglichkeit habe, sich zu bewerben, so Danzer. Mit Blick auf das angedachte Baugebiet an der Erlstätter Straße meinte er, „sind wir guter Dinge, dass wir das heuer hinbekommen“. Es gebe genügend Anfragen nach Baugrund.

Christian Maurer beschwerte sich, dass in der Gemeinde zu wenig für junge Familien getan werde. Mit Verweis auf die „hervorragend ausgestatteten Kindergärten und Grundschule“ widersprach Danzer dem; Handlungsbedarf sehe er da nur beim Baugrund. Auch das Thema sozialer Wohnraum werde die Gemeinde noch beschäftigen. Im Sinne der Ortsplanung habe er aber „ein Problem damit, einen Wohnblock in eine Wohnsiedlung bauen zu lassen“, gab Danzer zu bedenken.

Kritisch sieht Danzer die angedachte Kiesabgrabungsfläche bei Brodeich, die zuletzt im Bauausschuss behandelt worden war. Die Anwohner müssten ab dem Frühjahr mit bis zu 15 Jahren „Lärm, Dreck, Staub und wenig Sicht“ rechnen. Ein Dorn im Auge ist den Freien Wählern auch die Kostenexplosion bei der geplanten Erweiterung des Gemeindekindergartens.

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