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„Graz‘n Nanni“ feiert Hunderter

Älteste Bürgerin Schlechings: „Ich leb halt mit Gottesglauben“

Sie feierte in Schleching ihren 100. Geburtstag: Anna Schwaiger freut sich über den Besuch von Bürgermeister Josef Loferer (links) und Pfarrer Martin Straßer.
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Sie feierte in Schleching ihren 100. Geburtstag: Anna Schwaiger freut sich über den Besuch von Bürgermeister Josef Loferer (links) und Pfarrer Martin Straßer.
  • VonSybilla Wunderlich
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Im Kreis ihrer Familie hat Anna Schwaiger in Schleching ihren 100. Geburtstag gefeiert. Die Graz’n Nanni, wie sie im Ort genannt wird, ist die älteste Bürgerin der Gemeinde.

Schleching – Bürgermeister Josef Loferer und Pfarrer Martin Straßer gratulierten im Namen der weltlichen und kirchlichen Gemeinde und überbrachten Geschenke. Sie saßen beisammen und der Bürgermeister und die Graz’n Nanni erinnerten sich an gemeinsame Erlebnisse. Auf die Frage, wann sie besonders Freude am Leben hatte, war die lachende Antwort: „Beim Theaterspielen.“ Das war eine ihrer Passionen, das Spielen auf der Schlechinger Theaterbühne.

Im Dorf für die Caritas gesammelt

Dem Pfarrer erzählte die Jubilarin, dass sie 27 Jahre lang bis ins 85. Lebensjahr im Dorf für die Caritas gesammelt habe. Straßer: „Da hast Du sehr viel Gutes getan.“

Beliebt ist die Nanni unter anderem auch bei ihren Enkeln. „Die Oma ist immer für mich da, sie hat einen guten Humor und ist geistig ganz fit“, freute sich Enkel Hubert aus der Schweiz. „Die Oma nimmt an allem regen Anteil, ist interessiert am Dorfgeschehen und hat noch viele Kontakte besonders auch zu jüngeren Leuten – und sie weiß alles“, ergänzte Enkelin Hilde begeistert.

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Geboren wurde Anna Schwaiger in Staudach, sie lebt seit 70 Jahren in Schleching. Hier hat sie ihren Mann kennengelernt und geheiratet. Sie hat eine Tochter und ist stolz auf inzwischen drei Enkelkinder, fünf Urenkel und drei Ururenkel.

Ihr Mann verstarb 1985 und so lebt Anna Schwaiger bis heute allein in einer eigenen Wohnung und versorgt sich – mit Unterstützung – selbst. Sie fühle sich noch ganz fit, allein die schwindende Sehkraft und auch das Gehör machen ihr Probleme, wie sie den OVB-Heimatzeitungen erklärte. Bis vor zehn Jahren sei sie noch mit dem Radl gefahren, „wobei es mich ein paar Mal geschmissen hat“. Da hätten ihr die drei Enkel geraten, es lieber zu lassen.

Nur einmal richtig krank

Richtig krank war sie nur einmal, erinnerte sich die Jubilarin. Vor 60 Jahren, als sie mit Nierenversagen ins Krankenhaus gebracht wurde. „Da dachte ich schon, dass meine letzte Stunde geschlagen hat.“ Aber sie habe sich nach 14 Wochen in der Klinik in Traunstein wieder vollständig erholt.

Befragt nach einem Rat für solch ein langes und zufriedenes Leben kam die schnelle Antwort: „Ich leb‘ halt mit Gottesglauben“.

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