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Adelheid Meirer verlässt Wössner Regenbogen nach 26 Jahren

Die neue Führungsmannschaft des Wössner Regenbogens gruppiert sich um die scheidende Vorsitzende Adelheid Meirer (Mitte). Die Geschicke lenken jetzt (von links) die Zweite Vorsitzende Luisa Neubert, Kassiererin Constanze Lüssow, Schriftführerin Cordula Gronemann und die neue Vorsitzende, Alexandra Degener.
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Die neue Führungsmannschaft des Wössner Regenbogens gruppiert sich um die scheidende Vorsitzende Adelheid Meirer (Mitte). Die Geschicke lenken jetzt (von links) die Zweite Vorsitzende Luisa Neubert, Kassiererin Constanze Lüssow, Schriftführerin Cordula Gronemann und die neue Vorsitzende, Alexandra Degener.
  • VonLudwig Flug
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Unterwössen. – Nach jahrelangen Versuchen, den Vorsitz im Wössner Regenbogen abzugeben, hört Adelheid Meirer mit jetzt 74 Jahren auf.

Mit einer Feier innerhalb der Jahresversammlung verbeugte sich der Regenbogen vor der geborenen Gütersloherin.

Älteren Gemeinderäten blieb die Sitzung 1996 unvergessen, als die Diplom-Sozialpädagogin Meirer mit 40 Unterwössner Frauen die Zuhörerplätze in der Rathaussitzung mit ihrem Antrag auf Unterstützung für die Projektidee des Wössner Regenbogens belegte.

Wie Bürgermeister Ludwig Entfellner zugab, glaubte er damals nicht an die Idee. Er und die Gemeinderäte wollten dem guten Willen der Frauen aber nicht entgegenstehen. Sie gaben grünes Licht. So gründete sich der Regenbogen 1996, nachdem es ein Jahr zuvor 40 Kindergartenplätze zu wenig gegeben hatte. Er schloss die Lücke zwischen dem kircheneigenen Kindergarten und dem darüber hinaus gehenden Bedarf an Betreuungsplätzen.

Der Verein deckt ein Spektrum an Flohmärkten, Kursen, Netzwerkplattformen, Ferienprogrammen, Jugendtreffs, Kinderangeboten, Mittagsbetreuung, Seniorenangeboten sowie Gewandladen ab und ist Träger der offenen Ganztagsschule. Bis zuletzt sprudelnder Ideenbrunnen in neuen Projekten blieb die Vorsitzende. „Es hat sich eben eins nach dem anderen ergeben. Ich konnte mir den Luxus leisten, das alles ehrenamtlich zu tun“, so Meirer.

Rednerin Kathrin Grander überreichte Meirer 40 Zertifikate für ihre Tätigkeitsfelder, von der Betreuerin von sechs Enkeln über Antragsausfüllerin, Aufräumerin, offenes Ohr, Organisatorin, beste Dazwischen-Funkerin, beste Kummernummer bis zum großen Herz.

Ein Lobwort von der Gemeinde habe Meirer nicht gewollt, so der Rathauschef. Zwischen ihrer früheren Position als junge Zugereiste, die mit ihren Ideen häufig aneckte, zur heutigen Ehrenbürgerin in der Gemeinde, was vor ihr allein Monsignore Niegel schaffte, liegt eine einmalige Lebensleistung, findet der Bürgermeister. Sie ist Trägerin der Bezirksmedaille des Bezirks Oberbayern und der Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland. Nachfolgerinnen stellen sich die Frage: „Wer soll das so weiter machen?“ Die Antwort liege auf der Hand, so Grander: „So wie du es gemacht hast, kann es keiner“. Die Lösung biete eine der Devisen Meirers: „Das muss man mal anders machen.“

Zum Abschied schenkte Meirer allen Mitgliedern und Mitarbeiterinnen eine gemeinsame Floßfahrt auf der Alz.

lfl

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