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Mobiler Auto-Prüfdienst

Großer Andrang beim ADAC-Fahrzeugcheck in Grassau: Kleinen und großen Mängeln auf der Spur

Kleine Mängel beim Oldtimer: Wolf Kutzbach ist froh, dass diese entdeckt wurden.
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Kleine Mängel beim Oldtimer: Wolf Kutzbach ist froh, dass diese entdeckt wurden.
  • VonTamara Eder
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Der mobile Prüfdienst des ADAC bot vor kurzem zwei Tage lang in Grassau einen kostenlosen Fahrzeugcheck an. Diesen nutzten viele Autofahrer – aus den unterschiedlichsten Beweggründen.

Grassau – „Alles in Ordnung. Die Ergebnisse der Prüfung liegen auf dem Armaturenbrett“, ruft Service-Techniker Christian Fendt dem wartendem Autobesitzer zu. Nur zu gerne würden alle Autobesitzer diese Aussage vom ihm bekommen. Bereits kurz nach Öffnung des Prüfdienstes des ADAC Südbayern bildete sich eine Warteschlange. Kurz vor geplanten Urlaubsreisen soll das Auto nochmals getestet werden. Bei anderen Autofahrern steht bald ein TÜV Termin ins Haus,

Check vom Federbein bis zum Motor

Fendt ist ganz in seinem Element, wenn er die Fahrzeuge in Empfang nimmt und in die große, gelbe Prüfhalle fährt. Zunächst überprüft er die Bremsleistung der Fahrzeuge, dann, ob Stoßdämpfer und Federbeine ordentlich funktionieren. Akribisch sucht er nach Mängeln. Das Auto wird mittels der Hebebühne nach oben gehievt. So hat der Techniker einen perfekten Blick auf Unterboden, Bremsanlage und den Motor.

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Manch Autobesitzer schaut angespannt zu. Wahl-Grassauerin Renate Koch aus München ließ ihren kleinen VW durchchecken. „Ich hab den Prüfdienst gesehen und nützte diese Gelegenheit“, sagt sie gegenüber der Chiemgau-Zeitung. Doch gleich kommt die Entwarnung. Laut Techniker fehlt nichts.

Schon rollt das nächste Fahrzeug auf die Auffahrrampe zu. Dieses Mal soll ein Oldtimer geprüft werden, es ist eine Isabella von Borgward, Jahrgang 1958. Vor zwei Jahren war Besitzer Wolf Kutzbach auch da.

In der Wasserpumpe des Oldtimers ist ein Riss

„Ich fahre dieses Borgward Coupé bereits seit elf Jahren. Nur bei gutem Wetter, dafür Sommer wie Winter wird es ausgeführt. Schließlich ist es ein Fahrzeug und kein Stehzeug“, sagt der stolze Besitzer. Viele Oldtimer Ausfahrten hat er mit seiner schönen Dame bereits unternommen, die Isabella ließ ihn nie im Stich. Vielleicht liegt’s an der guten Wartung.

Bei der Untersuchung wurde Fendt leider fündig. Die Bremsen müssen repariert werden, in der Wasserpumpe ist ein Riss. Dies hätte zu einem großen Schaden am Motor führen können. „Ich bin richtig froh für die guten Hinweise und werde sofort die Werkstatt aufsuchen“, sagt Kutzbach.

Rost an den Bremsscheiben

Keinen Oldtimer, dafür einen 19-jährigen Ford Fiesta mit rund 200 000 Kilometern auf der Uhr ließ das Ehepaar Helbring testen. Das Fahrzeug befindet sich zwar noch in einem außergewöhnlich guten Zustand, allerdings entdeckte der Servicetechniker Rost an den Bremsscheiben.

Schließlich wurde noch ein Tesla Model S geprüft, hier gab es jedoch nichts zu beanstanden – außer, dass der Tesla zuerst nicht mehr fahren wollte, weil der Eigentümer den Schlüssel in seiner Hosentasche hatte.

Wartungsintervalle werden später länger

Fast jedes zweite Fahrzeug weise unerkannte Mängel auf, informierte der Servicetechniker im Gespräch mit der Chiemgau-Zeitung. Die Wartungsintervalle würden bei älteren Fahrzeugen oft nicht mehr eingehalten. „Wir wollen, dass alle sicher auf den Straßen unterwegs sind. Hierfür ist vor allem die Bremsanlage wichtig. Aber auch die Stoßdämpfer und Federbeine wirken sich auf die Bremskraft des Fahrzeugs aus“, informiert er.

„Die meisten Fahrzeuglenker sind dankbar, auch wenn so manches Mal Fehler aufgedeckt werden“, sagt Fendt. Denn oftmals könne mit der Diagnose ein kapitaler Schaden verhindert werden. Viel Zeit zum Reden bleibt nicht, denn das nächste Fahrzeug wartet bereits auf den Check.

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