Achte Kneipp-Woche in Prien: Kaltes Wasser, Marsch!

Kaltes Wasser dient der Gesundheit, wusste Pfarrer Sebastian Kneipp. Im Kneipp-Kurgarten in Prien kann man wie diese Besucher der letztjährigen Kneipp-Woche die Wirkung von Wassertreten selbst ausprobieren. Hötzelsperger
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Kaltes Wasser dient der Gesundheit, wusste Pfarrer Sebastian Kneipp. Im Kneipp-Kurgarten in Prien kann man wie diese Besucher der letztjährigen Kneipp-Woche die Wirkung von Wassertreten selbst ausprobieren. Hötzelsperger

Kühles Nass für ein langes Leben – Prien ist seit 60 Jahren Kneipp-Kurort

Prien – 1960 erhielt die Marktgemeinde Prien das Prädikat „Kneipp-Kurort“. Diese Auszeichnung war und ist auch heute noch einzigartig für einen oberbayerischen Tourismusort. Mit dazu beigetragen hat damals der am 27. Januar 1954 ins Leben gerufene Kneipp-Verein Prien. Gründungsziel war, „Menschen zu erreichen und glücklich zu machen“, wie es heißt. Dieses Anliegen gilt auch heute noch, gerade in Corona-Zeiten und ganz besonders für die aktuelle und inzwischen achte Priener Kneipp-Woche, die am Sonntag, 13. September, beginnt.

Fünf Säulen für die Gesundheit

„Während der Kneipp-Woche erleben die Teilnehmer die jahrhundertealte Gesundheits-Philosophie von Pfarrer Kneipp neu interpretiert.“ Mit diesem Hinweis lädt Andrea Hübner, Geschäftsführerin der Prien Marketing GmbH, zur Kneipp-Woche ein und fügt hinzu: „Die Lehre von Sebastian Kneipp beruht auf den fünf Säulen Bewegung, Wasser, Pflanzen, Balance und Ernährung. Und für all diese Bereiche kann Prien viel bieten. Die Kneipp-Woche soll von dieser Vielfalt zeugen und für die persönliche Lebensführung dienlich sein“. Hauptpartner für die Durchführung ist der Priener Kneippverein, der bereits im Gründungsjahr in Zusammenarbeit mit der Markgemeinde eine erste Tret- und Armbecken-Anlage anlegte. Eine wechselvolle Geschichte erlebte Kneippen in Prien unter den bisherigen Vereinsvorsitzenden Paul Schober, Gertrud Braun, Erwin Mrotzek, Ludwig Schiele, Hugo Leikermoser, Gretl Häringer und Dr. Karl-Heiz Jochum.

Möglich trotz Corona

2017 wurde erstmalig ein Teamvorstand gegründet, um die vielfältigen Aufgaben und Verantwortlichkeiten für rund 200 Veranstaltungen im Jahr auf mehrere Schultern zu verteilen: Christiane Möhner zusammen mit Ana Wäsler, Hilla Waltenbauer, Wolfgang Agurks, Ulrike Agurks-Thielmann, Silvia Bauer, Gaby Rau und Christa Lucas. Möhner, Mitglied im Team-Vorstand freut sich, dass die achte Priener Kneipp-Woche trotz Corona-Einschränkungen möglich ist: „Wie heilsam sich die über 100 Jahre alte Philosophie des landläufig auch als „Wasserdoktor“ bekannten Pfarrer Kneipp auf die Gesundheit und das Wohlbefinden auswirkt, können alle Besucher in dieser Woche am eigenen Leib erfahren.“ Wert werde darauf gelegt, dass das altbewährte und ganzheitliche Fünf-Säulen-Konzept verknüpft werde mit neuen Erkenntnissen aus der Ernährungswissenschaft und der Psychologie. Das Programm läuft ab sofort bis 20. September.

Kneippen, walken und genießen

Es reicht von Gymnastik, über Linedance, kneippen und frühstücken am See, einer Nordic-Walking-Tour bis hin zu einem Salbenseminar. Zudem haben Besucher die Möglichkeit, ihren-Energie-Fluss im Körper mit QiGong-Übungen zu harmonisieren und zu regulieren.

Bei allen Angeboten wird darauf geachtet, dass die aktuellen Corona-Auflagen Anwendung finden.

Weitere Infos und eine Broschüre zur Kneipp-Woche gibt es im Tourismusbüro Prien unter Telefon 08051/69050 oder per E-Mail an info@tourismus.prien.de sowie auf den Websiten des Priener Tourismusbüros und des Kneippvereins. hoe

Mit QiGong-Übungen am See können Teilnehmer der Kneipp-Woche den Energiefluss in ihrem Körper harmonisieren. Heuer finden sie unter besonderen Hygienemaßnahmen statt.

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