Acht Staatspreisträger unter den Absolventen

Oberbürgermeister Christian Kegel mit den glücklichen Staatspreisträgern (von links) Josef Abler, Florian Lenz, Carlotta Böhme, Josef Konhäuser, Elisabeth Schulze, Lukas Moltke, Maximilian Märkl, Simon Maier und Wolfgang Kurfer. Peter

„Demokratie braucht starke Herzen, Ihre starken Herzen“, betonte Schulleiter Wolfgang Kurfer bei der Abschlussfeier der Staatlichen Berufsschule I und sprach dabei die 312 Absolventen direkt an.

Der stellvertretende Landrat Josef Konhäuser gab den jungen Fachkräften die motivierenden Worte des karthagischen Feldherren Hannibal Barkas: „Entweder wir finden einen Weg oder wir machen einen Weg“ als Motto für ihre Zukunft, aber auch als Lob für den starken Willen, der für den erfolgreichen Abschluss nötig war, mit auf den Weg.

Insgesamt legten 25 Schüler ihre Prüfungen mit dem Notenschnitt 1,5 und besser ab und erhielten dafür den Staatspreis. Einen Schnitt von 1,0 erreichten Josef Abler, Zerspanungsmechaniker bei Modell- und Formenbau Sepp in Teisendorf, Carlotta Böhme, Hotelfachfrau im Hotel Gut Ising in Übersee, Artur Detlov, Schreiner bei der Schreinerei Brüderl in Traunreut, Florian Lenz, Anlagenmechaniker bei der Tricor AG in Bad Wörishofen, Maximilian Märkl, Schreiner bei der Schreinerei Mittermaier GmbH in Pittenhart, Simon Maier, Zimmerer bei der Zimmerei Bachmann in Schleching, Lukas Moltke, Metallbauer bei der Bender GmbH in Piding, und Elisabeth Schulze, Konditorin bei der Konditorei Vogg in Freilassing.

Projekt:„Auf diese Steinemöchte ich bauen“

Schüler der 13. Klassen gestalteten im Fachbereich Religion und Ethik ein Projekt mit dem Titel „Auf diese Steine möchte ich bauen“, wobei sie ihre Gedanken zu dem Thema ausarbeiteten, berichtete Fachbereichsleiter Franz Deser. Zur Einstimmung der Abschlussfeier trugen Schüler die Ergebnisse des Projekts vor, wobei Familie, gefolgt von Freunde und Beruf als Erstes genannt wurden. Anschließend fielen die Begriffe Heimat, Frieden, Hobbys, Lebensträume, Selbstachtung und Zufriedenheit. Auch die Überwindung zu Neuem, zu hinterfragen und die Zukunft nicht zu fürchten, schienen wichtige Gedanken der Schülerinnen und Schüler zu sein.

Die Wirtschaft im Landkreis könne sich auf ein solides Fundament von Handwerk, Industrie und Tourismus stützen, sagte Konhäuser. Das komme nicht von ungefähr, sondern sei zum großen Teil den Schülerinnen und Schülern zu verdanken, die hier in Traunstein die Berufsschule besucht und ihre Ausbildung abgeschlossen hätten.

Bildung sei die wichtigste Säule zur Sicherung der Zukunft und darum investiere der Landkreis 65 Millionen Euro in den Teilneubau und die Generalsanierung der Berufsschule. Die Planung des Campus Chiemgau sei bereits weit fortgeschritten und es bestände die Möglichkeit, künftig den Studiengang „Digitalisierung und Innovationsmanagement“ zu absolvieren, informierte Konhäuser. Prof. Dr. Franz Fischer von der TH Rosenheim war unter den Ehrengästen der Abschlussfeier.

Die Absolventinnen und Absolventen hätten alle eine Stimme, sagte Kurfer und ermutigte sie, mit dieser die Demokratie zu erhalten und zu stärken. Die Absolventinnen und Absolventen sollten stolz darauf sein, dass sie die letzten, eventuell für den ein oder anderen beschwerlichen, dreieinhalb Jahre so gut bewältigt hätten.

Für vieleLebensbereicheetwas vermittelt

Der stellvertretende Kreishandwerksmeister Thomas Aigner meinte, dass der Besuch der Berufsschule den Zweck habe, das Grundwissen für den Beruf zu erlernen. Er hoffe jedoch, dass die Absolventen für einige andere Lebensbereiche ebenso etwas mitnehmen konnten. Der Vertreter der Schülermitverantwortung, Benjamin Karl, erinnerte daran, dass die Auszubildenden sowie die Lehrer in den letzten dreieinhalb Jahren gemeinsam vieles erlebt und durchgemacht hätten.

Abschließend wünschte der stellvertretende Landrat den frischen Fachkräften alles Gute für ihren weiteren Lebensweg, den sie zielstrebig und mit erhobenem Haupte gehen könnten. mp

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