Acht Köpfe für den Klimaschutz in Marquartstein: Beirat nimmt Arbeit auf

Hinter der Sprecherin Christine Branz und ihrem Stellvertreter Uwe Eidmannn formieren sich die Beiratsmitglieder: (von links) Anke Almanstötter, Christoph Köhler, Elisabeth Albers, Peter Lloyd, Anja Wienbreyer und Stefanie Kümper.
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Hinter der Sprecherin Christine Branz und ihrem Stellvertreter Uwe Eidmannn formieren sich die Beiratsmitglieder: (von links) Anke Almanstötter, Christoph Köhler, Elisabeth Albers, Peter Lloyd, Anja Wienbreyer und Stefanie Kümper.

Umwelt- und Klimaschutz soll auch in Marquartstein besser gefördert werden. Die Gemeinde gründet erstmals einen Beirat, um Bürgerbeteiligung mehr Raum zu geben. Nun fand die konstituierende Sitzung im Rathaus statt.

Marquartstein – Bei einer konstituierenden Sitzung hat der achtköpfige Beirat für Natur- und Klimaschutz seine Arbeit aufgenommen. In Marquartstein nimmt die Gemeinde den zweiten Anlauf zu einem solchen Gremium, nachdem sich in einem früheren Versuch nicht genügend Mitglieder fanden. Bürgermeister Andreas Scheck freut sich darüber: „Die Themen Natur- und Klimaschutz werden immer aktueller.“

Der Bürgermeister führte zu Beginn in die Idee der Marquartsteiner Bürgerbeteiligungssatzung ein und beschrieb sie als eines der Werkzeuge aktiver Bürgerbeteiligung. „Eine gute Möglichkeit für den Bürger, seine Initiative und sein Engagement einzubringen“, sagte Scheck.

Christine Branz ist Vorsitzende

In seinem Themengebiet nimmt der Beirat Anfragen und Anregungen der Bürger auf, bereitet Entscheidungen mit vor und berät Bürger im Themenspektrum Natur- und Klimaschutz. Für die Bewältigung seiner Aufgaben stellt die Gemeinde dem Beirat Werkzeuge zur Verfügung. Der Beirat nutzt die gemeindliche Infrastruktur und ist im Rahmen der Tätigkeit versichert.

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Auf Antrag steht ihm ein Budget zur Verfügung, außerdem kann er Fachleute hinzuziehen. Die Sitzungen des Beirates sind öffentlich. Die Arbeit wird begleitet und dokumentiert von der Koordinierungsstelle im Rathaus.

Acht Mitglieder hatten sich bei der Gemeinde beworben und wurden nun zu Beiratsmitgliedern ernannt. In der konstituierenden Sitzung wählten die Beiratsmitglieder Christine Branz, zweite Konrektorin der Achental-Realschule, zur Sprecherin des Beirates. Als Stellvertreter steht ihr Uwe Eidmann, Planer und Objektüberwacher für Versorgungstechnik, zur Seite. Im Beirat sind außerdem die Werbekauffrau Anke Almanstötter, Rechtsanwalt Peter Lloyd, Diplom-Ökotrophologin und Agrarökonomin Elisabeth Albers, Erzieherin Stefanie Kümper, Psychotherapeutin Anja Wienbreyer und Waldorf-Lehrer Christoph Köhler vertreten.

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Unter Leitung von Christine Branz diskutierte das Gremium, wie und mit welchen Schwerpunkten es an die Arbeit herangehen solle. Christoph Köhler wies auf das Thema Natur- und Klimaschutz in den Bereichen Verkehrsplanung und Energieversorgung hin, um die Gemeinde auf die Folgen des Klimawandels vorzubereiten. So könnten Ortsbegrünung und Flächenentsiegelung in Marquartstein Themen werden, ebenso ein naturschutznaher Tourismus und die Digitalisierung.

Zusammenarbeit im Achental

Elisabeth Albers sah eine Aufgabe, junge Leute für Natur- und Klimaschutz zu gewinnen. Wichtig ist den Beiratsmitgliedern die Bevölkerung zu motivieren und einzubinden. Die Beiratsmitglieder waren sich einig, dass die Zusammenarbeit mit den Nachbargemeinden ein Schlüssel für die Zusammenarbeit sein könnte.

Viele Fragen hatten die neuen Mitglieder an Bürgermeister Scheck und Verwaltungsleiter Florian Stephan hinsichtlich des Rahmens, in dem der Beirat die Aufgaben angehen müsse. Beide bestätigten, dass der Beirat in der Auswahl und Organisation seiner Themen weitestgehend freie Hand habe.

Die Mitglieder bereiten sich nun auf ihre nächste Sitzung am Montag, 14. September, vor. Dort sollen erste Ideen zusammengetragen und diskutiert werden. Eine Frage wird sein, ob man sich einer Initiative zum gesundheitsverträglichen Ausbau des Mobilfunks anschließen werde.

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