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Verein Vision Yamale holt Trainings an den Chiemsee

Acht Afrikaner üben sich in Prien als „Business Man“

Helke Fussell mit den Teilnehmern aus dem englischsprachigen Kurs: Stanley, Suleman, Lucky, Alliton und Collins (von links).
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Helke Fussell mit den Teilnehmern aus dem englischsprachigen Kurs: Stanley, Suleman, Lucky, Alliton und Collins (von links).
  • Tanja Weichold
    VonTanja Weichold
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Acht Afrikaner aus Nigeria, Ghana, Senegal und Guinea Bissau haben vor kurzem in den Räumen der evangelischen Kirchengemeinde Trainings absolviert, wie sie sich in ihrem Heimatland ein Unternehmen aufbauen können.

Prien – Nach Prien geholt hat diese Veranstaltungen Helke Fussell. Sie ist Vorsitzende des Vereins „Vision Yamale“, der sich für Rückkehr- und Aufbauprojekte in Afrika engagiert.

Mit Demba Tounkara kehrt demnächst der dritte afrikanische Flüchtling in seine Heimat zurück, der von Vision Yamale betreut wird (wir berichteten). Er absolvierte bei Elektro Langl in Prien eine Elektroniker-Ausbildung. Fussell verfügt durch ihr Engagement inzwischen über viele Verbindungen, sogar die senegalesische Botschaft habe ihr jüngst die Zusammenarbeit angeboten, berichtet sie den OVB Heimatzeitungen.

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In Kontakt ist sie auch schon seit Längerem mit der Gesellschaft für Internationalle Zusammenarbeit Zusammenarbeit (GIZ) in Bonn, die laut ihrer Internetseite auch mit der deutschen Bundesregierung und Institutionen der Europäischen Union zusammenarbeitet.

Über die GIZ sei der Kontakt zur Sparkassenstiftung in Bonn zustande gekommen, berichtet Fussell. Die wiederum biete in Bayern mit Spenden und Unterstützung des Landesamts für Asyl solche Business-Kurse für Afrikaner an.

Verkaufsstand für Orangensaft als Beispiel

In Prien fanden zwei Workshops statt, einer in englischer und einer in französischer Sprache. Die Teilnehmer kamen laut Fussell aus dem Landkreis Rosenheim, einer sogar aus Moosburg. „Am Beispiel eines Verkaufsstandes für Orangensaft haben die sie mit Unterstützung vieler Videosequenzen gelernt, wie man ein Unternehmen gründet“, so Fussell. Dazu gehörten Themen wie Startkapital, Preisgestaltung und Investitionen. „Da kamen dann auch unerwartete Dinge, zum Beispiel wenn der Lieferant eine Kiste verfaulter Orangen geliefert hat, oder dass der Hygieneinspektor vorbeischaut und man investieren muss, um Standards einzuhalten“, erzählt Fussell.

Die Referenten aus Nordrhein-Westfalen und Saarbrücken hätten die Beispiele ganz nah an der afrikanischen Lebensrealität ausgerichtet. Die Teilnehmer hätten „mit Hingabe und Freude mitgemacht“ und viel gelernt. Am Ende gab es für alle ein Zertifikat.

Umgang mit Geld gelernt

Das grundsätzliche wirtschaftliche Verständnis, das die Teilnehmer erworben hätten, könnten sie unabhängig von ihren Zukunftsplänen in jedem Fall brauchen. „Sie haben gelernt, wie man mit Geld umgeht, um sich etwas aufzubauen“, so Fussell. Außerdem stellten sich die Caritas-Rückkehrberatung aus Mühldorf und das Berufliche Fortbildungszentrum der Bayerischen Wirtschaft (bfz) München mit ihren Angeboten vor. Auch Demba Tounkare hat kurz vor seiner bevorstehenden Rückkehr am Training teilgenommen, berichtet Fussell: „Er konnte das Erlernte sofort umsetzen und hat seiner Frau im Senegal ein Buchhaltungssystem für ihren Laden übermittelt, zu dem er durch den Kurs inspiriert wurde.

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