Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.


Tourismus in der Region

Achentaler Ferienanbieter setzen vermehrt auf digitale Buchung: Mit jedem Monat bessere Zahlen

Blick ins Achental vom Breitenstein in Schleching.
+
Blick ins Achental vom Breitenstein in Schleching.
  • Elisabeth Sennhenn
    VonElisabeth Sennhenn
    schließen

Elisabeth Keihl vom Achental Tourismus sieht eine spürbare Erholung am regionalen Markt und prognostiziert eine starke Nachfrage für den Herbst. Zugleich setzen immer mehr Anbieter auf digitale Buchung. Einer, der den Umstieg gewagt hat, ist Florian Lesmeister. Er berichtet von seinen Erfahrungen.

Unterwössen – Der Tourismus im Achental zieht deutlich an. Ein Trend, der in ganz Bayern spürbar ist. Nach Angaben des Bayerischen Landesamtes für Statistik stehen die Zeichen für den Tourismus im Freistaat deutlich auf Erholung.

Elisabeth Keihl, erste Vorsitzende des Achental Tourismus ist zuversichtlich gestimmt: Ohne mögliche neue pandemiebedingte Einschränkungen hätten die heimischen Betriebe „berechtigte Chancen, langsam wieder an Boden zu gewinnen und das zweite Halbjahr 2021 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum positiv abzuschließen.“

Die Gäste bleiben länger

Insgesamt wurden in Bayern im Juni rund 1,9 Millionen Gästeankünfte (+10,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat) und rund 6,2 Millionen Übernachtungen (+14,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat) gemeldet. Allerdings liegt das erste Halbjahr mit einem Minus von 51 Prozent bei den Gästeankünften und einem Minus von 37,7 Prozent bei den Übernachtungen noch deutlich unter dem Niveau des Vorjahres. Die Entwicklung für Bayern spiegelt sich auch im Achental wider.

„Angesichts der positiven Prognosen für den Herbst und Winter sind wir durchaus optimistisch, dass sich die Vorjahreszahlen bei den Übernachtungs- und Gästezahlen trotz des fünfmonatigen Lockdowns noch erreichen lassen“, so Elisabeth Keihl. Besonders erfreulich sei die Entwicklung bei der Aufenthaltsdauer: „Unsere Gäste bleiben länger bei uns.“

Lesen Sie auch: Archivarin Martina Höhne im Interview: Das Gedächtnis des Achentals

Nach ihren Worten hat die Region erneut vom veränderten Reiseverhalten durch die Pandemie und dem Trend zum Urlaub im eigenen Land profitieren können. „2021 wird in die Geschichte des Tourismus in Oberbayern und des Achentals als Reisejahr eingehen, in dem wir besonders viele Gäste begrüßen durften, die ihren Urlaub erstmals bei uns verbracht haben. Wir hatten einen sensationellen Sommer“, ist Keihls Fazit, „im August konnten wir sogar mehr Gäste und Übernachtungen verzeichnen als im Vorjahr und sogar im August 2019. Und nach den ersten Rückmeldungen unserer Gastgeber haben wir beste Aussichten, diese neuen Gäste auch für einen Aufenthalt im kommenden Jahr begeistern zu können.“

Nichts investiert

Nach Angaben von Elisabeth Keihl laufen die Anfragen für den Herbst gegenwärtig auf Hochtouren: „Wir beobachten stärker denn je, dass die Anfragen und Buchungen immer kurzfristiger und online getätigt werden. Dieser Trend wird durch die Pandemie noch einmal beschleunigt.“ Online buchbare Gastgeber profitierten von der Sichtbarkeit auf den verschiedenen Buchungskanälen. „Mehr denn je“ appelliere sie vor diesem Hintergrund an die Betreiber von Ferienwohnungen und Pensionen, ihren Gästen digitalen Buchungen zu ermöglichen und weist darauf hin, dass der Verband dabei auch behilflich sein kann.

Einer, der von diesem kostenfreien Angebot Gebrauch gemacht hat, ist Florian Lesmeister aus Unterwössen. Mit seiner Frau vermietet er sieben Ferienwohnungen im „Haus am Balzberg“. Dieses haben die Lesmeisters von einem Vorbesitzer übernommen, der noch kein digitales Buchungssystem hatte: „Auch bei uns reservieren viele ältere und Stammgäste noch telefonisch, aber für uns als Vermieter bedeutet das auch mehr Aufwand. Digitale Buchung dagegen schafft Transparenz, sorgt etwa für lückenlose Buchungsübergänge“, berichtet Lesmeister.

Lesen Sie auch: 750 Kilometer anstrengender Spaß: Mountainbiker kommen im Chiemgau voll auf ihre Kosten

Er habe dafür nichts investieren müssen. Achental Tourismus stelle den Anbietern ein System zur Verfügung, das Lesmeister in seine Website einfügen konnte. „Dafür wird dann pro Buchung eine eher symbolische Provision von einem Euro fällig, bei anderen Ferien-Onlineportalen können das schon mal zehn bis 15 Prozent sein, was letztlich auf den Gast umgelegt wird.“

Mehr Buchungen von jungen Familien

Vom regionalen Buchungssystem profitieren also alle, vom Anbieter über den Urlauber. Freilich ist Lesmeister auch auf einschlägigen Ferienportalen vertreten, aber das lokale Angebot hat ihn besonders überzeugt: „Wir erhalten jetzt mehr Buchungen von jungen Familien, welche die digitale Abwicklung praktisch finden.“

Dafür würden wiederum andere die ausgiebige persönliche Ansprache vermissen. Die gibt es bei den Lesmeisters schon auch, „aber da wir noch berufstätig sind, müssen wir unsere Zeit und Kraft gut einteilen.“

Mehr zum Thema

Kommentare