Für 2,1 Millionen Euro

Nach eineinhalb Jahren: Achental-Realschule in Marquartstein ist energetisch saniert

Die Bauarbeiten zur kompletten energetischen Sanierung eines großen Teils der Achental-Realschule mit neuer Fassade an der Lanzinger Straße sind abgeschlossen.
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Die Bauarbeiten zur kompletten energetischen Sanierung eines großen Teils der Achental-Realschule mit neuer Fassade an der Lanzinger Straße sind abgeschlossen.
  • vonChristiane Giesen
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Abgesehen von der Wiederbegrünung der Außenflächen ist die energetische Sanierung des alten Teils der Achental-Realschule nach eineinhalbjähriger Bauzeit nun abgeschlossen. Die Gesamtkosten liegen bei 2,1 Millionen Euro.

Marquartstein – Im Juni 2019 begannen die Sanierungsarbeiten am gesamten Verwaltungstrakt mit Direktorat, Lehrerzimmern, Verwaltung und Unterrichtsräumen. Neben dem ursprünglichen, schon als alte Volksschule bestehenden ältesten Teil des Schulensembles ist dieser Trakt der älteste aus den Anfangsjahren der Realschule 1982/83.

Alte Fenster ließen sich kaum öffnen

Zu Beginn des Schuljahres 2019 hatte der damalige Schulleiter Günther Miller im Gespräch mit unserer Zeitung erklärt, dass es für ihn ein siebenjähriges Ringen gewesen sei, die kostenaufwändige Sanierung des dreistöckigen Teils der Schule durchzusetzen.

Besonders im Sommer und morgens waren die Fenster in alten Holzrahmen oft ein Problem, da sie sich zum Teil kaum mehr öffnen ließen. In den Pfingstferien rückten dann die Bagger an und legten vom Schulhof aus das Untergeschoß des Verwaltungstraktes von der bisherigen Holzverschalung frei, sodass die völlig neue Kellerdämmung eingebaut werden konnte.

Juristisches Vorspiel mit Fassadenfirma aus Rheinland-Pfalz

In den Sommerferien konnten die rund 50 neuen Fenster mit Dreifachverglasung und zwei große Türelemente eingebaut werden. Ebenso fanden in dieser Zeit die übrigen lärmintensiven Bauarbeiten statt. Einen unerwarteten ärgerlichen Baustopp gab es im Herbst, weil die verpflichtete Firma für die Aluco-Fassade aus Rheinland-Pfalz nicht lieferte, wie Architektin Gerti Leitenbacher aus Traunstein und Schulleiter Christian Thoma im Gespräch mit unserer Zeitung berichteten.

Nach wochenlangem Stillstand und juristischer Klärung mussten die Arbeiten für die Fassade neu ausgeschrieben werden, was insgesamt bis zur Fertigstellung eine Verzögerung um fast ein Jahr bedeutete. Insgesamt haben rund 25 Firmen, meist solche aus der näheren Umgebung bei den Bauarbeiten mitgewirkt, „was dank der hervorragenden Organisation durch das leitende Architekturbüro reibungslos geklappt hat“, sagt der Schulleiter.

Bronzene Metallicfassade verändert Farbe nach Lichteinfall

Inzwischen ist die Fassade aus Aluco – Platten in bronzenem Metallicfarbton fertig, dessen Farbe verändert sich je nach Lichteinfall. Die Fassade passt so optisch zu den Holzteilen des jüngeren Trakts der Schule und entspricht mit ihrem mineralischen Dämmstoff den Förderrichtlinien. In die Fassade, in einer Art Loggia, integriert, ist die Fluchttreppe, die vorher außen frei angebracht war. „Die Fassade ist zeitgemäß modern, aber nicht hypermodern“, freut sich Schulleiter Christian Thoma. Dennoch traditionell und regional sei sie ein schönes Aushängeschild für die Achental-Realschule. Angebracht wird nahe dem Eingang noch ein 1,5 Meter mal 1 Meter großes Schulschild.

Fenster lassen sich zum Stoßlüften öffnen

Alle Fenster mit anthrazitfarbenen Rahmen in dem großen Schultrakt lassen sich öffnen, was zum „Stoßlüften“ in Corona-Zeiten besonders wichtig ist. Außerdem gibt es eine zentral gesteuerte, motorische Öffnung der Fenster morgens oder am Wochenende. Im Zuge der energetischen Sanierung wurden die Dachziegel erneuert und auf beiden Seiten des Daches eine große Photovoltaik-Anlage mit Stromspeicher und einer Leistung von 34.000 Kilowatt Stunden/Jahr zum Eigenverbrauch angebracht. Vorgeschrieben waren auch umfangreiche Brandschutzmaßnahmen nach einem komplett überarbeiteten Konzept.

Von 2,1 Millionen Euro Gesamtkosten zahl der Landkreis Traunstein 750.000 Euro

Wie auf Nachfrage die Pressestelle des Landratsamtes informierte, liegen die Gesamtkosten für die Baumaßnahme bei rund 2,1 Millionen Euro. Dabei beträgt die Förderung durch den Sanierungstopf des Kommunalen Invest- und Förderprogramms (KIP-S-Programm) 600.000 Euro und für Brandschutz und Verkabelung noch mal 750.000 Euro. Für den Einbau einer LED-Beleuchtung erhält der Landkreis Traunstein zusätzlich 7000 Euro. Der Eigenanteil des Landkreises liegt bei etwa 750.000 Euro.

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