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TOURISMUS IM CHIEMGAU

Achental-Gemeinden setzen ihre Hoffnung auf kommende Reise-Saison

Für Gäste wie für Einheimische ist der Ausflug zum Hochgernhaus ein Klassiker, hier beim Abstieg.
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Für Gäste wie für Einheimische ist der Ausflug zum Hochgernhaus ein Klassiker, hier beim Abstieg.
  • VonLudwig Flug
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Der Tourismusverband hat die Region Achental zur Marke gemacht – nun fehlen nur noch die Gäste. Eine neue Reisestatistik macht den Gastgebern dabei Mut: Sie zeigt unter anderem, dass das Achental von der Reislust der Deutschen profitieren kann.

Unterwössen – „Bedingt zuversichtlich“ sieht Elisabeth Keihl in die diesjährige Tourismus-Saison im Achental. Die Vorsitzende des Achental Tourismus stützte sich in der jüngsten Sitzung des Tourismusbeirates auf die gerade erschienene Reiseanalyse 2021 unter 10 000 Befragten und die derzeitige Buchungssituation im Achental.

Der Tourismusbeirat setzt sich aus Gastgebern und Dienstleistern in der Gemeinden Schleching, Unterwössen, Marquartstein und Staudach-Egerndach zusammen und bündelt deren Fachwissen.

Achental profitiert von der Reiselust

Vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie belege die aktuell erschienene „Reiseanalyse“ der Forschungsgemeinschaft Urlaub und Reisen den Rückgang an Reisen im Jahr 2020. Zugleich beschreibe sie das Urlaubsland Bayern als Top-Reiseziel, zeigte Elisabeth Keihl auf.

Die Statistik deckt sich mit ihren Wahrnehmungen: „Wann immer die Leute 2020 reisen durften, profitierten wir gut davon.“ Sobald das Reisen heuer wieder möglich werde, gehöre das Achental zu den gefragten Zielen. Umfragen bestätigten dies: 49 Prozent der Bundesbürger sind demnach gewiss, in den Urlaub fahren zu wollen. Keihl vermutet, dass die Reisenden vermehrt in Deutschland bleiben.

Gute Buchungslage für den August

Sie ist deshalb zuversichtlich und sieht sich bestätigt: „Für den August sehen wir schon eine ganz gute Buchungslage.“

Zudem sieht Keihl, dass die Online-Buchungen „verhältnismäßig stark zunehmen“.

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Der Markenprozess der Marke Achental sei derweil abgeschlossen. Die ursprüngliche Vision aus dem Masterplan 2016 wurde 2020 erweitert: Demnach sieht sich das Achental als „qualitativ führend bei alpinen Sport-, Aktivitäts- und Mobilitätsangeboten, sowie eine naturnahe Region mit lebendiger Kultur und hoher Lebensqualität für Einheimische und Gäste.“

Verhalten der Gäste im Blick

Drei Zielgruppen hätten sich laut Keihl herauskristallisiert: Die Stammgäste sowie Familien, die Reisen besonders über das Internet planen. Neu in den Überlegungen ist die Zielgruppe der gut situierten Paare, die auf ein gehobenes Angebot und Wellness setzen. „Da sind wir noch nicht optimal aufgestellt“, so Keihl.

Andreas Scheck, Bürgermeister von Marquartstein und Vorsitzender des Verwaltungsrates im Achental Tourismus, zog nach Keihls Bericht ein Resümee: „Das Dargestellte zeigt, dass wir schon sehr aktiv sind. In den Gemeinden sind wir zufrieden, welche Wege unser gemeinsames Unternehmen geht.“

In einer anschließenden Diskussion ging es um die Frage des Verhaltens der Gäste im Achental. Themen wie das Parken an den Wanderparkplätzen, das Verhältnis zwischen Wanderern und Mountainbikern, die Rücksichtslosigkeit gegenüber Natur, Almbauern und Vieh kamen zur Sprache.

Übernutzung vermeiden

Andreas Scheck sah, dass da nicht nur die Rede von Gästen, sondern auch von Einheimischen ist: „Wir glauben, dass Spiegelregeln wichtig sind. An manchen Stellen möchten wir gezielte Angebote schaffen, um eine Übernutzung an anderen Stellen zu vermeiden.“ Keihl beschrieb diese Idee am Beispiel der Beschilderung für Mountainbiker.

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Ziel sei, das umfangreiche Wegenetz für Mountainbiker darzustellen und übersichtlich auszuweisen. Die Schilder hielten die Nutzer an, die vorgeschlagenen Wege und Verhalten zu befolgen. In ähnliche Richtung geht ein Projekt zur digitalen Besucherlenkung.

Mit dieser Idee beteilige sich der Achental Tourismus gerade über das Ökomodell Achental an einem Wettbewerb. Die erste Phase sei schon bewältigt. Jetzt, in der zweiten Phase, erhalte das Ökomodell fachliche Unterstützung dabei, seine Idee zu konkretisieren.

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