Abschied von Pfarrer Dr. Manuél Ceglarek

Mit seiner letzten Predigt richtete sich Pfarrer Dr. Manuél Ceglarek an die evangelisch-lutherische Kirchengemeinde Traunstein.
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Mit seiner letzten Predigt richtete sich Pfarrer Dr. Manuél Ceglarek an die evangelisch-lutherische Kirchengemeinde Traunstein.

Traunstein – Nach fünfeinhalbjähriger Tätigkeit wurde Pfarrer Dr.

Manuél Ceglarek mit seiner Familie bei einem Festgottesdienst in der evangelischen Auferstehungskirche von Dekan Peter Bertram verabschiedet. Pfarrer Ceglarek tritt nun eine Stelle als Dekan für den Dekanatsbezirk Bayreuth-Bad Berneck an und kommt auf die erste Pfarrstelle in Bad Berneck.

Pfarrer Ceglarek meinte in seiner letzten Predigt, der Wechsel tue der Traunsteiner Kirchengemeinde gut, denn sie habe richtiges Potenzial. Sie stehe dafür, was Kirche sei: Leere Räume wollten befüllt werden, erklärte er mit Blick auf die Bautätigkeit neben der Kirche. Dekan Bertram bezeichnete Ceglarek als „kantigen Typ“, der klar „ja“ und „nein“ sage, aber auch Freude am Diskurs habe. In einer Kirchengemeinde mit komplexer Gemengelage habe er seine Freude an Leitung, Organisation und Wirtschaftlichkeit, aber auch die Möglichkeit gehabt, Neues zu erleben sowie sich mit Herz und Verstand zu engagieren. Ferner habe er sich als Mitglied des Dekanatsausschusses im Dekanat eingebracht und sich mit Leidenschaft der Jugendarbeit gewidmet.

Oberbürgermeister Dr. Christian Hümmer betonte, dass er sich mit Pfarrer Ceglarek gut verstanden habe. Bei Auseinandersetzungen sei es diesem nicht darum gegangen, recht zu haben, sondern gute Lösungen zu finden. Er habe seine Tätigkeit nicht als „Job“ verstanden, sondern als Dienst, der den Menschen gelte. Der katholische Dekan und Stadtpfarrer Georg Lindl erklärte, das Thema „Bauen“ begleite Ceglarek bis zum Schluss. Aber wie so oft, plane der eine, aber ein anderer vollende das Bauwerk. Ceglarek habe Spuren hinterlassen. Die Kirche müsse die Räume nicht nur zur Verfügung stellen, sondern auch beleben. Mit der evangelischen Kirche habe Pfarrer Lindl ein gutes Miteinander erlebt. Pfarrer Ceglarek habe sich gut eingefügt.

Für seinen Religionsunterricht in der Grundschule Haslach bedankte sich Schulleiterin Karin Scholz-Lehrberger auch im Namen ihrer Kollegen. Ceglarek habe das Schulleben bereichert. Besonders seine Geschichten hätten einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Auf die enge Zusammenarbeit wies Robert Münderlein vom Diakonischen Werk hin. Ceglarek habe immer die Menschen und das Miteinander im Herzen gehabt. Münderlein wünschte, dass sich Ceglarek die wahren Schätze der Kirche bewahre: die armen und bedürftigen Menschen.

Wie Diakon Bernd Rohrbach von der evangelischen Dekanatsjugend unterstrich, fungierte Ceglarek mit Leidenschaft als Dekanatsjugendpfarrer. Er habe das Leitbild der Jugendarbeit mitgestaltet. bjr

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