Abschied mitten in den Ferien für Grabenstätter Grundschulrektorin Josephine Brunnhuber

Unter Applaus wurde die langjährige Rektorin der Grundschule Grabenstätt Josephine Brunnhuber in der jüngsten Gemeinderatssitzung von Bürgermeister Gerhard Wirnshofer verabschiedet.
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Unter Applaus wurde die langjährige Rektorin der Grundschule Grabenstätt Josephine Brunnhuber in der jüngsten Gemeinderatssitzung von Bürgermeister Gerhard Wirnshofer verabschiedet.

Josephine Brunnhuber verlässt die Grundschule Grabenstätt und tritt eine Stelle in Ruhpolding an. Nun wurde sie offiziell verabschiedet. Sie blickt auf eine erfolgreiche Zeit zurück.

Grabenstätt– Viel wurde in den letzten Wochen spekuliert, nun ist es amtlich: Die langjährige Rektorin Josephine Brunnhuber (47) verlässt die Grundschule Grabenstätt. Ab dem kommenden Schuljahr wird sie die Geschicke der größeren Grund- und Mittelschule Ruhpolding lenken, deren Schulleiterin Dr. Lydia Großpietsch in den Ruhestand verabschiedet worden ist.

„Josephine Brunnhuber hat unsere Schule neun Jahre lang in hervorragender Weise geleitet und auch weit über die Gemeindegrenzen hinaus bekanntgemacht“, sagte Bürgermeister Gerhard Wirnshofer in der Gemeinderatssitzung. Er lobte ihr Engagement und ihren großen Einsatz. Für die Zukunft wünschte er ihr unter Applaus alles Gute.

Mit Dialekt zum Bundespräsidenten

Brunnhuber war in Grabenstätt zunächst ab 2005 Lehrerin, bis sie 2011 (nach einem Jahr Elternzeit) Schulleiterin wurde. Höhepunkte seien ihren ersten Jahren als Rektorin die Einweihung der Turn- und Mehrzweckhalle Grabenstätt 2013 und das vom Wertebündnis MundART WERTvoll geförderte, 2015 erfolgreich uraufgeführte Musical „Schuihofgschroa“ gewesen.

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Der damalige Ministerpräsident Horst Seehofer lud einige Schüler und Lehrer als Anerkennung zu einem Festakt anlässlich der Gründung der Stiftung „Wertebündnis Bayern“ nach München ein. Große Freude hatte Brunnhuber auch an der boarischen Kinderoper „Die kleine Zauberflöte“ in 2017.

Ehrung im Schloss Bellevue

Wenig später wurde Brunnhubers bürgerschaftliches Engagement von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier beim Bürgerfest im Schlosspark Bellevue in Berlin gewürdigt. Sie vertrat damals das Wertebündnisprojekt der Bayerischen Staatsregierung „MundART WERTvoll“, das Kindern den bayerischen Dialekt nahebringt.

„Die jährlichen Schulfeste mit Beiträgen aller Klassen waren mir immer sehr wichtig“, sagte Brunnhuber. Ebenso ein Förderverein, den die Grundschule 2016 bekam. Unter der Führung der langjährigen Elternbeiratsvorsitzenden und bis heute amtierenden Fördervereinsvorsitzenden Waltraud Hübner seien in den letzten Jahren viele wichtige Anschaffungen getätigt und wertvolle Projekte zum Wohle der ganzen Schulfamilie gefördert worden.

Konstruktive Zusammenarbeit

Die Zusammenarbeit zwischen Förderverein, Elternbeirat und Schulleitung sei auch dank Rektorin Brunnhuber, die der Vorstandschaft kraft ihres Amtes angehörte, stets harmonisch, vertrauensvoll und konstruktiv gelaufen, so Hübner.

Brunnhuber bedauerte, dass Corona dem boarischen Musical „Löwenkini“ einen Strich durch die Rechnung gemacht hatte. Damit wollte die Grundschule heuer an die umjubelten, teilweise preisgekrönten Produktionen vergangener Jahre anknüpfen.

Zum Abschied Musical-Filme

Glücklicherweise habe sich laut Brunnhuber inzwischen eine Alternative gefunden: Zwei aufwendige Musical-Filme drehten die Grundschüler mit zwei Besetzungen. Diese sollen noch in diesem Sommer fertig werden und dann in der Turnhalle Grabenstätt oder im Rahmen eines Open-Air-Kinos gezeigt werden – falls Corona es zulässt. Die DVDs werden aber auf jeden Fall ab September in der Schule erhältlich sein, sagte Brunnhuber.

Brunnhubers Anliegen: Werte vermitteln

„Wichtig war mir immer ein humorvoller und wertschätzender Umgang mit den Kindern, Eltern und Kollegen, stets mit einem gemeinsamen klaren Ziel vor Augen“, so Brunnhuber. Kinder und Eltern sollten sich gerne an die gemeinsame Zeit an der Grundschule Grabenstätt erinnern und mindestens an ein herausragendes Erlebnis, das bleibe. Sie habe stets versucht, die Talente der Kinder zu erkennen und zu fördern. Der 47-jährigen Erlstätterin sei es ein Anliegen gewesen, ihre Schule durch Echtheit, Gerechtigkeit und Empathie zu prägen.

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