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AUS DEM MARKTGEMEINDERAT

Abriss der Tennishallen: Kommt ein Neubau für Sportvereine in Grassau?

Die Tennishallen stehen neben dem neuen Gewerbegebiet inmitten des Mischgebiets. Während die vorderen beiden Gebäude abgebrochen werden sollen, soll die hintere Halle generalsaniert werden und dem Tennissport wieder zur Verfügung stehen.
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Die Tennishallen stehen neben dem neuen Gewerbegebiet inmitten des Mischgebiets. Während die vorderen beiden Gebäude abgebrochen werden sollen, soll die hintere Halle generalsaniert werden und dem Tennissport wieder zur Verfügung stehen.
  • VonTamara Eder
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Wohnungen statt Tennishallen möchte ein Bauwerber in Grassau. Zudem ist das Sportlerheim marode. Wie aus dieser Misere eine Chance für Sportler werden kann, diskutierte jüngst der Marktgemeinderat.

Grassau– Der komplette Bereich des Sondergebiets Sportanlagen mit Fußballfeldern, Sportlerheim, Tennisheim und Tennishallen soll neu überplant werden. Hierzu fasste der Marktgemeinderat einstimmig den Aufstellungsbeschluss. Gleichzeitig wurde für das Gebiet eine Veränderungssperre erlassen.

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Wie Bürgermeister Stefan Kattari (SPD) erklärte, sei der unmittelbare Anlass für die Überarbeitung des Bebauungsplanes die Entwicklung bei den Tennishallen. Der Bauwerber will die hintere Tennishalle komplett sanieren und Sanitärräume, Umkleiden und einen Aufenthaltsraum neu anbauen. Zugleich möchte der Bauwerber und Besitzer des Grundstücks samt der Hallen eine Teilung des Grundstücks erreichen und sieht für das straßenzugewandte Grundstück eine Wohnbebauung vor.

Sanierung nötig im Sportlerheim

Die bestehende Tennishalle und Nebengebäude sollen hierfür abgerissen werden. Die neue Wohnbebauung soll von den Ausmaßen geringer als die Tennishalle und die seitliche Wandhöhe niedriger sein.

Großer Sanierungsbedarf bestehe für das Sportlerheim in Brandstätt, so Kattari. Genutzt werde dieses sowohl vom ASV Grassau wie auch von der Mietenkamer Schützengesellschaft. Er verwies auf die Dusche, die nicht mehr der Zeit entsprechen, wie auch auf die teils maroden Leitungen.

Ein Neubau für alle Sportler?

„Es liegt nahe, neben einer Grundsanierung auch über einen Neubau für die beiden Vereine sowie für den benachbarten Tennisclub nachzudenken“, sagte er. Ein Neubau für diese drei Vereine sollte so situiert werden, dass der Blick auf die Tennisplätze und die Fußballplätze frei bleibt. Folglich sei der jetzige Platz des Sportlerheims nicht günstig gelegen.

Gespräche mit Vereinen

Wie der Rathauschef hinzufügte, seien bereits Gespräche mit den Vereinsvorständen geführt worden und die Rückmeldungen sehr positiv. Er schlug vor, das gesamte Areal auch die Außenanlagen neu zu ordnen und zugleich die Asphaltflächen zu reduzieren. Das langfristige Ziel, so Kattari, müsse die Sicherung des ungehinderten Betriebs der Sportanlage sein. Hier spiele die Lage einer Wohnbebauung eine Rolle und die Frage, ob Lärm von den Tennisplätzen als störend bewertet werden können.

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Kattari informierte, dass anstelle der der Straße zugewandten Tennishalle eine Wohnbebauung vorgeschlagen wurde. Ob sich das realisieren lässt, muss geprüft werden. Jedoch habe die Sicherung der Sportanlagen oberste Priorität. „Wichtig ist, das Areal gemeinsam zu entwickeln und mit dem Grundstückseigentümer zu sprechen. Was verhindert werden soll, sind Schnellschüsse“, so Kattari wörtlich.

Offene rechtliche Fragen

Positiv wertete er, dass eine Tennishalle für den Vereinssport bestehen bleiben würde. Doch vorab, so Kattari, müsse die Frage der Grunddienstbarkeit geklärt werden. Vor dem Bau der ersten Tennishalle wurde eine Grunddienstbarkeit eingetragen. Nach dieser dürfen hier nur Sportstätten in erdgeschossiger Bauweise entstehen. Ob dies auch für die Erweiterung und damit für das gesamte Grundstück gilt, muss geprüft werden.

Konflikte mit Anwohnern möglich

Thomas Hofmann (AE) sprach sich gegen eine Wohnbebauung aus, um den Sportbegeisterten maximalen Schutz zu bieten. Seiner Ansicht nach, wird der Sportbetrieb in der hinteren Halle im Wohnbereich immer zu hören sein und so werde es Probleme geben.

„Ziel ist es, nicht etwas zu verhindern, sondern die Planung in geregelte Bahnen zu lenken“, betonte der Rathauschef. Folglich sei die Änderung und Erweiterung des Bebauungsplanes sinnvoll, da damit auch die Planungsziele der Gemeinde realisiert werden können. Eine entsprechende Planung wird nun in Auftrag gegeben. Um für die neue Planung auch ausreichend Zeit zu haben, entschied sich der Rat einstimmig, eine Veränderungssperre für die Dauer von zwei Jahren zu erlassen.

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