Pfarrgemeinden Grabenstätt und Erlstätt organisierten Feier zum Priesterjubiläum ihres ehemaligen Pfarrers Josef Kreuzpointner

Bei Abendspaziergang zur Jubiläumsfeier "entführt"

Grabenstätts Kirchenpfleger Maximilian Wimmer (links) lockte Ruhestandspfarrer Josef Kreuzpointner (rechts) in die Schlechinger Streichenkirche, wo zahlreiche Mitglieder der Pfarreien Grabenstätt und Erlstätt dessen goldenes Priesterjubiläum mit einer Andacht nachfeierten.  Foto Müller
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Grabenstätts Kirchenpfleger Maximilian Wimmer (links) lockte Ruhestandspfarrer Josef Kreuzpointner (rechts) in die Schlechinger Streichenkirche, wo zahlreiche Mitglieder der Pfarreien Grabenstätt und Erlstätt dessen goldenes Priesterjubiläum mit einer Andacht nachfeierten. Foto Müller

Schleching/Grabenstätt - Das goldene Priesterjubiläum von Pfarrer Josef Kreuzpointner feierten unlängst Pfarrgemeinderäte, Kirchenverwaltung sowie etliche Freunde und Mitarbeiter aus dessen früheren Wirkungskreis in Grabenstätt und Erlstätt nach. Die feierliche Zusammenkunft mit Dankandacht sollte eine Überraschung werden und so gelang es dem Grabenstätter Kirchenpfleger Maximilian Wimmer, den seit 2007 in Schleching lebenden Ruhestandspfarrer unter dem Vorwand eines Abendspazierganges in die dortige Streichenkirche zu führen.

Als Kreuzpointner die voll besetzte Kirche nichtsahnend betrat, ertönten zur Begrüßung Harfen- und Ziachklänge. Im ersten Moment glaubte er, einen Gottesdienst übersehen zu haben, doch als er die vielen bekannten Gesichter aus Grabenstätt und Erlstätt erblickte, war er sich schnell über den Hintergrund des feierlichen Empfangs im Klaren.

Uschi Erl, Pastoralreferentin und langjährige berufliche Wegbegleiterin Kreuzpointners, betonte, dass angesichts seines "jugendlichen Aussehens" keiner so wirklich daran gedacht habe, dass dieser nun tatsächlich schon sein 50. Priesterjubiläum begehe. "Kalt erwischt hat es uns", entschuldigte sie sich schmunzelnd.

"Wie kann man denn so ehrlich sein" relativierte Kreuzpointner diese Entschuldigung und erntete dafür Applaus. "Das hätt's doch wirklich nicht gebraucht", schließlich habe man sich in letzter Zeit in Grabenstätt um verschiedene Feiern kümmern müssen, unter anderem um die Gründung des Pfarrverbandes "Hl. Franz von Assisi - Bergen, Erlstätt, Grabenstätt, Vachendorf".

In ihrer Ansprache stellte Erl einen Bezug zu den Lesungstexten her, insbesondere zum heiligen Josef, dem Namenspatron Kreuzpointners, der im Traum von Gott gehört habe, was zu tun sei und dieses auch getan habe, damit Gottes Sohn zur Welt kommen konnte. "Auch Du bist ein Mensch wie Josef, der durchdrungen ist vom Ruf Gottes und der darauf mit seinem eigenen Lied antwortet", betonte Erl und schob hinterher: "Die Melodie Gottes hast du dein ganzes Leben weitergegeben und du hörst diese Melodie, wenn du anderen Menschen zuhörst". Erl wünschte dem Jubilar, dass er aus der Liebe Gottes heraus seine Gottesmelodie noch lange singen könne, zur Freude und Stärkung der ihm anvertrauten Menschen und zur Freude für ihn selbst.

Nach dem Segen gratulierten ihm die Kirchenpfleger Maximilian Wimmer aus Grabenstätt und Robert Muggenhamer aus Erlstätt zum goldenen Priesterjubiläum. Den Glückwünschen schlossen sich die Pfarrgemeinderatsvorsitzenden Franz Kreiler und Bärbel Ruprecht sowie der frühere Grabenstätter Kirchenpfleger Gustl Lex an. Wimmer stellte noch einmal das Wirken Kreuzpointners in den beiden Pfarrgemeinden Grabenstätt und Erlstätt heraus.

Auch Erster Bürgermeister Georg Schützinger gratulierte und erinnerte an die durchwegs konstruktive Zusammenarbeit zwischen Kirche und Gemeinde. Vieles sei mit Pfarrer Kreuzpointner erreicht worden, lobte er und überreichte ihm zu seinem 50. Priesterjubiläum und als Dank für sein fast 18-jähriges Wirken in Grabenstätt den Ehrenkrug der Gemeinde.

Pfarrer Kreuzpointner zeigte sich sichtlich gerührt und hob hervor, dass es für ihn "in Grabenstätt und in Erlstätt eine sehr schöne Zeit war". Von den Pfarrgemeinderäten und der Kirchenverwaltung habe er immer volle Unterstützung erhalten, was ihm die Arbeit sehr erleichtert habe. Einen außerordentlichen Dank sprach er auch an alle ehrenamtlich Tätigen aus und im Besonderen an Pastoralreferentin Erl, die ihn fast 18 Jahre mit voller Kraft unterstützt habe. "Ohne euch wäre die Arbeit in Grabenstätt nur halb so schön gewesen", so Kreuzpointner. Nach der feierlichen Andacht folgte ein gemütliches Beisammensein im Berggasthof "Streichen". Zahlreiche Gäste aus den beiden Pfarrgemeinden Grabenstätt und Erlstätt nutzten dort die Gelegenheit, um dem Jubilar persönlich zu gratulieren. Dabei blieb auch etwas Zeit, um die eine oder andere Geschichte aus der Vergangenheit wieder aufzurollen und in Erinnerungen zu schwelgen. mmü

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