Aus dem Gemeinderat

Abbruch und Neubau an der Ahornstraße in Reit im Winkl

Dieses Haus darf der Eigentümer nach dem Beschluss des Gemeinderats Reit im Winkl abreißen und dafür ein Zweiparteienhaus errichten.
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Dieses Haus darf der Eigentümer nach dem Beschluss des Gemeinderats Reit im Winkl abreißen und dafür ein Zweiparteienhaus errichten.
  • vonJosef Hauser
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Mit einem Antrag auf Abbruch und Neubau eines Zweiparteienhauses auf einem Grundstück an der Ahornstraße hat sich der Gemeinderat Reit im Winkl in seiner jüngsten Sitzung befasst.

Reit im Winkl – Das Gebäude wird abgerissen. Als Ersatz soll ein Zweiparteienhaus mit den Maßen 14 mal elf Meter und einer Wandhöhe von sieben Metern errichtet werden. Südöstlich davon ist eine Garage mit den Maßen neun mal 6,50 Meter und einer Wandhöhe von drei Metern geplant.

Das Grundstück liegt im Geltungsbereich des Bebauungsplans „Reit im Winkl-West“. Die Art und Nutzung ist dort als „Allgemeines Wohngebiet“ mit maximal zwei Wohneinheiten festgesetzt. Überdies befindet es sich im Geltungsbereich der gemeindlichen Fremdenverkehrssatzung gemäß Baugesetzbuch. Daher sind die beiden Wohneinheiten als Erstwohnsitze zu nutzen.

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Einfluss durch Lage am Hang

Eine auf der nordwestlichen Seite geplante Abgrabung wurde laut Antragsschreiben so gering wie möglich gehalten. Sie sei wegen der Hanglage des Grundstücks aber notwendig. Die hier geplante Abweichung von den Bestimmungen der gemeindlichen Baugestaltungssatzung, wonach in der Regel die natürliche Geländeoberfläche nicht geändert werden darf, sei hier vertretbar, erläuterte Bürgermeister Matthias Schlechter (CSU).

Auf der südwestlichen Seite soll ein Quergiebel errichtet werden. Gemäß der Baugestaltungssatzung darf dieser lediglich ein Drittel der Gebäudelänge aufweisen. Das sind bei einer Gebäudelänge von 14 Metern also 4,67 Meter. Der Quergiebel ist mit einer Breite von 5,60 Metern geplant. Hier ist ebenfalls eine Abweichung notwendig. „Diese kann nach Ansicht der Verwaltung aber erteilt werden, da die sich in Arbeit befindliche neue Baugestaltungssatzung zukünftig 40 Prozent der Gebäudelänge für Quergiebel vorsieht“, so Bürgermeister Schlechter. Das wären hier 5,60 Meter.

Der Rat erteilte dem Bauantrag einstimmig das gemeindliche Einvernehmen. Für die Abweichungen von den Bestimmungen der gemeindlichen Baugestaltungssatzung hinsichtlich der Geländeabgrabung sowie von der maximalen Breite des Quergiebels gab das Gremium ebenfalls grünes Licht. sh

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