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Filmgenuss am Chiemseeufer

Ab 11. Juni Open-Air-Kino im Schramlbad Prien

Open-Air-Kino am Chiemseeufer gab es in Prien erstmals 2012. Damals stellte Mike Engel die Riesenleinwand im Strandbad des Prienvera auf.
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Open-Air-Kino am Chiemseeufer gab es in Prien erstmals 2012. Damals stellte Mike Engel die Riesenleinwand im Strandbad des Prienvera auf.
  • Dirk Breitfuß
    vonDirk Breitfuß
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2016 stand im Schramlbad am Priener Chiemseeufer eine aufblasbare Riesenleinwand. Auf ihren Decken oder in Campingstühlen bekamen die Cineasten zum Beispiel den aktuellen Eberhofer-Krimi zu sehen. Heuer gibt es eine Neuauflage. Am 11. Juni soll es losgehen.

Prien – Mikes Kino wird noch länger zubleiben, aber Kinofans dürfen sich trotzdem freuen. Ab 11. Juni gibt es das ChiemSEH-Kino-Open-Air im Strandbad Schraml – bei schönem Wetter bis Ende September jeden Abend.

Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren, berichtet Kinobetreiber Mike Engel im Gespräch mit der Chiemgau-Zeitung. Er steht gerade in Verhandlungen mit den großen Verleihfirmen, um ein abwechslungsreiches Filmangebot zusammenzustellen. Nach dem Lockdown kommt das Kinogeschäft erst langsam wieder in Fahrt. Der Start einiger Zuschauermagneten war 2020 verschoben worden. So soll das „Kaiserschmarrndrama“, der neue Streifen aus der Eberhofer-Reihe, nun am 5. August in die Kinos kommen. Dann wird es mit großer Sicherheit auch auf der zwölf mal sechs Meter großen, aufblasbaren Leinwand im Schramlbad zu sehen sein.

Popcorn im Freien für die ganze Familie

Überhaupt will Engel open air hauptsächlich unterhaltsame Filme für die ganze Familie zeigen. Manfred Eckerl und sein Team sorgen für den Genuss von innen. Der Pächter des Schramlbads will an seinem Kiosk zum Standardangebot unter anderem Popcorn und Flash-Eis anbieten, kündigt er im Gespräch an. Die Vorfreude, dass sich wieder was rührt, ist ihm deutlich anzuhören. „Endlich wieder was anders, als zuhause zu sitzen“ - mit diesem Stoßseufzer spricht er sicher vielen aus der Seele.

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Eckerl erinnert sich noch gern an 2016, als Mikes Kino zum ersten Mal bei ihm zu Gast war. Zum zehnten Geburtstag der Kultkomödie „Wer früher stirbt, ist länger tot“, war dank Engels guter Kontakte damals fast die gesamte Riege der Schauspieler nach Prien gekommen. Leider hatte das Wetter just an diesem Abend nicht mitgespielt.

Das wird heuer hoffentlich besser - zum Beispiel insbesondere am 1. August. Dann sollen die Wahl-Chiemgauerin Stefanie Hertel, ihr Mann Lanny Lanner und Hertels Tochter Johanna Mross, die als Band „More than Words“ erfolgreich sind, vor dem Kinofilm ihre musikalische Visitenkarte am Bayerischen Meer abgeben, verrät Engel.

Mike und Martina Engel wollen ihr Kino im Wieningerblick (Bernauer Straße 13) wahrscheinlich Ende Juni wieder öffnen., wenn die Corona-Auflagen weiter gelockert sind und sich der Betrieb wieder lohnt.

Auch Konzerte finden statt

Er möchte immer mal wieder das ChiemSEH-Kino-Erlebnis mit Musik ergänzen und steht in Verhandlungen mit mehreren Bands aus der Region. Dann werden die Besucher einen Aufpreis zahlen müssen. An Abenden ohne Musik werden die Tickets 7,50 Euro kosten. Einen Vorverkauf werde es nicht geben, das wäre technisch vor Ort zu aufwändig.

Ab 19.30 Uhr werden die Kinokassen öffnen. Ob bei unsicherer Wetterlage gespielt wird, erfährt man täglich ab 14 Uhr auf den Social-Media-Kanälen und der Homepage von Mikes Kino. Filmstart wird je nach Sonnenuntergang zwischen 21 und 21.30 Uhr sein. 250 Besucher dürfen es sich nach den derzeitigen Corona-Bestimmungen auf der Liegewiese gemütlich machen. Decken, Campingstühle und andere Utensilien sollten die Besucher selber mitbringen, an ihrem Platz müssen sie – nach heutigem Stand – keine Maske tragen, auf dem Weg dorthin schon.

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Beim technischen Equipment hat Engel mit dem Aschauer Peter Andrelang einen gut ausgestatteten Partner gefunden.

Während der Premierentermin unter freiem Himmel fix ist, steht hinter der der Wiedereröffnung von Mikes Kino im Zentrum Priens noch ein Fragezeichen. Derzeit erlaubten die Bestimmungen noch keinen wirtschaftlichen Betrieb, erklärt der Betreiber. „Es wird nur möglich sein, ein breites Angebot an neuen Filmen zu präsentieren, wenn die Kinos wieder bundesweit öffnen dürfen. Vorher werden die meisten Verleiher keine neuen Filme zur Verfügung stellen“, erläutert Martina Engel. Ende Juni oder Anfang Juli könnte es soweit sein, hoffen sie und ihr Mann.

Dabei wären die Pfingstferien ideal gewesen. Endlich sind wieder Touristen im Ort und das kühle Wetter hätte den Engels auch in die Karten gespielt. „Ich denke lieber gar nicht darüber nach“, sagte Mike.

Zur Wiedereröffnung dürfen sich die Cineasten auf einen noch besseren Sound und schärfere Bilder in Kino 1 freuen.

Umbauten im Kino für 80.000 Euro

Die Zeit des Zwangs-Lockdowns seit 1. November vergangenen Jahres hat Engel für Umbauten im Gesamtwert von rund 80.000 Euro genutzt. Knapp 20.000 Euro habe er selbst investiert, der überwiegende Teil stamme aus einem Fördertopf des FilmFernsehFonds (FFF) Bayern.

Geld in Qualität zu investieren ist für den leidenschaftlichen Cineasten, der schon als 18-Jähriger als Vorführer erstmals Kinoluft schnupperte, selbstverständlich, denn ans Aufhören will der 79-Jährige noch nicht denken, versicherte er der Chiemgau-Zeitung.

Kein Zuschauen vom Boot aus

Die Prien Marketing (GmbH) hatte eine besondere Idee. An wenigen Abenden in diesem Sommer sollte Kinogenuss vom Boot aus möglich werden. Mit einem Hinterwandprojektor würde Mike Engel die Bilder auf die Riesenleinwand direkt am Ufer projizieren. Aber die Chancen stehen sehr schlecht, dass Wassersportler in den besonderen Kinogenuss kommen. PriMa-Geschäftsführerin Andrea Hübner rechnet nach ersten Sondierungsgesprächen nicht damit, dass die zuständigen Behörden dafür Genehmigungen erteilen, sagte sie auf Anfrage der Chiemgau-Zeitung.

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