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Jugendliche traten an Gemeinde heran

Geld aus EU-Fördertopf: 9300 Euro für den Dirt-Bike-Park Rimsting

Rimstings Bürgermeister Andreas Fenzl (Zweiter von rechts) erhielt von Josef Reithmeier (Dritter von rechts) den Förderbescheid. Mit auf dem Bild zu sehen sind Grundstückseigentümer Fedor Volckmar-Frentzel, Bikesport-Sprecher RioWolf, LEADER-Manager Christian Fechter (von links) sowie Johann Kölbl vom Landwirtschaftsamt (rechts).
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Rimstings Bürgermeister Andreas Fenzl (Zweiter von rechts) erhielt von Josef Reithmeier (Dritter von rechts) den Förderbescheid. Mit auf dem Bild zu sehen sind Grundstückseigentümer Fedor Volckmar-Frentzel, Bikesport-Sprecher RioWolf, LEADER-Manager Christian Fechter (von links) sowie Johann Kölbl vom Landwirtschaftsamt (rechts).
  • Tanja Weichold
    VonTanja Weichold
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In Rimsting zeigt sich, dass es sich lohnen kann, wenn sich Jugendliche für eine Sache einsetzen. Dort geht für die jungen Leute ein Wunsch in Erfüllung.

Rimsting – Die Gemeinde Rimsting bekommt für den Dirtbikepark 9300 Euro aus dem EU-Förderprogramm LEADER. Insgesamt kostet die Anlage rund 22 000 Euro. Den Bescheid hält Bürgermeister Andreas Fenzl (CSU) bereits in Händen. Josef Reitmaier, Vorsitzender der Lokalen Arbeitsgruppe (LAG) Chiemgauer Seenplatte, überreichte ihn bei einem Termin vor Ort. Das teilte die LAG mit.

Jugendlichen traten an Gemeinde heran

„Die örtliche bikebegeisterte Jugend mit ihrem Sprecher Rio Wolf hat ihre Bitte für eine Radsportstrecke an die Gemeinde herangetragen“, berichtete demnach Bürgermeister Fenzl bei dem Termin. Er ergänzte: „Die Gemeinde hat das Anliegen aufgegriffen.“

Die Jugendlichen hatten sich mit einer kleinen Bikestrecke an einer an der Bahnlinie gelegenen kleinen Fläche beholfen. Die Gemeinde konnte laut LAG die Nutzungsverhältnisse mit dem Grundstückseigentümer Fedor Volckmar-Frentzel langfristig sichern. Und so seien die Vorstellungen der jugendlichen Radsportbegeisterten in die Planung eingearbeitet worden.

Es gibt künftig drei Strecken, die verschiedene Anforderungen an das Radsportkönnen stellen – von Anfängern bis zu geübten Fahrern. Zusätzlich ist eine Anlage für Tricksprünge vorgesehen. Sitzgelegenheiten sollen aufgestellte werden als Rastplatz für Begleiter und Zuschauer.

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„Die Gemeinde Rimsting stellt für die Umsetzung des Vorhabens gut 22.000 Euro zur Verfügung und errichtet mit dieser Begegnungsmöglichkeit ein zusätzliches Freizeit- und Sportangebot für alle Altersgruppen zur Förderung des gesellschaftlichen Miteinanders im Ort“, so die LAG. Das entspreche auch einer der Zielsetzungen der LAG und damit bewilligte das Amt für Ernährung Landwirtschaft und Forsten Rosenheim die LEADER-Förderung. „Gerade unter den Einschränkungen durch die Coronaregelungen zeigte sich der Bedarf für attraktive Bewegungsmöglichkeit für Kinder und Jugendliche und es gibt künftig ein weiteres attraktives Angebot vor Ort“, lobte LEADER Koordinator Johann Kölbl das Vorhaben bei der Übergabe des Förderbescheids.

Ein Netz an Radsportangeboten

Auch Nachbargemeinden setzten aktuell LEADER-geförderte Pumptrack- und Rollportstrecken um. Damit ergebe sich bald ein Netz an Radsportangeboten unterschiedlicher Ausrichtungen. Das Programm LEADER bietet nach eigener Auskunft engagierten Bürgern die Chance, ihre Region mit maßgeschneiderten Projekten zu stärken und sich direkt bei der Gestaltung ihrer Heimat aktiv einzubringen: „Jedes umgesetzte Projekt trägt dazu bei, die Heimat lebenswerter zu machen.“

Das Herzstück seien die Lokalen Aktionsgruppen (LAGs), die in ihren Regionen die jeweiligen lokalen Entwicklungsstrategien erstellen, umsetzen und die zu fördernden Projekte auswählen. In der aktuellen Förderperiode 2014 bis 2022 seien im Gebiet der LAG Chiemgauer Seenplatte bisher LEADER-Förderungen mit einer Summe von 1,45 Millionen Euro für 31 Projekte bewilligt worden. „Eine Bilanz auf die wir stolz sind“ so der Vorsitzende Josef Reithmeier, Bürgermeister von Pittenhart.

Einige Gemeinden treten aus ihrer LAG aus

Nicht überall sehen die Gemeinden für sich den Nutzen. So löst sich zum Beispiel die LAG Chiemgauer Alpen nach dem Austritt mehrerer Gemeinden auf. Die Gründe waren unterschiedlich: Mangel an Projekten, der Aufwand wird höher als der Nutzen gesehen oder die Auflagen werden als zu hoch erachtet. Die verbliebenen Gemeinden können in andere LAG wechseln.

Erfreulicherweise gehe die Geschichte LEADER in den knapp 70 Aktionsgruppen in Bayern weiter, berichtet jedenfalls die LAG Chiemgauer Seenplatte anlässlich des Rimstinger Projekts. Für die neue Förderperiode seien die LAG bereits aufgerufen worden, sich an der Periode der Jahre 2023 bis 2027 zu beteiligen.

Momentan erstellen sie die neuen Lokalen Entwicklungsstrategien (LES). Auch in der neuen Förderperiode blieben laut LAG Chiemgauer Seenplatte Vernetzung, Nachhaltigkeit, Zusammenarbeit, Lebensqualität, regionale Wertschöpfung und Bürgerbeteiligung die zentralen Elemente.

Bürger können mitmachen

Alle Akteure des ländlichen Raums, Kommunen, Vereine, Verbände, Unternehmen, aber auch interessierte Bürgerinnen und Bürger sind aufgerufen, sich bei der Erstellung der LES einzubringen. Ansprechpartner zu den Veranstaltungen und für Projektanfragen sind die lokalen Aktionsgruppen vor Ort. Kontakt und Veranstaltungshinweise finden sich zum Beispiel unter www.chiemgauer-seenplatte.de.RE/tw

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