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Grassauer Grund- und Mittelschule

„Seid neugierig aufs Leben“: 83 junge Menschen feiern in Grassau ihren Schulabschluss

Ausgezeichnet aus den neunten Klassen wurden die Jahrgangsbesten (von links) Aldin Abdic, Judith Brune, Domenika Scialabba und Vitus Hörterer. Eder
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Ausgezeichnet aus den neunten Klassen wurden die Jahrgangsbesten (von links) Aldin Abdic, Judith Brune, Domenika Scialabba und Vitus Hörterer. Eder
  • VonTamara Eder
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Turnhalle in Festsaal verwandelt: Entlassfeier für die neunte und zehnte Klasse der Grassauer Grund- und Mittelschule.

Grassau – Es die „Generation Z“, die „Digital Natives“, die nun die Schule verlassen und in das Berufsleben übergehen, eine Generation, die gleich mit mehreren Krisen konfrontiert wurde. Das machte eindrucksvoll die Entlassfeier der Absolventen der neunten und zehnten Klasse der Grassauer Grund- und Mittelschule deutlich.

Keine einfachen, letzten Schuljahre und doch so viele gemeinsame, schöne Erlebnisse können die 83 ehemaligen Schüler, darunter 42 aus dem M-Zug mitnehmen. Schulleiter Georg Tischler erinnerte in seiner Rede an die gemeinsame Schulzeit und die Herausforderungen an diese Generation. Musikalisch gestaltet wurde die Feier von der „Geht glei weida Musi“.

Spaß am Leben darf nicht zu kurz kommen

„Es ist eine lange Zeit vom ersten Schultag bis jetzt vergangen und dennoch war die Zeit kurz, wenn man bedenkt, welche wichtigen gesellschaftlichen Aufgaben vor den Absolventen liegen“, sagte Tischler. Die Schule sei wichtig, um aus Kindern verantwortungsbewusste Mitgestalter der Gesellschaft hervorzubringen. Er hob die Krisen der Zeit, Klima, Corona und Krieg hervor, die eine Herausforderung und eine große Bürde seien, aber auch eine Chance zu Partizipieren und neue Wege zu gehen, darstellen. Es gehe aber auch immer mehr um Toleranz und darum anderes als Bereicherung wertzuschätzen.

Auch EInsatz fürs Klima gefordert

Der Schulleiter forderte Einsatz fürs Klima und dies dürfe nicht auf andere abgeschoben werden. Die Generation müsse neue Wege gehen und dies auch vorleben. Doch bei all diesen Herausforderungen und der Verantwortung dürfen Freud und Spaß am Leben nicht zu kurz kommen, sagte er.

Auch Bürgermeister Stefan Kattari (SPD) erinnerte sich an seinen Abschluss vor 20 Jahren. Damals schien die Welt noch in Ordnung. Er lobte die Schüler für ihr Engagement und wünschte allen viel Glück für die Zukunft.

Die Schüler, die gemeinsam die Turnhalle zum Festsaal mit vielen Luftballons gestaltet hatten, dankten ihren Fachlehrern, die es in den vergangenen Jahren nicht immer einfach hatten. Den größten Dank und Anerkennung erhielten jedoch die Klassenleiter mit kleinen Geschenken und Umarmungen.

Einmal mehr wurde deutlich, was die Mittelschule so auszeichnet: das kameradschaftliche Verhältnis zwischen Schülern und Lehrkräften und die daraus resultierende Bereitschaft, gute Ratschläge anzunehmen und Verständnis für die gegenseitige Situation in schwierigen, pandemiebedingten Zeiten zu haben.

„Ihr habt Spuren hinterlassen“

„Ja, ihr habt Spuren hinterlassen“, sagte zum Abschied der Klassenlehrer der 9b, Tobias Färbinger. „Ihr werdet euer schulisches und berufliches Leben meistern“, lobte er und schloss mit „es war mir eine Ehre“. Bemerkenswert ist, dass viele Absolventen der neunten Klassen weiterhin die Schulbank drücken und ihren Mittelschulabschluss, einige davon in Grassau anstreben.

Auch wenn die Pandemie zunächst zumindest die letzten Schulmonate vorüber schien, so schlug sich diese doch durch, wie Lehrer Hans Genghammer in seiner Rede an seine ehemaligen Schüler der Klasse 9a durchblicken ließ.

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Er habe die Klasse bereits in der fünften Jahrgangsstufe als sehr lebendig und mitteilungsbedürftig kennengelernt. Die Pandemie sei für ihn und für die Klasse schlimm gewesen und man habe sich mit dem Distanzunterricht schwergetan. Die neunte Klasse sei dann wieder normal gelaufen, dennoch fehlten Grundlagen vor allem in Mathe. Es freue ihn, dass trotzdem alle den Abschluss geschafft haben und sehr viele einen guten qualifizierenden Abschluss ablegten.

Auch die Klassenleiter der M10a, Werner Poebing und 10b Roman Illner, lobten ihre Schüler für die Leistungen, für die Ausdauer und das schulische Engagement und freuten sich über hervorragende Ergebnisse und auch, dass alle Schüler ihren Mittelschulabschluss geschafft haben.

Die Jahrgangsbesten geehrt

Herzliche Worte hatte auch Elternbeiratsvorsitzende Michaela Pfautsch für die ehemaligen Schüler. „Jetzt beginnt etwas Neues, seid neugierig aufs Leben, habt Spaß, aber übertreibt es nicht, habt große Träume und keine Angst, Fehler zu machen“, sagte sie.

Geehrt wurden die Jahrgangsbesten der Klasse 10 (von links) Veronika Puchstein, Jessica Neubig und Amelie Dirscherl (jeweils 1,78).

Geehrt wurden die Jahrgangsbesten aus den neunten und zehnten Klassen.

Einen hervorragenden Abschluss erreichte Domenika Scialabba mit 1,2. Geehrt wurden auch Judith Brune (1,6), Vitus Hörterer und Aldin Abdic (beide 1,8). Aus den Abschlussklassen der M10 und damit mit Mittelschulreife wurden Amelie Dirscherl, Jessica Neubig und Veronika Puchstein( jeweils 1,78) ausgezeichnet.

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