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Bürgermeister bittet um genaues Sortieren

50 Paletten an Hilfsgütern sind unterwegs aus Prien in die Ukraine

Die Hilfsbereitschaft der Priener Bevölkerung reißt nicht ab: Stundenlang sortierten unter anderem auch Trachtler-Frauen am Donnerstag im Feuerwehrhaus die angelieferten Hilfsgüter.
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Die Hilfsbereitschaft der Priener Bevölkerung reißt nicht ab: Stundenlang sortierten unter anderem auch Trachtler-Frauen am Donnerstag im Feuerwehrhaus die angelieferten Hilfsgüter.
  • Ulrich Nathen-Berger
    VonUlrich Nathen-Berger
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Die Horromeldungen aus der Ukraine reißen nicht ab, unvorstellbar und unfassbar ist das Leid der Bevölkerung. Mittlerweile sind deutschlandweit unzählige Hilfsaktionen angelaufen, so auch aus Prien.

Prien – Bürgermeister Andreas Friedrich (ÜWG) hatte in der vergangenen Woche in Zusammenarbeit mit dem Verein „Chiemgauer Helferkreis für die Diözese Ternopil-Ukraine“ mit Sitz auf Frauenchiemsee zu einer Spendenaktion aufgerufen. Am ersten Tag gab es einen Massenansturm auf das Priener Feuerwehrhaus (wir berichteten). Mehr als 30 Paletten mit Hilfsgütern waren bereits am Dienstag verladen und am Mittwoch Richtung Ukraine transportiert worden. Die Auslieferung hatte Mathias Hof vom „Tonwerk“ Söchtenau mit seinem Sattelschlepper möglich gemacht.

„Auch in dieser Woche war die Hilfsbereitschaft der Priener Bevölkerung unglaublich groß“, sagte Friedrich gestern auf Anfrage der Chiemgau-Zeitung. Alle Beteiligten seien davon überwältigt, dass die Spendenaktion weiterhin so erfolgreich verlaufe. „Mitglieder des Priener Trachtenvereins und der Feuerwehr haben die Güter in vielen Stunden nochmals sortiert und neu verpackt. Bis Donnerstagnachmittag sind wieder über 20 Europaletten mit sortierten Waren zusammengestellt worden. Das Lager der Feuerwehr ist jetzt fast voll“, so der Bürgermeister. Besonders freute er sich über eine Spende aus Siegsdorf: Die Adelholzener Alpenquellen, die zur Kongregation der Barmherzigen Schwestern vom hl. Vinzenz von Paul gehören, ließen 33 Paletten Mineralwasser und Säfte anliefern. Zeitnah werde jetzt versucht, erneut einen Lkw auf die Reise gen Osten zu schicken. Möglicherweise werde auch die Feuerwehr einen Transport direkt zum Priesterseminar nach Ternopil in der Ukraine durchführen.

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Wichtig ist dem Bürgermeister ein Appell hinsichtlich der Spendenbereitschaft: „Die Priener und Prienerinnen meinen es sehr gut mit ihren Anlieferungen und stellen zum Beispiel Familienpackungen zusammen. Das macht uns für den Weitertransport mehr Arbeit, weil wir die kleinen Päckchen alle öffnen und die Inhalte sortieren müssen, um sie vor Ort gezielter verteilen zu können. Wer gerne noch Spenden abgeben möchte, sollte dies entsprechend sortenrein zusammenstellen, zum Beispiel einen Kartonträger Babynahrung, eine Schachtel Verbandsmaterial, einen Karton Windeln und so weiter.“

Kleidung könne definitiv nicht mehr angenommen werden, „uns fehlen dazu die Kapazitäten für Sortierung und Transport“, sagte Friedrich. Willkommen seien aber Decken und Iso-Matten. „Wer noch helfen möchte und dafür einkaufen gehen wollte, kann den vorgesehenen Geldbetrag auch gerne auf das Konto des Vereins überweisen.“ Weitere Infos dazu sind unter www.helferkreis-ternopil.de zu finden.

Die Sachspendenaktion läuft bis auf Weiteres am Feuerwehrhaus weiter: Montag bis Donnerstag, von 8 bis 12 und von 13 bis 16 Uhr.

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