221000 Euro für Container-Kindergarten: Prien muss kurzfristig Betreuungsplätze schaffen

Prien – Im September sollen in einem Containerkomplex auf dem Parkplatz des König Ludwig Saals bis zu 50 Kinder in zwei Gruppen betreut werden.

Im Mai hatte der Marktgemeinderat dafür grundsätzlich grünes Licht gegeben. Weil deutlich mehr Mädchen und Buben zur Betreuung angemeldet wurden, als in den vorhandenen Einrichtungen Plätze zur Verfügung stehen, hat der Markt Prien dringenden Handlungsbedarf.

Jetzt hat das Gremium im nächsten Schritt in seiner jüngsten Sitzung einstimmig das günstigere von zwei Angeboten angenommen. Fünf weitere Anbieter, die angeschrieben worden waren, konnten die vorgegebenen Kriterien nach Angaben von Verwaltung und Bürgermeister Andreas Friedrich (ÜWG) nicht erfüllen.

221 000 Euro wird es kosten, eine eingeschossige Anlage für höchstens drei Jahre vor dem Kursaal aufzustellen. Sie soll helfen, die Zeit zu überbrücken, bis voraussichtlich im Herbst 2022 ein zweigruppiger Kindergarten in Wildenwart in Betrieb geht, den Prien und Frasdorf dort gemeinsam neben der Schule bauen wollen.

Ein zweigeschossiger Containerbau, wie ihn sich Dr. Simone Hoffmann-Kuhnt (Grüne) gewünscht hätte, damit mehr Platz zum Spielen im Freien bleibt, sei schon aus Brandschutzgründen nicht machbar, entgegnete Friedrich. Zudem habe die Gemeinde ohnehin Glück, weil die angebotene Anlage schon einmal in Garmisch als Kindergarten in Betrieb war und sozusagen fast betriebsbereit in Kiefersfelden zwischengelagert wird.

Ein Angebot für eine Holzverkleidung der Fassade, wie sie Hoffmann-Kuhnt anregte, damit Passanten nicht die triste Containerfront ins Auge sticht, soll noch eingeholt werden, sagte Friedrich zu. db

Kommentare