Aus der Verbandssitzung: 2016 steht Generalsanierung der Grassauer Grund- und Mittelschule an

"2014 mehr in Sicherheit investiert"

Grassau - Die Schülerzahlen an der Grund- und Mittelschule sind nach wie vor stabil, informierte Schulverbandsleiter und Bürgermeister Rudi Jantke in der Schulverbandssitzung mit Vertretern aus den Gemeinden Marquartstein und Staudach-Egerndach. In 27 Klassen werden derzeit 538 Schüler unterrichtet.

Jantke berichtete auch über die Investitionen des vergangenen Jahres, die sich auf rund 200000 Euro summiert hätten. Vor allem in die Sicherheit der Schüler wurden finanzielle Mittel aufgewendet und in neue Außentüren für 36000 Euro und eine Sprachalarmierung für mehr als 100000 Euro investiert. Zudem wurden verschiedene Böden erneuert und in den Räumlichkeiten der Ganztagsschule eine Akustikdecke eingezogen.

Laut Jantke werde heuer relativ wenig Geld für Modernisierung aufgewendet, da eine Generalsanierung anstehe. So soll die Elektrik im Altbau erneuert und eine möglichst weitreichende Barrierefreiheit durch Umbauten erreicht werden.

Für 2016 stehen

eine Million Euro

zur Verfügung

Im Zuge der energetischen Sanierung stehen Fensteraustäusche sowie eine Dachbodendämmung an.

Für 2016 werden laut Jantke im Investitionshaushalt der Marktgemeinde Grassau, die Eigentümerin der Schulgebäude ist, für die Sanierung eine Million Euro zur Verfügung gestellt und für 2017 nochmals 300000 Euro. Derzeit laufen die Untersuchungen des Ingenieurbüros. Anschließend können die Förderungen beantragt werden. Mit der Baumaßnahme werde 2016 begonnen. "Das wird eine sportliche Aufgabe, weil eine solche Maßnahme nicht allein in den Ferien bewerkstelligt werden kann und man auch auf die Schulzeit ausweichen muss. Auch für die Schulleitung ist es eine Herausforderung", so Jankte.

Bei der Durchsicht des Haushaltsplanes ergaben sich keine Fragen und so wurde der Plan im Verwaltungsbereich mit Einnahmen und Ausgaben von 801000 Euro und im Vermögensplan mit 35000 Euro beschlossen. Die Mitgliedsgemeinden tragen die Ausgaben entsprechend einer Umlage, die sich an der Zahl der Schüler aus den jeweiligen Gemeinden orientiert.

Aus dem aktiven Schulbetrieb berichtete Schulleiter Johannes Zeitel. Die Schülerzahl sei im Laufe des Unterrichtsjahres auf 548 gewachsen. Die Klassenstärke von durchschnittlich 24 Schülern könne gehalten werden. Zeitel lobte die sehr gute IT-Ausstattung der Schule. Die drei Computerräume seien auf dem neuesten Stand. Das Schulprofil für die Grundschule sei beantragt, 23 Lehrerstunden mehr werde es geben. Auch im Mittelschulbereich werde das Profil Inklusion angestrebt.

Zeitel berichtete weiter, dass die Zwischenzeugnisse in den Jahrgangsstufen eins bis drei durch dokumentierte Lehrergespräche ersetzt worden seien. Ziel sei es, die Eigenverantwortung des Kindes für das Lernen zu betonen.

Sorge bereite die Nachmittagsbetreuung für Grundschüler. Angebote bestehen über den Verein TIPI und den Horten in den Kindergärten Grassau und Rottau. Laut Zeitel seien alle Institutionen voll besetzt und im Kindergartenhort würden bereits jetzt fünf Plätze mehr benötigt als vorhanden.

Mittelfristig muss eine dauerhafte Lösung gefunden werden

Er befürchte, dass Eltern zu anderen Schulen abwandern könnten, was sich negativ auf die Klassenstärke auswirken würde. Mit 58 Schülern in den ersten Klassen sei die Bildung von drei Klassen zulässig. Bei 56 Schülern würde es nur mehr zwei erste Klassen geben, die dann entsprechend groß sind, erklärte er. Mittelfristig müsste hier eine dauerhafte Lösung gefunden werden und kurzfristig bereits für das kommende Schuljahr.

Bürgermeister Hans Pertl erklärte, dass die Gemeinde Staudach-Egerndach versuchen wolle, in der Grundschule Staudach-Egerndach eine Mittagsbetreuung aufzubauen. Vorab müsse aber geklärt werden, welche Kosten auf die Gemeinde zukommen und was an Förderungen von der Regierung zu erwarten ist. "Wir planen jetzt und versuchen es zu realisieren", erklärte Pertl. Angestrebt werde eine Trägerschaft von der katholischen Kirche. Zeitel drängte auf eine Lösung, da die Schuleinschreibung bereits im April erfolge und Eltern eine verlässliche Aussage zur Betreuung möchten. tb

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