Fachakademie für Sozialpädagogik

1600 Weihnachts-Mitbringsel: Erziehernachwuchs aus Traunstein nutzt Lockdown

Ein Gabentisch voller liebevoll gefertigter Kleinigkeiten: Der Leiter der Fachakademie Michael Väth mit den drei Frauen, die das Projekt „Weihnachtsgeschenke“ der Traunsteiner Fachakademie für Sozialpädagogik angeregt und koordiniert hatten: die Kunstdozentinnen Johanna Schwarz und Annemarie Derwart sowie Teamassistentin Jennifer Knott (von links).
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Ein Gabentisch voller liebevoll gefertigter Kleinigkeiten: Der Leiter der Fachakademie Michael Väth mit den drei Frauen, die das Projekt „Weihnachtsgeschenke“ der Traunsteiner Fachakademie für Sozialpädagogik angeregt und koordiniert hatten: die Kunstdozentinnen Johanna Schwarz und Annemarie Derwart sowie Teamassistentin Jennifer Knott (von links).

Angehende Erzieher der Fachakademie für Sozialpädagogik aus Traunstein haben in Handarbeit 1600 kleine Weihnachtsgeschenke für Bedürftige, Senioren und Kranke gebastelt. In einer Zeit, in der sie eigentlich ein Praktikum absolvieren sollten. Doch das ging nicht: Corona sorgte auf diese Weise einmal dafür, dass Freude verbreitet werden kann.

Von Hans Eder

Traunstein – Eine Woche lang haben 60 Studierende der Fachakademie für Sozialpädagogik des Diakonischen Werks in Traunstein geplant, entworfen und gebastelt – herausgekommen sind rund 1600 kleine Weihnachts-Mitbringsel von Christbaumschmuck über Windlichter und Gestricktem bis hin zu Origami-Kunstwerken. Diese liebevoll hergestellten Dekoteilchen werden zum Weihnachtsfest verschiedenen Einrichtungen in der Region gespendet: an Seniorenheime, Jugendhilfe- und Kindertageseinrichtungen, an Einrichtungen der Eingliederungshilfe, an die Kinderkrebshilfe Berchtesgadener Land-Traunstein und die Traunsteiner Tafel.

Ungeahnte Fülle an Objekten und Geschenken

„Schuld“ an der Aktion war Corona. Die angehenden Erzieher im ersten Studienjahr schickten sich an, im Rahmen ihrer Praktika Arbeitsstellen aufzusuchen, als dies plötzlich wegen der Pandemie nicht mehr erlaubt war. Bei den Überlegungen, wie man diese Zeit sinnvoll projektbezogen nutzen könnte, meldeten sich die beiden Kunstlehrerinnen Annemarie Derwart und Johanna Schwarz mit einer Idee: Die Studierenden könnten doch als soziales Projekt kleine Weihnachtsgeschenke anfertigen, die dann an soziale Einrichtungen verteilt werden könnten.

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Die Idee der Kunstlehrerinnen stieß überall – bei den Studierenden wie bei der Akademieleitung – durchgehend auf beste Resonanz, nach dem Motto: „Wir lassen uns doch von Corona nicht ausbremsen.“

Aula erstrahlt im Glanz der Geschenke

Es wurden zehn Gruppen gebildet, die Kunstpädagoginnen lieferten Anstöße für verschiedene Objekte, und, wie Annemarie Derwart und Johanna Schwarz begeistert erzählen, „trugen die Studierenden selbst, darunter auch einige aus anderen Kursen, noch viele Ideen bei, sodass eine ungeahnte Fülle an Objekten und eine bei Weitem nicht erwartete Masse an kleinen Geschenken entstand“, alle daheim von den einzelnen Studierenden während des angeordneten Teil-Lockdowns angefertigt. Nach einer Woche erstrahlte die Aula der Fachakademie, in der diese zwischendurch zusammengesammelt worden waren, geradezu im Glanz all der vielen weihnachtlichen Liebesgaben: kunstvoll, kreativ, anrührend, fantasievoll.

Filz-Rentiere und Holzsterne

Voll des Lobes war auch Akademieleiter Michael Väth: „Die Kunstdozentinnen haben die Studierenden digital motiviert und begleitet, und es ist dabei ein unfassbares Ergebnis herausgekommen. Ein wunderschönes Beispiel dafür, wie projektbezogen Distanzunterricht motivieren und zu solchen Ergebnissen führen kann.“ Unterstützt wurde das Projekt sehr stark auch von Jennifer Knott, der Teamassistentin der Fachakademie.

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+++ Mit der diesjährigen Weihnachtsaktion unterstützten die OVB-Heimatzeitungen das Haus Christophorus in Brannenburg. Hier finden Sie unsere Themenseite zur OVB-Weihnachtsaktion. Alle Informationen zur Aktion gibt es hier. Sie wollen für die OVB-Weihnachtsaktion spenden? Hier geht‘s zum Spendenformular. +++

Da war ein Tisch mit Christbaumschmuck aus Filz: Rentiere, Mistelzweige, Filzblumen und Herzen. Daneben Glücksnüsse, die mit Botschaften versehen waren. Dazu gab es eine Fülle an Windlichtern in allen Farben und Größen, kleine, gestrickte Mützchen mit Wünschen für „kuschlig warme Weihnachten“, Wimpelketten, urige Holzsterne aus Zweigen und Bäume in Origamitechnik, um nur einige Beispiele zu nennen.

Die Studierenden haben ihre eigenen Materialien und Vorräte genutzt beziehungsweise auf eigene Kosten Material gekauft oder Sachspenden erhalten. So konnten die Studierenden, die eigentlich ein Praktikum absolvieren sollten, etwas Sinnvolles und Alternatives tun, womit sie anderen Menschen Freude bereiten konnten, so das Resümee von Michael Väth.

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