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Chieminger Sternsinger sind marschbereit

14 Kinder werden auf ehrenamtlichen Dienst eingestimmt und ausgestattet

Diese Heiligen Drei Könige zogen schon im vergangenen Jahr zum Wohl armer Kinder von Haustür zu Haustür: (von links) Sonja Brückner (10), Viola Anderson (8) und ihre Schwester Emma (10).
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Diese Heiligen Drei Könige zogen schon im vergangenen Jahr zum Wohl armer Kinder von Haustür zu Haustür: (von links) Sonja Brückner (10), Viola Anderson (8) und ihre Schwester Emma (10).

Die Sternsinger machen sich bald wieder auf den Weg. Neben der Segnung der Häuser, an denen sie Halt machen, gilt ihre Motivation vor allem der Hilfe für Kinder, deren Leben von Not und Gewalt geprägt ist. Dafür sammeln sie Spendengelder.

Chieming – Zwischen dem Neujahrstag am Sonntag und Donnerstag, 5. Januar, machen sich die Sternsinger wieder auf den Weg, um den Segen Christi an die Türen der Häuser zu schreiben und um für Kinder und Jugendliche weltweit Spenden zu erbitten.

Zur Einkleidung und Einführung in ihren Dienst trafen sich nun 14 Kinder im Chieminger Pfarrheim. Pastoralreferent Michael Kohl und die Mütter der Kindergottesdienst-Vorbereitungsgruppe überreichten ihnen die Ausstattung für ihren karitativen Dienst – die orientalischen Gewänder und die Königskronen, Weihrauchfässer, Spendendosen, die Sterne und die Kreide zum Beschreiben der Türen – und führten sie in ihr Amt ein. Manche der Sternsinger sind nicht zum ersten Mal als Kaspar, Melchior, Balthasar oder Sternträger unterwegs, für andere ist es ihr erster Einsatz.

Für die Rechte und den Schutz von Kindern auf der ganzen Welt unterwegs

Dass sie dabei Geld für Gleichaltrige in vielen Teilen der Welt sammeln, denen es nicht so gut geht wie ihnen selbst, macht ihren Dienst so wertvoll. Auf die Frage, warum sie diesem einen Teil der Weihnachtsferien widmen, sagte Sonja Brückner (10): „Die Leute freuen sich, wenn wir kommen, es ist schön, an der frischen Luft zu sein und was Gutes zu tun.“ Bereits vergangenes Jahr war sie mit Viola (8) und deren Schwester Emma Anderson (10) als Sternsingerin unterwegs, damals in Begleitung älterer Sternsingern. „Aber diesmal gehen wir selbstständig.“

Kohl stimmte die Sternsinger auf das Thema der diesjährigen Aktion ein: „Kinder stärken, Kinder schützen“ Dazu zeigte er das Erklär-Video des Kindermissionswerks mit Willi Weitzel, das auch anspricht, dass weltweit eine Milliarde Kinder und Jugendliche physischer, sexualisierter oder psychischer Gewalt ausgesetzt sind – „das ist jedes zweite Kind“, heißt es im Video. Insbesondere Kinder armer Regionen oder in Notsituationen werden zudem Opfer von organisierter Kriminalität und systematischer Ausbeutung. „Erwachsene müssen für den Kinderschutz sensibilisiert werden. Denn sie sind dafür verantwortlich, junge Menschen zu schützen.“

Der Schwerpunkt der diesjährigen Sammlung soll dem Projektpartner der Arek Lintang-Stiftung (ALIT) in Indonesien zugutekommen. Zudem setzen sich die Projektpartner der Sternsinger in 100 Ländern dafür ein, dass Kinder in einem sicheren Umfeld aufwachsen können, dass sie Geborgenheit und Liebe erfahren und ihre Rechte gestärkt werden. Seit mehr als zwanzig Jahren unterstützt ALIT Kinder, die gefährdet sind oder Opfer von Gewalt wurden. Neben der politischen Lobbyarbeit setzt sich ALIT in den Dörfern mit Kultur, Sport und Bildung für die Stärkung von Kindern ein. In Präventionskursen lernen junge Menschen, was sie stark macht: „Zusammenhalt, Freundschaften, zuverlässige Beziehungen und respektvolle Kommunikation. Sie lernen auch, wie sie sich besser schützen können“, heißt es in der Informationsschrift der Sternsingeraktion 2023.

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„23 Sternsinger haben sich angemeldet und werden in sechs Gruppen in zugewiesenen Bezirken des Ortes ihren Dienst erfüllen“, sagte Simone Mayer, die für die Einteilung der Gruppen zuständig ist. Und Kohl wünscht sich, dass am Neujahrstag möglichst viele Sternsinger am Zehn-Uhr-Gottesdienst zur Aussendung teilnehmen. „Die Sternsinger haben Ausweise der Pfarrei dabei, und ihre Sammelgefäße sind verplombt“, sagt Kohl. „Damit ist gewährleistet, dass jeder gespendete Euro den Projekten des Kindermissionswerkes zu Gute kommt.“

/MN

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