130 Opti-Segler in den Startlöchern

Auf vollen Touren laufen beim Segel Club Felden die Vorbereitungen für die Regatta. Piotr Kampa (von links), Martin Hespe und Wolfgang Inninger (Zweiter von rechts) und Clubmitglieder stecken Parzellen für die Vereine ab.
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Auf vollen Touren laufen beim Segel Club Felden die Vorbereitungen für die Regatta. Piotr Kampa (von links), Martin Hespe und Wolfgang Inninger (Zweiter von rechts) und Clubmitglieder stecken Parzellen für die Vereine ab.

Bernau – 130 junge Segler aus Deutschland und Europa treffen sich am Wochenende in Bernau beim Segel Club Felden (BSCF) zum zweitägigen Herbstpokal des Südens.

Auf dem Jüngstenboot Optimist werden dann Kinder und Jugendliche zwischen acht und 14 Jahren ihr Können unter Beweis stellen. Und der BSCF ist heuer der Ausrichter der Herbstregatta.

Natürlich sei das mit viel Arbeit verbunden, berichten Martin Hespe und Wolfgang Inninger von BSCF-Organisationsteam. Weit über 100 Stunden haben sie schon jetzt in die Veranstaltungsvorbereitung hineingesteckt, alles ehrenamtlich: „Die Segelleidenschaft weiterzugeben und vorzuleben ist uns und unseren Helfern ein wichtiges Anliegen.“

Segler sind in zumSchutz aufgeteilt

Der Herbstpokal, der erst seit wenigen Jahren als kleine Schwester des Herbstpokals des Nordens in Schwerin ausgerichtet wird, findet nun zum zweiten Mal beim BSCF statt. Zweimal schon war der Priener Chiemsee Yacht Club (CYC) Ausrichter. Heuer wird die Veranstaltung durch die Corona-Auflagen extrem erschwert: „Es gibt ein sehr ausgeklügeltes Hygiene- und Sicherheitskonzept, das wir auch strikt einhalten“, so Martin Hespe, Jugendwart beim BSCF.

35 Helfer seien sie insgesamt, davon 23 an Land und elf auf dem Wasser. Und statt alle 130 Segler auf einmal vom Club aus starten zu lassen, und um den nötigen Abstand zu wahren, habe man sich mit dem Chiemsee Yachtclub (CYC) abgesprochen: „Die eine Hälfte der Segler ist deshalb Gast beim CYC und die anderen sind beim BSCF“.

Außerdem: „Es gibt keine Bewirtung, nur die Segler und ganz wenige Begleiter sind zugelassen, es gibt eine strenge Zugangskontrolle“, so Wolfgang Inninger. Offiziell dürfen auch keine Zuschauer dabei sein. Trotz all dieser Maßnahmen ist man sich sicher, dass die Regatta für alle Segler und Begleiter ein großes Erlebnis sein wird. Denn: „Die Regatta ist international ausgeschrieben“, das heißt, wer hier mitsegelt, kann Punkte auf der offiziellen Rangliste der Deutsche Optimist Dinghy Vereinigung (DODV) sammeln, die für eine Teilnahme an größeren Wettbewerben berechtigen. Derzeit sind 61 A-Segler angemeldet: „Das ist vergleichbar mit der Bundesliga“, so Martin Hespe. Die A-Segler dürfen bei deutschen Meisterschaften, bei der EM oder gar der WM mitsegeln.

Ein Aushängeschildfür die Gemeinde

Aber auch der Nachwuchs zeigt sich stark: Aktuell sind 69 B-Segler angemeldet, die auf Landesebene um die ersten Plätze mitsegeln. Wolfgang Inninger, selbst zwei- bis dreimal pro Jahr auf Regatten in der Klasse Musto-Skiff unterwegs, geht nochmals auf den Wettbewerb und die Corona-Regeln ein: „Auf die übliche Steuermann-Besprechung, bei dem der Rennleiter mit den Skippern vor dem Rennen den Kurs bespricht, wird dieses Jahr verzichtet.“ Stattdessen würden die Segler vorab schriftlich informiert und eingewiesen. Die Optisegler seien allein auf dem Boot. Der Wind müsse einfach passen, das sei das allerwichtigste. „Unsere Optisegler haben eifrig trainiert“, lächelt Martin Hespe, betont aber auch, dass vor allem das Mitmachen zählt. Auch Bernaus Bürgermeisterin Irene Biebl-Daiber freut sich auf die Veranstaltung: „Es ist mir eine Ehre, den Startschuss geben zu dürfen.“ Den Pokal auszurichten, sei eine Auszeichnung für den BSCF, und dass die Regatta trotz der Auflagen durchgezogen werde, freut sie, sei es doch auch ein Aushängeschild für Bernau.

Da kann man nur wünschen: Mast- und Schotbruch und immer eine Handbreit Wasser unter dem Kiel.

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