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Argentinische Medien berichten: Diego Maradona ist tot

Fußball-Idol angeblich verstorben

Argentinische Medien berichten: Diego Maradona ist tot

Diego Armando Maradona ist offenbar tot. Der Argentinier soll im Alter von 60 Jahren an einem …
Argentinische Medien berichten: Diego Maradona ist tot

FRAU VOR SUPERMARKT IN PRIEN ERSTOCHEN

Beim Einkaufen wartete der Tod

Trauer und Entsetzen in Prien: Vor dem Supermarkt wurden Kerzen und Blumen für das Opfer aufgestellt. berger
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Trauer und Entsetzen in Prien: Vor dem Supermarkt wurden Kerzen und Blumen für das Opfer aufgestellt. berger

Eine Frau aus Afghanistan (38) kommt mit dem Einkaufswagen aus dem Lidl-Markt in Prien. Plötzlich fällt ein Landsmann (29) über sie her und ersticht sein Opfer auf offener Straße – vor den Augen ihrer Kinder. Nach dieser furchtbaren Bluttat herrscht seit Samstag Fassungslosigkeit am Chiemsee.

Prien – Es sind Szenen wie aus einem Albtraum, die sich am Samstagabend vor dem Lidl-Einkaufsmarkt mitten in Prien abspielen. Eine Frau wird niedergestochen – ein Überfall wie aus dem Nichts. Es geht blitzschnell, der Täter kommt von hinten, sticht erbarmungslos zu, immer wieder. Augenblicke später stürzen sich mehrere Männer auf ihn. Gleichzeitig kümmern sich nur ein paar Meter entfernt Ersthelfer, darunter eine Krankenschwester, um das Opfer, das stark blutend auf dem Boden liegt. Und ringsherum: verstörte Menschen, die weinen und schreien vor Entsetzen. „Er hat sie erstochen“, rufen manche, „einfach erstochen“.

Es ist 18.45 Uhr, als gleich mehrere Notrufe gleichzeitig in der Rosenheimer Einsatzzentrale der Polizei eingehen. Kurz darauf sind Polizei und Rettungskräfte zur Stelle. Die Frau wird sofort ins Klinikum gebracht, aber Retter und Ärzte kämpfen vergeblich um ihr Leben. Wenig später ist sie tot.

Das Drama hat sich direkt vor den Augen ihrer beiden Kinder abgespielt. Sie waren beim Einkaufen dabei. Ein Kriseninterventionsteam betreut die Kinder im Alter von fünf und elf Jahren.

Zum Ablauf und den Hintergründen des schrecklichen Verbrechens konnte die Polizei bis gestern nichts sagen. „Die Ermittler der Kripo Rosenheim arbeiten mit Hochdruck an der Aufklärung des Falles“, sagt Fiona Schwarzbraun von der Pressestelle des Polizeipräsidiums Oberbayern. Die Umfeldermittlungen würden – unter anderem aufgrund der Sprachbarriere – wohl einige Zeit in Anspruch nehmen. „Zu einer möglichen Motivlage oder etwaigen Vorbeziehungen zwischen dem Opfer und dem Tatverdächtigen liegen derzeit noch keine belastbaren Erkenntnisse vor“, so Fiona Schwarzbraun weiter.

Die Afghanin lebte nach ersten Erkenntnissen unserer Zeitung schon seit mehreren Jahren in Deutschland. Der Täter, ein Asylbewerber, dürfte erst vor kürzerer Zeit nach Bayern gekommen sein.

Einkäufe waren fürs Essen mit dem neuen Freund bestimmt

Unter den Männern, die den Täter überwältigen, ist auch ein zufällig anwesender Polizeibeamter. Er ist nicht im Dienst, erledigt wie viele andere am Samstagabend noch die letzten Einkäufe fürs lange Maifeiertags-Wochenende. Diesem Umstand ist es wohl zu verdanken, dass der Täter von mehreren Passanten so schnell zu Boden gebracht wird. Denn der Messerstecher leistet anfangs heftigen Widerstand. Wenig später lässt er sich von Priener Polizisten ohne Gegenwehr festnehmen und in den Mannschaftswagen setzen.

Der 29-Jährige könnte die knapp zehn Jahre ältere Frau aus Eifersucht erstochen haben. Denn wie die OVB-Heimatzeitungen erfuhren, hatte die Afghanin seit knapp zwei Wochen einen neuen Freund. Der Mann aus dem westlichen Landkreis Rosenheim, ein Deutscher, war zuletzt einige Tage beruflich im Ausland. Von dort soll er mehrmals mit der 38-Jährigen telefoniert haben – unter anderem, weil das junge Paar gleich nach seiner Rückkehr am Sonntagabend in der Priener Wohnung der Afghanin zusammen kochen wollte. Er wollte ihr zeigen, wie man Geschnetzeltes zubereitet. Dafür waren die Einkäufe bestimmt. Als der Freund die 38-Jährige nach seiner Rückkehr aber nicht mehr erreichen konnte, meldete er sich schließlich bei der Polizei – und erfuhr so die schreckliche Wahrheit.

Augenzeugen: eine „Hinrichtung“

Beim Täter handelt es sich nicht um den Vater der Kinder. Von ihrem knapp 50-jährigen Ex-Mann soll die Frau schon länger geschieden gewesen sein. Der 29-jährige Asylbewerber wurde inzwischen auf Antrag der Staatsanwaltschaft und per richterlichem Beschluss vorläufig in eine geschlossene psychiatrische Einrichtung gebracht. Er soll so massiv auf die Frau eingestochen haben, dass Augenzeugen von einer „Hinrichtung auf offener Straße“ sprachen. Die Staatsanwaltschaft ordnete die Obduktion des Opfers in der Rechtsmedizin an.

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