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Mit Spendenaktion fürs Ahrtal

Zwischen Pointen und Landboliden: So feiert der Mietrachinger Stopselclub sein Sommerfest

Inmitten der „Porsche-Flotte“: Martin Zeltsperger von den Porsche-Freunden Großkarolinenfeld vor dem Bulldog seines Vaters Georg, einem Master F419, Baujahr 1963 mit 50 PS und 2200 Kilogramm Leergewicht.
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Inmitten der „Porsche-Flotte“: Martin Zeltsperger von den Porsche-Freunden Großkarolinenfeld vor dem Bulldog seines Vaters Georg, einem Master F419, Baujahr 1963 mit 50 PS und 2200 Kilogramm Leergewicht.

Zum Sommerfest der Mietrachinger Stopselclubs stand nicht nur Kabarett auf dem Programm. Der „Weckruf“ zum Festsonntag hatte eine ganz eigene Qualität.

Von: Uwe Hecht

Mietraching – Mit einem Kabarett-Abend von Helmut A. Binser am Freitag (19. August) und dem Bulldogtreffen am Sonntag startete am Wochenende das traditionelle Sommerfest des Mietrachinger Stopselclubs.

Binser, der eigentlich Martin Schönberger heißt und aus Niederbayern kommt, trat auch im voll besetzten Mietrachinger Festzelt wie gewohnt in schwarzem T-Shirt, Jeans und Hut auf und sorgte mit seinem Programm für einen Frontalangriff auf das Zwerchfell der Gäste.

Ausgleich zum Techno-Festival

Er nahm nicht nur die Landes-, Bundes- und Weltpolitik aufs Korn, sondern kannte sich auch in der Umgebung bestens aus. So war ihm zu Ohren gekommen, dass Bad Aibling einst nach Mietraching eingemeindet wurde – „oder war es vielleicht doch andersherum?“ – und die Bad Aiblinger alles andere als glücklich darüber waren und heute noch sind.

Eine Pointe jagte die nächste, wobei auch die Münchner Fußballclubs FC Bayern und TSV 1860 nicht verschont blieben. Dass Binser die letzten Besucher nicht mehr sehen konnte, lag entweder an der „überdimensionalen Größe des Festzeltes oder an der Erdkrümmung“.

„Nageln“ der Motoren zum Sonntag

Zwischendurch griff er zu Akkordeon oder Gitarre und gab Stücke mit hintergründigem Humor zum Besten. Der Kabarett-Abend war ein zünftiger Ausgleich zum gleichzeitig stattfindenden Echelon, und Hubert Weigl vom Stopselclub meinte augenzwinkernd: „Die Veranstaltungen haben sich gegenseitig nicht gestört, Herr Gallenmüller (Organisator des Techno-Festivals, Anm. d. Red.) hat sich jedenfalls nicht beschwert.“ Schon am Samstagnachmittag trafen dann die ersten Bulldogs in Mietraching ein. Die stolzen Besitzer der „Veteranen“ übernachteten im Anhänger auf der „Kirmer-Wiese“, um den Beginn des Bulldog-Treffens nicht zu versäumen.

Bereits am frühen Sonntagmorgen lag dann eine riesige Diesel-Wolke über Mietraching und das berühmte „Nageln“ der Motoren war sozusagen der Weckruf zum Sommerfest-Sonntag. Die Oldtimer und auch neuere Fahrzeuge kamen nicht nur aus der näheren Umgebung, sondern auch aus den angrenzenden Landkreisen Ebersberg, München, Miesbach und Traunstein. Die Besitzer hatten ihre Schmuckstücke größtenteils auf Hochglanz poliert.

Die „Kirmer-Wiese“ konnte die große Anzahl an Bulldogs nicht fassen, die PS-Veteranen verteilten sich in der gesamten Dorfmitte.

Zu sehen waren unter anderem die Marken Lanz, Schlüter, Eicher, Fendt, Hanomag, McCormick. Wer bei Porsche nur an die PS-starken Flitzer denkt, der musste sich in Mietraching eines Besseren belehren lassen, auch Bulldogs dieser Marke waren vertreten. Gemeinsam mit den Autos hatten diese jedoch nur die rote Farbe. Nach und nach füllte sich die Wiese nicht nur mit den Schleppern, sondern auch mit interessierten Gästen, denen die Fahrer, darunter auch einige Frauen, bereitwillig Auskunft über ihre „Schätze“ gaben.

Urkunde und Flüssignahrung

Die Teilnahme lohnte sich: Jeder, der mit einem Bulldog vorfuhr, erhielt als Lohn von den organisatorisch tätigen „Miadakina Lanz-Freunden“ eine Urkunde sowie ein Geschenk zur Erinnerung. Derweil hatte im Festzelt „Beirer Blech“ die musikalische Regie übernommen und spielte zu Frühschoppen und Mittagstisch auf. Dass die Küche der „Stopsler“ einen guten Ruf genießt, zeigte sich daran, dass freie Plätze im Festzelt sehr schnell Mangelware wurden.

Am Freitag stand der Kabarettist Helmut A. Binser auf der Festzeltbühne beim Sommerfest des Mietrachinger Stopselclubs.

Viele der Besucher beteiligten sich auch an der Spendenaktion zugunsten der vor einem Jahr von der Flut betroffenen Bürger in Ahrweiler. Uwe Hecht, den der Stopselclub dadurch unterstützt, die Kraftstoffkosten für einen Möbeltransport zu finanzieren, hat bereits Kontakt mit einer Verteilstelle im Ahrtal, welche die Möbel zwischenlagern kann. Auch Interessenten für die Möbel sind bereits vermittelt. Wer noch spenden möchte, kann dies heute Abend tun, wenn ab 18 Uhr das Ochsen- und Kesselfleischessen zum Abschluss des Sommerfestes im Festzelt am Gemeindehaus stattfindet. Für musikalische Unterhaltung ist durch die „Mangfalltaler-Musi“ gesorgt.

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