Zwei Säulen zur Berufsfindung

Monika Geiger erklärte Schülern den Pflegedienst.

Neben dem Erfolgsmodell Praxistage und dem in diesem Schuljahr ebenfalls realisierten Patenmodell konnte die Leo-von-Welden-Schule in Bad Feilnbach zwei neue Bausteine für die siebte Jahrgangsstufe innerhalb ihrer beruflichen Orientierung umsetzen: ein Berufsorientierungsseminar in Königsdorf und die Projektwoche "Berufe unter der Lupe".

Bad Feilnbach - Mit der Intention das Praxistageskonzept der Leo-von-Welden-Schule in der achten Jahrgangsstufe zu "untermauern", nahm die siebte Klasse als erste Feilnbacher Klasse am s.t.e.p.-Seminar teil, das seit Jahren im Nachbarlandkreis von vielen Schulen erfolgreich durchlaufen wird. Anbieter dieser Maßnahme ist die Jugendbildungsstätte Königsdorf bei Bad Tölz.

Im Rahmen der "vertieften Berufsorientierung" wird von der Agentur für Arbeit beziehungsweise vom Europäischen Sozialfond finanziell unterstützt. Jetzt trafen sich die Feilnbacher Schüler und fuhren nach Königsdorf.

Als erstes Thema stand das Thema "Vertrauen" auf dem Programm. Wo ist überall Vertrauen notwendig und wie wichtig ist es? - das waren dabei die Leitfragen. Im anschließenden Spiel versuchte die Klasse dann, spielerisch die vorher in der Theorie besprochenen Inhalte umzusetzen.

Im Anschluss wurden dem "perfekten Azubi" die Fähigkeiten, die er haben muss, nach den drei Kategorien "Personale Kompetenzen", "Soziale Kompetenzen" und "Fachkompetenzen" zugeordnet. Den Nachmittag bildete das Thema Kooperation.

"Wie verhält man sich bei einem Bewerbungsgespräch?" - dieses Wissen brachte der nächste Tag. Gestartet wurde mit einem Negativbeispiel. Nach dem Seminar in Königsdorfs richtete sich die Aufmerksamkeit in der beruflichen Orientierung der siebten Klasse wieder auf die Betriebe in der Region. Ziel; Sich detailliert über Ausbildungsberufe zu informieren, Referate vorzubereiten und einen Fragenkatalog zu entwickeln.

Besonderheit der Befragung: Neben den jeweiligen Chefs sollten auch Auszubildende der Betriebe zu Wort kommen. Dank der Vermittlung des Gewerbeverbands mit Richard Rottmooser an der Spitze hatten sich vier Betriebe bereit erklärt, dafür Zeit zu nehmen und in die Schule zu kommen oder die Schüler in die jeweiligen Betriebe einzuladen.

Als erstes kam Malermeister Norbert Kühnle aus Au zusammen mit seinem Lehrling in die Leo-von-Welden-Volksschule, um die Schüler über seinen Beruf zu informieren. Nachdem ein Schüler das Berufsbild des Malers und Lackierers vorgestellt hatte, berichteten Kühnle und sein Lehrling aus dem Arbeitsalltag eines Malers. Bereitwillig stellten sich beide den zahlreichen Fragen der Schüler und berichteten noch von ihrem letzten Auslandsauftrag in Südafrika.

Als nächstes erkundeten die Siebtklässler eine Feilnbacher Metzgerei. Metzgermeister Christian Weingast gewährte einen Einblick in die Produktionsräume und erklärte die Tätigkeiten eines Metzgers. Im Anschluss führte Martina Weingast die Schüler in die Verkaufsräume und beantwortete Fragen zum Beruf der Fleischereifachverkäuferin.

Tags darauf ging es nach Litzldorf zur KFZ-Werkstatt Kotz. Hans Kotz ermöglichte es den Schülern sich in seinem Betrieb umzusehen und zeigte ihnen, wie man den Fehlerspeicher eines Autos ausliest, um anschließend den Fehler am Auto zu beseitigen. Bereitwillig stellte er sich zusammen mit seiner Frau den Fragen der Schüler.

In der Blumenhofklinik erfuhr die siebte Klasse von Monika Geiger, Leiterin der Pflegeabteilung, einiges. Zusammen mit zwei Krankenpflegeschülerinnen informierte sie über die Ausbildung und grundlegende Informationen zum Betrieb. Im Anschluss wurde die Klasse durch die einzelnen Abteilungen geführt.

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