LÜFTEN UND ABSTAND

Bad Aiblinger Schulen ziehen Fazit zum Start in den Wechselunterricht

Busunternehmer Herbert Prechtl sagt: „In den Schulbussen ist die Lage entspannt“.
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Busunternehmer Herbert Prechtl sagt: „In den Schulbussen ist die Lage entspannt“.

Der erste Schritt zurück in den Schulalltag ist für die Grundschüler getan. „Sie sind gern wieder da“, sagt Wolfgang Baumann, Rektor an der St. Georg-Schule. Der erste Schultag sei reibungslos verlaufen sowohl an der Container-Schule an der Friedrich-Wilhelm-Raiffeisen-Straße als auch im Schulhaus in Willing.

Bad Aibling – Jeweils circa 100 Schüler aus den insgesamt acht Grundschulklassen sind seit Montag im Wechselunterricht am Start. Für die drei Abschlussklassen der Mittelschüler kann sogar kompletter Präsenzunterricht angeboten werden. „Hier kommen uns die kleinen Klassengrößen und die großen Räume in unserer Container-Schule entgegen. Das ist ein Riesen-Plus“, ist Baumann entspannt.

Fenster an Südseite ohnehin geöffnet

Ein weiterer Vorteil seien die großen Fenster, mit denen sich problemlos lüften lasse, denn eine Luftfilteranlage gibt es in der Interimsunterkunft nicht. „In der Zeit vor Weihnachten war es in den Klassenzimmern an der Südseite oft so warm, dass die Fenster die ganze Zeit offen waren.“

In Sachen Notbetreuung stimme man sich eng mit dem Träger der Mittagsbetreuung und der Offenen Ganztagsschule, der Diakonie, ab. Hier profitiere man zudem von der neu geschaffenen Möglichkeit, bis Schuljahresende Schulassistenzen zu beschäftigen, die zur Betreuung eingesetzt werden können. Die zehn Stunden pro Woche, in denen die zusätzliche Kraft nun im Einsatz ist, brächten eine große Erleichterung.

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„Das i-Tüpfelchen für uns ist, dass unsere Assistenzkraft ohnehin schon in der Mittagsbetreuung tätig ist, die Schüler kennt und hochflexibel einsetzbar ist“, freicht sich Baumann.

Unterschiedliche Unterrichtsformen gibt es aktuell auch an der Rupert-Egenberger-Schule. Während für die Klassen 1 bis 4 auch hier Wechselunterricht angesagt ist, gilt für die Klassen 5 bis 8 nach wie vor Distanzunterricht. Die neunte Klasse ist als Abschlussklasse hingegen in den Präsenzunterricht zurückgekehrt.

Notbetreuung gibt es für die Klassen 1 bis 6. In diese sind neben den Kindern „systemrelevanter“ Eltern auch Kinder von Berufstätigen einbezogen: „Personell und räumlich ist das schon eine Herausforderung“, sagt zweite Konrektorin Karin Persch.

„An unserer Schule gibt es Corona-bedingt eine strenge Lüftungsregelung“, erläutert Rektorin Angelika Held gegenüber unserer Zeitung. Alle Schulräume wurden vom Landkreis Rosenheim als Sachaufwandsträger mit CO2-Messgeräten ausgestattet. Im Differenzierungsraum (Mehrzweckraum) im Kellergeschoss ist ein Lüftungsgerät im Einsatz, da der Raum nur über ein schmales Lichtschacht-Kellerfenster verfügt.

Fördermittel für Lüftungsgeräte

Co2-Messgeräte werden auch für die Schulen und Kindertagesstätten in der Stadt angeschafft, die Bedarf anmelden. Diese werden vom Freistaat ebenso gefördert wie Hygieneartikel und die vier Lüftungsgeräte für die Kindergärten St. Georg, Willing und der AWO. Bei einer Befragung seitens der Stadt sei die Nachfrage nach Lüftungsanlagen nicht seht groß gewesen, so Bürgermeister Stephan Schlier. Es habe geheißen, man setze lieber auf Lüften und – zum Teil – auf CO2-Messgeräte.

Entspannt ist die Lage auch an der „Schulbus-Front“, sagt Busunternehmer Herbert Prechtl, der die Schüler im Gebiet von Tuntenhausen und Bad Aibling befördert. „Wir haben ja wegen des Wechselunterrichts auch im Bus vorerst nur die halbe Besetzung am Morgen. Mittags sind es dann wegen der unterschiedlichen Schulschlusszeiten nochmal etwas weniger.“

Bestimmte Abstände seien zwar nicht vorgeschrieben, doch seien diese in seinen Bussen gut einzuhalten, die Schüler tragen überdies Masken – „da hat sich inzwischen doch eine ziemliche Routine eingestellt“.

So richtig eng wird es nicht

Zudem habe er lauter neuwertige Busse mit guten Lüftungsanlagen. Von daher blicken Prechtl und seine Fahrer auch der Zeit, in der die Schüler fünften bis neunten einmal wieder zum Präsenzunterricht dürfen, zuversichtlich entgegen: „Dann werden es zwar wieder ein bissl mehr, aber so viele, dass es richtig eng wird, sind das nicht.“ el/bjn

Schulleiterin Angelika Held mit einem der CO 2-Monitoringgeräte, die an der Rupert-Egenberger-Schule zum Einsatz kommen.

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