Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.


MICHAEL NIEDERMEIER GREIFT ERNEUT NACH DEM WELTMEISTERTITEL IM EINER-KUNSTRAD

Ziel: Das Regenbogen-Trikot behalten

Michael Niedermeier möchte auch von der WM 2016 wieder das Regenbogen-Trikot des Weltmeisters nach Bruckmühl holen.
+
Michael Niedermeier möchte auch von der WM 2016 wieder das Regenbogen-Trikot des Weltmeisters nach Bruckmühl holen.

Bruckmühl. – Schon zweimal – 2014 und 2015 – ist Michael Niedermeier von der „RKB Solidarität“ Bruckmühl von den Weltmeisterschaften im Einer-Kunstradfahren mit dem Regenbogentrikot des Siegers zurückgekehrt.

Auch heuer zählt der 25-jährige Jura-Student wieder zu den Titelfavoriten. Dazu, sowie zum Saisonverlauf und zum Stand der Vorbereitungen stand der „Speichenakrobat“ unserer Zeitung Rede und Antwort.

Michael Niedermeier, am 4. Dezember möchten Sie in der Stuttgarter Porsche-Arena zum dritten Mal hintereinander Weltmeister werden. Wie verläuft der Vorbereitungs-Endspurt bis dahin?

Ich bin mittendrin in der endgültigen Vorbereitung. Nach der deutschen Meisterschaft gilt es abzuschalten, den Kopf wieder freizukriegen und zwischendurch auch mal mit dem Essen großzügiger zu sich zu sein. Das kürzliche Treffen des deutschen WM-Teams in Albstadt war sehr effektiv. Jetzt geht es noch darum, die Kondition zu halten und an einigen Details zu schrauben, um Fehler zu minimieren.

Sie konnten sich nach den für die nationale WM-Ausscheidung wichtigen drei German Masters-Veranstaltungen überzeugend und vorzeitig qualifizieren. Bei der nachfolgenden deutschen Meisterschaft mussten Sie sich aber hinter ihrem stärksten nationalen Kontrahenten Lukas Kohl mit dem Vizemeistertitel begnügen. Woran lag es und wie groß war Ihr Ärger? Waren Sie in Gedanken vielleicht schon bei der WM?

Geärgert über den zweiten Platz habe ich mich nicht. Lukas Kohl ist ein sehr guter und gleich starker Konkurrent. Wir haben uns bei den Wettkämpfen heuer oft mit dem ersten und zweiten Platz abgewechselt. Ärgerlich war die Art und Weise, wie der zweite Platz zustande kam. Durch einen Totalaussetzer habe ich in den letzten fünf Sekunden meiner Kür meine acht Punkte Vorsprung vergeigt. Natürlich hat man nach der DM die WM im Kopf, aber das war definitiv nicht der Grund.

Wie schätzen Sie Ihre Chancen auf die erneute Titelverteidigung ein? Sie haben sich den Titel 2015 in Johar Bahru/Malaysia trotz schwierigem Hallenboden und bei ungewohnten klimatischen Bedingungen regelrecht erkämpft. In Stuttgart herrschen sicher optimale Voraussetzungen.

Ich freue mich auf die Atmosphäre in der ausverkauften Halle. Allerdings startet man nicht alle Tage vor 6000 Zuschauern und das Medieninteresse ist stark. Das kann einen schon beeinflussen. Aber ich versuche, mich auf meine Übungen zu konzentrieren.

Wen schätzen Sie in Stuttgart als Ihre vermeintlich stärksten Gegner ein?

Lukas Kohl ist in etwa so stark wie ich. Ich habe aber mehr Schwierigkeitsgrade in meiner Kür und mehr Erfahrung. Sehr stark ist heuer auch der Schweizer Yannick Martens und mit Wong Chin To aus Hongkong ist immer zu rechnen, er war schon dreimal WM-Dritter. Mit diesen drei Startern und mit mir rechne ich im Finale, einige andere haben natürlich Außenseiterchancen.

Legen Sie sich in puncto Gegner eine Strategie zurecht oder verfolgen Sie ausschließlich Ihren persönlichen „Matchplan“?

Prinzipiell versuche ich zu allererst, meine Leistung abzurufen. Ich stelle die höchste Schwierigkeit, starte daher als Letzter und kenne bei meiner Kür die vorgelegte Punktzahl. Bei einem größeren Punktabstand bin ich dann schon eher auf Sicherheit bedacht. Wenn der Hauptgegner eine hohe Punktzahl vorlegt, kann ich meinen Wettkampf um einige Übungen anreichern oder erweitern und damit ein bis zwei zusätzliche Punkte erzielen.

Die letzte Frage gilt dem Material: Fahren Sie das gleiche Rad wie bei den letzten beiden Titelkämpfen?

2014 und 2015 hatte ich das gleiche Rad, in diesem Jahr habe ich ein neues angeschafft. Es wiegt rund elf Kilogramm, der Rahmen ist aus Aluminium und die Felgen und Laufräder aus Carbon. Je nach Ausstattung kostet ein Kunstrad etwa zwischen 2000 und 3000 Euro.

Interview: Johann Baumann

Kommentare