Zauber einer Sommernacht in Bad Feilnbach: Lichterserenade der Feinbegga Musi

Mit einem kraftvollen „Bozener Bergsteigermarsch“ hielten Stefan Kirchberger und seine Musikkapelle Bad Feilnbach Einzug zu einer unvergesslichen Lichterserenade am Musikpavillon. Strim

Nach vier Monaten coronabedingter Zwangspause bot eine zauberhafte Lichterserenade am Musikpavillon im Bad Feilnbacher Kurpark endlich wieder die Gelegenheit, den Klängen der Musikkapelle Bad Feilnbach unter freiem Himmel lauschen können.

Von Peter Strim

Bad Feilnbach – Vom Blasmusikabend der Feilnbegga Musi ließen sich vor allem heimische Fans, Musikfreunde benachbarter Kapellen und Urlauber verzaubern. „Gerade in diesen verrückten Zeiten“, so Bürgermeister Anton Wallner, „ist das Kulturgut Blasmusik eine wohltuende Medizin, die unser örtlicher Kulturträger endlich wieder öffentlich pflegen darf.“

Allerdings erinnerte der Rathauschef auch an die Einhaltung der derzeit geltenden Hygiene- und Abstandsregeln.

Abstandhalten trotz Kuschelpolka

So war – anders als es die „Kuschelpolka“ von Peter Schad gemeint hätte – das enge Zusammensitzen nur Familienmitgliedern vorbehalten und allen anderen Gästen nur ein Zuzwinkern von Weitem gestattet. Auch der Abstand zwischen Musikern und Publikum am Pavillon wurde sehr großzügig gehalten. Außerdem gab es keine Brotzeiten. Getränke konnten sich die Gäste bei Mitgliedern vom Musikverein abholen.

Das könnte Sie auch interessieren: LETZTES KRISENKABINETT VOR DER SOMMERPAUSE Staatsregierung fasst Corona-Beschlüsse: Wie geht es weiter mit der Maskenpflicht in Bayern?

„Hereinspaziert zur Bad Feilnbacher Lichterserenade“ bedeutete nach gutem Brauch auch ein Lichtermeer aus gut 1000 leuchtende Kerzen, die an Wegen sowie Grünflächen im Kurpark verteilt waren. Zudem gehören heitere Sprüche und Anekdoten von Robert Gsinn als Ansager zum Programm und vor allem natürlich viel Musik.

Für dieses traditionelle bayerische Kulturgut hatte Dirigent Stefan Kirchberger Konzertmärsche, Walzer- und Polkamelodien namhafter Komponisten wie Kurt Gable, Ernst Mosch, Alexander Pfluger und Alois Schmidt, dem legendären Dirigenten der Musikkapelle Bad Feilnbach, aus seiner Notenschatztruhe ausgesucht. Begeisterung fanden ein schwungvolles Potpourri mit Hits von Udo Jürgens und ein Medley mit Weltschlagern und Ohrwürmern der Gruppe „ABBA“.

Jugendkapelle zeigt ihr Können

Unter dem Motto „Wie die Alten sungen, musizieren die Jungen“ bewies die Jugendkapelle unter der Leitung Sebastian Gasteiger mit zwei hervorragend dargebotenen Stücken ihr Können als würdige Nachwuchstruppe der Feinbegga Musi.

Lesen Sie auch: Abgesagt! – Bad Feilnbacher Apfelmarkt soll nicht zum Corona-Hotspot werden

Das Publikum – über Atrium, Kurpark und Dorfplatz vorm Rathaus verteilt – war begeistert und ließ die Musiker erst nach einiger Zugaben von der Bühne gehen. Angetan vom Kulturabend der Extraklasse schien auch der Himmel gewesen zu sein, der trotz dunkler Wolken das unerwünschte Nass erst zu einem späteren Zeitpunkt über Bad Feilnbach verteilte.

Kommentare