SENIORENBEIRAT

Wohnen im Alter

Das Haus Cdes Senioren- und Pflegeheims Haus Wittelsbach aus dem Jahr 1963 (rechts) wird abgerissen und neu gebaut. Die Häuser A, M und B (von links) werden kernsaniert beziehungsweise umgebaut. Baumann

Das Bauvorhaben am und im Haus Wittelsbach an der Rosenheimer Straße war einer der Schwerpunkte bei der jüngsten Sitzung des Seniorenbeirats der Stadt Bad Aibling.

Bad Aibling– Heimleiter Michael Mocnik informierte die Mitglieder des Beirates über die anstehenden Bauvorhaben beim Senioren- und Pflegeheim Haus Wittelsbach. „Das Heim ist nicht nur ein Haus zum Sterben, sondern auch zum Leben“, konstatierte der geschäftsführende Vorstand eingangs. Er wies dabei auf die Eröffnung der Kindertagesstätte hin (wir berichteten) und dankte der Stadt Bad Aibling für die dafür geleistete Unterstützung. Inzwischen sei bereits ein generationsübergreifender Chor aus Kindern und Senioren gegründet worden.

„Das Heim selbst ist in die Jahre gekommen und feiert im Oktober sein 65-jähriges Bestehen“, führte er weiter aus. Im Gründungsjahr 1963 habe die Ausstattung aller Zimmer mit fließendem kalten und warmen Wasser eine Vorreiterrolle im Landkreis Rosenheim eingenommen. Nunmehr seien umfangreiche bauliche Maßnahmen geplant.

Das Haus C (das älteste der vier Gebäude) wird derzeit abgerissen und bis zum Februar 2020 durch einen Neubau ersetzt. Für die übrigen Häuser A, B und M ist Mocnik zufolge eine Kernsanierung beziehungsweise ein Umbau geplant. Diese Maßnahmen sollen zwischen März 2020 und März 2022 bei laufendem Betrieb durchgeführt werden.

„Aktuell verfügt das Heim über 125 Plätze im vollstationären Pflegebereich und 69 Plätze im Rüstigenbereich“, erklärte der „Wittelsbach-Chef“. Nach dem Umbau werden 120 Plätze im vollstationären Pflegebereich und 26 Wohnungen im betreuten Wohnen zur Verfügung stehen. Außerdem soll ein ambulanter Pflegedienst eingerichtet werden.

Beiratsmitglied Sepp Ranner (CSU) begrüßte die Umbaumaßnahmen, durch die die Menschen im Alter eine entsprechende Pflegequalität bekämen. Beiratskollege Florian Weber (Bayernpartei) erkundigte sich, ob die Dachterrasse auch nach dem Umbau bestehen bleibe. Dies bejahte Mocnik. Aus dem Publikum kam die Frage, ob künftig ein Hospizbereich eingerichtet werde. Der Heimleiter erklärte hierzu, dass mehrere seiner Mitarbeiter einen Palliativkurs absolviert hätten und auch eine Zusammenarbeit mit dem Hospizverein Jakobus geplant sei. Mit Animationsbildern wurden die geplanten Baumaßnahmen für die Beiratsmitglieder und Sitzungsbesucher anschaulich optisch erläutert.

Darüber hinaus gab es im Rahmen der Sitzung auch polizeiliche Tipps – insbesondere für ältere Personen – sowie Informationen zum Bad Aiblinger Seniorentag (Bericht folgt). bjn

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