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Noch ist nicht alles komplett

Enttäuschung beim Prestigeprojekt: Wann öffnet der Aiblinger Waldkindergarten?

Das Warten soll ein Ende haben. Aber ab wann können die Bad Aiblinger Mädchen und Buben im Waldkindergarten nun endlich auf Entdeckertour gehen?
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Das Warten soll ein Ende haben. Aber ab wann können die Bad Aiblinger Mädchen und Buben im Waldkindergarten nun endlich auf Entdeckertour gehen?
  • Eva Lagler
    VonEva Lagler
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Wann nimmt eigentlich der Bad Aiblinger Waldkindergarten seinen Betrieb auf? Noch ist bis auf ein paar Betonfundamente im Bereich der Ghersburgstraße nicht viel davon zu sehen. Die Antworten der Stadt und warum die Kindergartenreferentin enttäuscht ist, lesen Sie hier.

Bad Aibling – Ganz termingerecht zum Start in das offizielle Kindergartenjahr 2022/ 2023 klappte es zwar nicht, aber in einigen Wochen soll es nun so weit sein: Der neue Waldkindergarten mit insgesamt 25 Plätzen wird „bezugsfertig“. Auf der Fläche an der Ghersburgstraße sind die Vorbereitungen mittlerweile erledigt.

„Es ist alles soweit hergerichtet, jetzt warten wir noch auf den Container, der in erster Linie als Lagerraum dienen soll“, sagt Gracia Sinnesbichler vom städtischen Hochbauamt. Dieser soll vor Inbetriebnahme aber noch ein wenig „aufgehübscht“ werden. Das soll nach Worten von Bürgermeister Stephan Schlier ab dem 21. September im Bauhof geschehen. Dort werde der Container noch mit Holz verkleidet, bevor er auf die bereits betonierten Fundamente gestellt wird.

Schutz bei sehr schlechtem Wetter

Direkt als Aufenthaltsraum bei sehr schlechtem Wetter, wie es manche Einrichtungen dieser Art anbieten, wird er allerdings nicht dienen, auch wenn er mit Holzofen ausgestattet und mittels Fotovoltaik mit Strom versorgt werden soll.

Sollte das Wetter überhaupt keinen Aufenthalt im Freien zulassen, könnten die Kinder vorübergehend in einem Raum in der alten Schule in Berbling unterkommen. Dort gebe es entsprechend Platz, erklärt Schlier gegenüber unserer Zeitung. Das liegt zwar nicht gerade in unmittelbarer Nähe zum Waldkindergarten, aber der Bürgermeister sieht das entspannt, da die Kinder ohnehin aus den verschiedensten Teilen der Stadt gebracht würden. Eine andere Räumlichkeit, die ganzjährig zu Verfügung stünde und auch den Brandschutzanforderungen entspreche, habe man außerdem gar nicht parat.

Wie Schlier weiter berichtet, hätten zudem Erfahrungen aus anderen Wald- und Naturkindergärten gezeigt, dass ein tatsächlicher Bedarf an solch einem Ausweichquartier im Jahresdurchschnitt lediglich bei fünf Tagen.

Die Fundamente für den Bad Aiblinger Waldkindergarten im Bereich der Ghersburgstraße sind bereits da. Der Container, der als Lagerraum dient, soll bis Ende September folgen.

Etwas anders vorgestellt hatte sich die Referentin für Schulen und Kindergärten Petra Keitz-Dimpflmeier die Freiluft-Betreuungsstätte. Sie hatte die Errichtung eines Waldkindergartens im Jahr 2020 beantragt und in der Folge immer wieder für dessen Umsetzung gekämpft. In ihren Augen könnte er durchaus ein Prestigeobjekt für die Stadt sein. Abgesehen davon, dass sie sich gewünscht hätte, dass das Projekt schneller realisiert werde, gehe das, was nun umgesetzt werde, nicht in die Richtung, an die sie gedacht habe, als sie den Antrag eingebracht hatte – mit einem Container, der nur als Lagerräumlichkeit diene.

Kindergartenreferentin: „Ich bin enttäuscht“

„Als Vorbild diente in meinem Augen ein Waldkindergarten, den ich in Freyung gesehen hatte: zwei Rundblockhütten auch zum Aufenthalt bei schlechtem Wetter, ein extra Klohäuschen, ein Wasserlauf zum Spielen. Wir müssen das ja nicht nachmachen. Aber es hätte ein Ansporn sein können, etwas Tolles zu schaffen. Ich bin enttäuscht, aber ich hoffe, dass es schon etwas Gutes wird. “ Auch Kolbermoor habe einen sehr schönen Waldkindergarten bekommen,

Kosten maximal 100.000 Euro

Das lasse sich allerdings nicht vergleichen, so die Bad Aiblinger Stadtverwaltung. Vorgabe des Stadtrates seien Kosten von maximal 100 000 Euro gewesen (Kolbermoor: 1,2 Millionen Euro, Anmerkung der Redaktion), aktuell komme man auf rund 52 000 Euro. Alle anderen Vorgaben seien durch das Landratsamt gemacht und von der Stadt eingehalten worden. Unter anderem, dass der Container nicht größer als 25 Quadratmeter sein darf und zurückgebaut werden muss, falls die Kindergartennutzung aufgegeben wird.

Ansonsten wäre laut Peter Hauser vom Bauamt ein Bebauungsplanverfahren erforderlich geworden. Denn bei der Fläche, die der Stadt gehört und die von einem Landwirt gepflegt wird, handle es sich nicht um Baugrund.

Und wie wird die sanitäre Frage beim Waldkindergarten geregelt? Laut Gracia Sinnesbichler ist die Aufstellung einer Trockentoilette auf biologischer Basis geplant. Wie ansonsten der Bereich gestaltet und was alles angeboten wird, werde dann der Träger der Einrichtung selbstständig entscheiden.

Es sind noch Plätze frei

Der Stadtrat hatte sich hier für die Diakonie Rosenheim entschieden. Dort ist man nach Aussage von Ulrike Blank, Regionalleiterin Kitas, gerade dabei, die Unterlagen für die Betriebserlaubnis zusammenzustellen. Erst danach könne man über die Details sprechen. Plätze sind im Übrigen noch frei.

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