Es wird oft gefährlich eng auf dieser Straße: Verkehrsteilnehmer brauchen mehr Platz

Schon beim Begegnungsverkehr „Auto und Radler“ wird es eng. Zur Erhöhung der Verkehrssicherheit wird die Gemeindeverbindungsstraße Noderwiechs nach Kirchdorf nun von drei auf fünf Meter samt beidseitigem Bankett von je einem halben Meter verbreitert.
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Schon beim Begegnungsverkehr „Auto und Radler“ wird es eng. Zur Erhöhung der Verkehrssicherheit wird die Gemeindeverbindungsstraße Noderwiechs nach Kirchdorf nun von drei auf fünf Meter samt beidseitigem Bankett von je einem halben Meter verbreitert.

Die Gemeindeverbindungsstraße von Norderwiechs nach Kirchdorf wird mit einem Kostenvolumen von 120000 Euro von drei auf fünf Meter samt beidseitigem Bankett von je einem halben Meter verbreitert. Über das Wie debattierte der Bruckmühler Bauausschuss.

Von Thorsten Neuwirth

Bruckmühl – 23 Minuten lang beschäftigte sich der Bruckmühler Marktausschuss mit der Zahlenkombination 430 – 3 – 5 – 0,5 - 60 – 80 – 120 000 – 2021. Am Ende der kontrovers geführten Sachdiskussion stand der Mehrheitsbeschluss dann fest: .

„Gefahrenmomente für Radfahrer“

Bürgermeister Richard Richter, CSU/PW, berichtete eingangs der Beratung von mehreren, persönlich an ihn gerichteten Bürgeranfragen für eine Verbreiterung der Verbindungsstraße von Noderwiechs nach Kirchdorf. Als Begründung wurden unisono Gefahrenmomente für Radfahrer beim Begegnungsverkehr mit motorisierten Fahrzeugen genannt.

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Der Rathauschef bewertete die derzeitige Fahrbahnbreite von drei Metern auf der 430 Meter langen Strecke gerade bei der Nutzung von Radlern, Schulbussen und größeren landwirtschaftlichen Fahrzeugen als nicht mehr ausreichend. „Wenn hier ein Radfahrer in die Quere kommt, wird es ganz schön eng. Einer muss dann ab in die Wiese oder auf das Bankett.“

Gerade Letzteres birgt nach seinen Aussagen ein großes Gefahrenpotenzial, da es auf beiden Fahrbahnseiten deutlich tiefer als die Teerdecke liegt.

Landwirtschaft und Schulbusse

Bauamtsleiter Konrad Kremser ergänzte dazu, dass schon allein die Bankettbreiten von 60 bis 80 Zentimeter für sich sprächen. Grünen-Rat Stefan Mager sah die Notwendigkeit als nicht so dringend gegeben: „Den Hauptverkehr bilden die Landwirtschaft und Schulbusse.“ Er plädierte vielmehr dafür, die jetzige Straße lediglich mit einem Radweg auf Mineralbetonuntergrund zu erweitern.

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Dem widersprach Anna Wallner (CSU/PW). „Nach meinen eigenen Erfahrungen kommt es hier sehr wohl zu mehrfachem Begegnungsverkehr.“ Josef Staudt (SPD/PU), bewerte die Straße als wichtige Radverbindung von Kirchdorf über Noderwiechs zur Wernher-von-Braun-Straße.

Für Richard Linke, OLB, war der Höhenunterschied der Bankette von 15 Zentimetern zur Straßendecke ein Gefahrenmoment. Er hätte in dem Straßenverlauf gerne einen farblich markierten Radstreifen, der dann auch konsequent bis zur Ortsteilmitte von Norderwiechs weitergeführt werden sollte.

Höhenangleich angehen

CSU/PW-Rat Hubert Maier sah die Bankette als eigentliches Problem, „wenn die profilgleich mit der Teerdecke wären, gäbe es gar kein Problem, vielleicht sollten wir hier erst einmal eine Höhenangleichung angehen, damit werden auch die Baukosten deutlich niedriger ausfallen“.

Maßnahme Anreiz für Raser?

Anders sah dies Wolfgang Huber (Grüne). Im Sinne der Radfahrer und angesichts der Wichtigkeit der innerörtlichen Verbindung sprach er sich eindeutig für die Baumaßnahme aus. Dabei sah er aber auch die Gefahr, dass eine Verbreiterung der Straße zu einer Erhöhung der Geschwindigkeit führen kann.

An den Haushalt denken

„Da wird dann einfach mehr auf das Gaspedal gedrückt, damit muss gerechnet werden.“ Abschließend sprach sich auch Michael Stahuber (CSU/PW) für den Ausbau aus.

In dem Zusammenhang regte er noch an, die Baumaßnahmen unter dem Haushaltsgedanken auch zeitlich nach hinter schieben zu können.

In der Summe erhielt die Baumaßnahme mit einem 7:4-Entscheid einen Mehrheitsbeschluss. Die dafür notwendigen Finanzmittel werden in den Haushalt 2021 eingestellt.

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