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Warenmarkt nach Corona-Pause

„Wir wollen beim Josefimarkt in Bruckmühl keine fünf Sockenstände“

Wie in Zeiten vor Corona soll der Josefimarkt wieder möglichst normal ablaufen..
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Wie in Zeiten vor Corona soll der Josefimarkt wieder möglichst normal ablaufen..

Am 19. und 20. März findet nach zweijähriger Zwangspause der Josefimarkt in Bruckmühl wieder statt. Ausgerechnet während dieser beiden Tage ändert sich die bayerische Infektionsschutzverordnung. Was das bedeutet und worauf sich die Besucher trotz Corona-Maßnahmen freuen dürfen.

Bruckmühl – An diesem Wochenende, 19. und 20. März, findet nach zweijähriger Zwangspause der Josefimarkt wieder statt. Die Gemeinde veranstaltet auf dem Volksfestplatz einen Warenmarkt, an dem auch das Kunsthandwerk beteiligt ist. Das Organisations-Duo, bestehend aus Peter Kajetan Schmid und Oliver Nowotny, verspricht sich einen abwechslungsreichen Markt und freut sich auf zahlreiche Besucher. Was die beiden neben dem Josefimarkt von der Markt-Saison 2022 erwarten und welche besonderen Herausforderungen bei der Planung zu beachten sind, erklären sie im Interview.

Herr Schmid, wie gehen Sie die Planungen hinsichtlich der Märkte 2022 an?

Peter Kajetan Schmid: Die Termine werden bereits im Vorjahr mit den Gemeinden abgesprochen. Zu Jahresbeginn gibt es dann die finale Vorbesprechung. Die Stamm-Händler wurden schon um die Weihnachtszeit über alle Termine informiert, diese melden sich frühzeitig an und erhalten circa zwei Wochen vor den Marktterminen ihre Zulassungsbestätigung. Danach werden die Platzeinteilungen vorgenommen, die etwa zwei bis drei Tage vor dem Markt abgeschlossen sind.

Oliver Nowotny: Neben dem Josefi-Markt organisieren wir in Bruckmühl am 1. und 2. Oktober noch den Michaeli-Markt. Dazu haben wir in Kirchseeon den Walpurgis-Markt (9./10. April), den Herbstmarkt (17./18. September) und den Kathrein-Markt (19./20. November). Außerdem freuen wir uns in diesem Jahr erstmals die Jahreszeitenmärkte in Markt Schwaben organisieren zu dürfen. Nach der pandemiebedingten Absage des Wintermarkts im Februar starten wir am 7./8. Mai mit dem Frühjahrsmarkt, dazu kommt am 3. Juli der Sommermarkt und am 9. Oktober der Herbstmarkt.

Oliver Nowotny (links) und Peter Kajetan Schmid bei den Planungen für den Josefi-Markt.

Schmid: Bis 19. März, und damit am ersten Josefi-Markttag, gelten noch die alten Richtlinien der bayerischen Infektionsschutzverordnung. Dies bedeutet kein Volksfest- und Eventcharakter, kein Essen im Sitzen, sondern nur Stehtische und Abstandsregeln von 1,5 Meter zwischen den Ständen, die wir unabhängig von Verordnungen auch zukünftig beibehalten wollen, da damit weniger Gedränge zwischen den Ständen herrscht und alles etwas aufgelockerter ist. Ab 20. März, dem zweiten Josefi-Markttag, gehen wir von der Aufhebung der Einschränkungen aus. Wir kennen jedoch die Verordnungen der Staatsregierung nicht, die dann gilt.

Wie gehen Sie mit der Unwägbarkeit „Corona“ um?

Nowotny: Wir halten uns an die gegebenen Richtlinien und Vorgaben. Was wir auch nach „Corona“ beibehalten wollen, ist die Desinfektionspflicht an Ständen, an denen Produkte getestet beziehungsweise angefasst werden.

Nowotny: Einige Händler haben ihr Geschäft leider aufgeben müssen und sind in andere Branchen abgewandert. Das traf auch uns, als wir im vergangenen Juli nach über einjähriger Pause wieder die ersten Märkte organisiert haben. Daher hatten wir erheblichen Aufwand, um die sechs Veranstaltungen, die wir zwischen Juli und November 2021 organisierten, mit hochwertige Warenständen zu gewährleisten. Glücklicherweise haben wir ein großes und weitreichendes Netzwerk und viele Händler, die im letzten Jahr sehr schnell und flexibel für unsere Veranstaltungen zugesagt haben. Wir konnten ja teilweise eine Woche vor einem Veranstaltungstermin nicht versprechen, ob uns irgendeine neue Verordnung einen Strich durch sämtliche Planungen macht. Bei einem Markt bekamen wir erst zwei Tage vorher die endgültige Freigabe vom zuständigen Landratsamt. Die kurzfristigen Absagen der Christkindlmärkte hat Händlern, die ihre Waren eingekauft hatten, auch wieder schwer getroffen. Wir werden im Laufe des Jahres sehen, wer sein Geschäft aufgeben musste.

Was macht für Sie einen schönen Markt aus und was erwartet die Besucher des Josefi-Markts?

Schmid: Ausgewogene Vielfalt der Aussteller und dass dieselben Waren nicht vielfach auf dem Platz zu finden sind. Wir wollen also keine fünf Sockenstände, fünf Taschenstände und fünf Stände mit Geldbeutel. Handarbeit und Kunsthandwerk darf nicht zu kurz kommen und die örtlichen Betriebe sollen auch immer Berücksichtigung finden. Natürlich soll es immer ein oder zwei Attraktionen für Kinder geben. Aktuell planen wir mit 50 bis 60 Ausstellern.

Wo waren besondere Hürden in den vergangenen Jahren für Sie?

Schmid: Die oft nicht mehr nachvollziehbaren Verordnungen. Läden in geschlossenen Räumen dürfen öffnen, Grüne Märkte dürfen stattfinden, Warenmärkte im Freien mussten geschlossen bleiben, obwohl Waren zum täglichen Gebrauch angeboten wurden.

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