„Wir vermissen euch“

Bunte Grüßeder Holnstainer Pädagogen prangen von den Gebäuden in Bruckmühl und Götting. url

Bruckmühl. – „Wir vermissen euch“ – Mit farbigen Buchstaben an den Schulhäusern in Bruckmühl und Götting grüßen die Holnstainer Lehrkräfte „ihre“ Schulkinder.

Leider sind immer noch keine fröhlichen Kinderstimmen zu hören. Nur aus drei Klassenzimmern des Schulhauses Bruckmühl hört man das Gemurmel von 14 Schulkindern. Für sie wurde das Betretungsverbot aufgehoben, denn ihre Eltern arbeiten in systemrelevanten Berufen. Weil ihnen eine häusliche Betreuung ihrer Kinder nicht möglich ist, werden bis zu fünf Kinder in einem Raum von einer Lehrkraft zu den regulären Unterrichtszeiten betreut. Neben der Bearbeitung der Lernaufgaben kommen auch Spiel und Spaß nicht zu kurz. „Trotzdem ist so ein Vormittag in der schulischen Notfallbetreuung doch irgendwie ganz anders“, sagt Schulleiterin Birgit Splett. Das Einhalten der Abstandsregeln sowie das Waschen und Eincremen der Hände stehen bei allen Aktivitäten zur Sicherheit aller im Vordergrund. Ziel der betreuenden Pädagoginnen ist es, jeden Tag aufs Neue auf jedes der Kinder individuell einzugehen und ihnen trotz der besonderen Schul-Situation ein Gefühl von Normalität zu vermitteln. „Dies gelingt dann, wenn die Eltern den intensiven Kontakt zur Klassenlehrerin suchen, sodass frühzeitig besondere sozial-emotionale Entwicklungen berücksichtigt werden können“, betont Splett.

„Ich sehne mich nach einem ganz normalen Schultag, an dem ich mit meinen Schulkindern lernen, lachen und sie auch mal in den Arm nehmen kann.“ Mit diesen Worten spricht Konrektorin Gabriele Stockburger den Holnstainer Lehrkräften aus der Seele.

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